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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 322

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Das 10jährige Jubiläum des Hechaluz [Nachricht]
Date
1928-05-01
Page
Seite 322 (sequence 2)
Language
German
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322 läum des „Hechaluz" festlich begangen. Die Tageszeitung der jüdischen Arbeiterschaft „Dawar" veranstaltete eine Festausgabe. Die jüdische Arbeiterföderation Palästinas „Histadruth Haowdim" hat einen Aufruf an die jüdische Jugend -in den Galuth-Ländern erlassen. Die Missionskonferenz. Am 24. März wurde in Jerusalem die internationale Missionskonferenz bei Anwesenheit von 214 Delegierten aus 51 Ländern eröffnet und am 8. April geschlossen. Die Katholiken waren auf der Konferenz nicht vertreten. In mohammedanischen Kreisen hat sie lebhafte Unruhe hervorgerufen. In Gaza mußtie sogar die Polizei gegen Demonstranten einschreiten. In den Städten Palästinas sind „Vereinigungen der mohammedanischen Jugend" gegründet worden, die eine lebhafte Propaganda gegen den Besuch der Missionsschulen entfalten. Am 10. April wurde das „Babeihaus" der Bibelgesellschaft eröffnet. In den Ansprachen wurde bekanntgegeben, daß die Bibel von der Gesellschaft derzeit in 605 Sprachen verbreitet wird. Interessante Gäste, V an d e r v el d e, der belgische Sozialistenführer und Exminister, besuchte im April das Land und hielt zwei Vorträge an der Hebräischen Universität. Er äußerte, daß die jüdische Aufbauarbeit ein wichtiger Faktor für den Weltfrieden sei und sprach seine Bewunderung für die von den jüdischen Arbeitern geleistete Arbeit aus. — Mr. Grimshaw vom Internat. Arbeitsamt sicherte in seinem und im Namen des Vorsitzenden des Amtes, Mr. Thomas, die beide kürzlich Palästina besucht hatten, dem Waad Leumi die Unterstützung des Aufbauwerkes zu. Eine Konferenz der jüdischen Rechtsanwälte Palästinas, In Jerusalem fand eine Konferenz der jüdischen Rechtsanwälte Palästinas statt, an der sich 54 Advokaten beteiligten, und zwar aus Jerusalem 23 von insgesamt 38, aus Tel-Aviv 22 von insgesamt 43 und aus Haifa 9 von insgesamt 15. Die Konferenz wurde von Dr. Eliasch eröffnet, der u. a. darauf hinwies, daß jetzt in Palästina 108 jüdische, 105 arabische und zwei englische Rechtsanwälte leben. Die Rechtsschule wird von 145 Schülern besucht, sodaß in einigen Jahren die Zahl der palästinensischen Rechtsanwälte 300 übersteigen werde. Es sprachen u. a. Dr. Eliasch über die Gesetzgebung im Lande, Dr. Weinschal über die Gerichtsprozedur und Ben Meir über die Organisation der jüdischen Rechtsanwälte. Besonders rege war die Debatte über die Frage, ob man sich vor Richtern, die des Hebräischen unkundig sind, einer anderen Sprache bedienen dürfe. Mit Majorität wurde beschlossen, den Gebrauch des Hebräischen als verpflichtend festzusetzen. Das neue Zentralkomitee setzt sich zusammen aus Eliasch, Lewanon, Smoira und Auster in Jerusalem, Ben Meir und Seiger in Te'l-Aviv und Weinschal in Haifa. Fonds und Institutionen. Keren Hajessod, Eingänge. Im Februar 1928 Pfund 34.495 (davon 16.419 USA.). — Vom Oktober 1927 bis Februar 1928 159.543 (USA. 73.067). Amerika ist um 29% hinter dem Kontingent zurück. — März 1928 45.049 (davon aus USA. 2605). Oktober bis März (1. Habjahi) 205.981 gegen 348.973 im Vorjahre und 219.993 im Jahre 5686. Die Gesamteingänge seit Gründung bis 31. März 1928 betrugen Pfund 3,356.801. Keren Kajemeth, Eingänge; F e b r u a r 1928: 16.514 Pfund (um ca. 4000 weniger als Februar 1927, hauptsächlich wegen des Rückganges der Eingänge aus Amerika). März 23.0006. Oktober—März 98.243 gegen 129.657 (5687). Arbeiterkonsuuigenossenschaft: Hamaschbir. Der Rechenschaftsbericht für 5687 nennt dieses Jahr ein sehr schweres, besonders für die Anstalten der Arbeiterorganisation. Am Anfang des Jahres waren die Verpflichtungen groß und das Kapital stark immobilisiert. Man mußte überall kürzen. Die Filiale in Jerusalem wurde aufgelassen, da sie mit Defizit arbeitete, ferner wurden geschlossen die Bäckerei und eine Filiale in Tel-Aviv, sowie die Niederlassung in Schchunath Borochow. Die Administrationsspesen wurden um 800 Pfund verkleinert. Durch die Gründung der Textilabteilungl wurde die Beschaffung von Kleidern erleichtert. Die Außenstände wurden durch strenge Einforderungen um 12.000 Pfund verringert. Es wunde mit der Zionistischen Exekutive ein Arrangement getroffen, daß die Schuld der Genossenschaft an sie im Laufe von 10 Jahren abgezahlt wird. (Siehe auch Rundschau „Arbeiterbewegung".)

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