Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Article
- Die Tote-Meer-Konzession [Nachricht]
- Date
- 1928-08-01
- Page
- Seite 435 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2379786-2379867-2379872--07559-2387454- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
435 c) an Bronzemünzen 624.000 Stück ä 2 Müs, d. s. 1288 Pfund; 1,200.000 Stück ä 1 Mil, d. s. 1200 Pfund, also insgesamt 2448 Pfund. Die Höhe des Gesamtumlaufes an Münzen beträgt somit 194.848 Pfund. d) Der Notenumlauf beträgt 535 Stück ä 100 Pfund, d. s. 53.500 Pfund; 1960 Stück ä 50 Pfund, d. s. 98.000 Pfund; 16.000 Stück ä 10 Pfund, d. s. 160.000 Pfund; 82.000 Stück ä 5 Pfund, d. s. 410.000 Pfund; 765.000 Stück ä 1 Pfund, d. s. 765.000 Pfund; 412.000 Stück a 0.5 Pfund, d. s. 206.000 Pfund. Der Gesamtumlauf an Banknoten beträgt somit 1,692.500 Pfund. Der Gesamtumlauf an Noten und Münzen beträgt also 1,887.348 Pfund. Die Tote-Meer-Konzession. Im Unterhaus kam es am 15. Juli zu einer sehr lebhaften Debatte über die Konzessionserteilung zur Aufschließung und Ausbeutung der Kalilager im Toten Meer. Der Konservative Howard Bury führte aus, daß Deutschland das Kalimonopol halte und daher für den gegenwärtigen Preis von 9.5 Pfund per Tonne, der »viel zu hoch sei«, verantwortlich sei. Er machte dem Kolonialminister daher schwere Vorwürfe, daß er das Angebot zur Konzessionserteilung des Zionisten Novomejsky, hinter dem deutsches Kapital, und zwar die I. G. Farben, stehe, berücksichtigen wolle. Er habe also da, wo man den Deutschen das Monopol hätte abkaufen können, es Deutschland in die Hände gespielt. Kolonialminister A m e r y erwiderte ausweichend, daß vorläufig überhaupt noch kein Beweis dafür erbracht sei, daß die Kalilager des Toten Meeres wirklich, wie es in früheren Berichten hieß, »unendliche Reichtümer« bergen. Die Offerte des englischen Kolonialministeriums sei lange genug vor dem 31. Dezember 1927 offen gewesen. Doch haben sich im ganzen nur zwei oder drei finanziell leistungsfähige Reflektanten gemeldet. Die dem Kolonialministerium am vorteilhaftesten erscheinenden Gesuche waren die des britischen Majors Tulloch, sowie des zionistischen Ingenieurs Novomejsky. Letzteres Angebot sei vorläufig nur prinzipiell akzeptiert worden und gegenwärtig noch Gegenstand umfangreicher Korrespondenzen zwischen dem Kolonialministerium, der transjordanischen Regierung und dem britischen High Commissioner in Jerusalem. Der Minister erklärte, daß er bestrebt sei, die Angelegenheit so rasch wie möglich zum Abschluß zu bringen. Er habe nicht den geringsten Beweis dafür, daß deutsches Kapital hinter dem Angebot Novomejskys stehe. Die Zahl der Juden in der Verwaltung. In einem Artikel in Nr. 70 der »Jüdischen Rundschau« gibt unser Mitarbeiter Dr. Menasche ben Ephraim, Jerusalem, eine Skizze der Organisation der britischen Verwaltung. Er gibt auch Ziffern über die Zahl der Juden in den Verwaltungsstellen. Jahresgehalt Oberbeamte % Unterbeamte % zusammen % Gesamtsumme Pfd. % Engländer 222 52.9 316 18.6 538 25.1 421.510 58.2 Araber 160 38.1 919 54.1 1079 50.4 210.510 29.0 Juden 38 9.0 488 27.3 526 24.5 92.620 12.8 Zusammen 420 100.0 1723 100.0 2143 100.0 724.640 100.0 Der Durchschnittsgehalt der Beamten ist: für Engländer 783 Pfund per Jahr, für Araber 195 „ „ für Juden 170 „ „ „ Die Zusammensetzung der palästinensischen Polizei, der auch die Gefängnisverwaltung unterstellt ist, ist die folgende: Offiziere Mannschaften Zasammen Anzahl % Anzahl % Anzahl % Engländer 50 37.8 233 11.6 283 13.0 Juden 18 13.6 326 16.3 344 , 15.8 Mohammedaner 42 31.8 1213 60.6 1255 57.7 Christen Andere 2ii 16.8 26,, 11.5 290 \ 6f 13.5 132 100.0 2046 100.0 2178 100.0 Hiezu meldet die »Ziko«: Bei der Eisenbahn sind beschäftigt 141 arabische und 129 jüdische Beamte. Von den 31 hohen Beamten sind jedoch 28 Engländer und nur 2 Juden. Bei der Post zählte man 106 arabische und 101 jüdische Beamte, außer den 15 hohen Beamten, die ausschließlich Engländer sind. Im Departement für Handel und Zollwesen sind von den hohen Beamten 9 Engländer, 5 Araber und 2 Juden. Insgesamt sind von 463 hohen Beamten 251 (54%) Engländer und 43 [9%) Juden. Das Gehalt des