Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 8-10 (August 1928)
- Date
- 1928-08-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA MONATSSCHRIFT FÜR DIE ERSCHLIESSUNG PALÄSTINAS XI, JAHRG. (NEUE FOLGE II. JAHRG.) Nr. 8/10 _AUGUST—OKTOBER 1928 An unsere Leser! Vorliegende, am 15. September abgeschlossene Nummer ist wegen Übergabe der Verwaltung der Zeitschrift an die Verlagsfirma C. Barth, Wien /., Heßgasse 7 wo sich fortab die Geschäftsstelle unserer Zeitschrift befindet, mit einiger Verspätung zum Versand gekommen, was wir gütigst zu entschuldigen bitten. Wir ersuchen, sämtliche für die Administration bestimmte Zuschriften nunmehr an obige Adresse zu richten. Die Administration Aufbauarbeit in Palästina in den nächsten zehn Jahren. Von Dr, Arthur Ruppin, Jerusalem. Dieser Artikel enthält den Text eines Memorandums, welches vom Verfasser der Joint Survey Commission überreicht wurde. L Allgemeine Prämissen* 1. Das Ziel des Zionismus, die Schaffung einer nationaljüdischen Heimstätte in Palästina, ist nicht ein rein wirtschaftliches Ziel. Es umschließt Aufgaben von nichtwirtschaftlichem Charakter, z. B. die Wiederbelebung der hebräischen Sprache, die Erziehung der Jugend in nationalem Sinne, die politische Stärkung des Jischuw. Diese Aufgaben sind für das Ziel nicht weniger wichtig als die wirtschaftlichen Aufgaben. Dieses Memorandum soll sich aber auf die wirtschaftlichen Aufgaben beschränken. 2. Als den Zweck der wirtschaftlichen Aufbauarbeit in Palästina betrachte ich die Schaffungvon dauerndenExistenzquellen für eine ständig wachsende Zahl von Juden. Aus dieser Definition ziehe ich die folgenden allgemeinen Schlüsse: a) Die Existenzen, die sich die Juden in Palästina mit oder ohne unsere Hilfe gründen, müssen für sie wirklich Quellen sein, d. h. sie müssen nach ihrer wirtschaftlichen Natur so beschaffen sein, daß aus ihnen normalerweise dem Juden immer ein Einkommen zufließt. Als solche Quellen kommen in Palästina in erster Linie die Erzeugung von Gütern in Landwirtschaft und Industrie in Betracht. In zweiter Linie der Handel, der Verkehr (Touristik) und freie Berufe. Dagegen können als