Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Die Tätigkeit der Arbeiterinnen [Nachricht]
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 319 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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319 terinnen aus TeL-Aviv, Haifa und Tiberias beschäftigt. Eine gewisse Anzahl von Arbeiterinnen hat auch beim Straßenbau von Jericho Beschäftigung gefunden. Bekanntlich ist es den Arbeiterinnen besonders schwer, in die Privatwirtschaft in die Kolonien einzudringen. Die Gruppen, in denen schon Genossinnen vorhanden sind, die eine gewisse Schulung in der Landwirtschaft erhalten haben, versuchen jetzt, diese Arbeiterinnen in den für sie entsprechenden Wirtschaftszweigen zu konzentrieren. So schickte der „Vereinigte Kibuz'' iBakibuz Hameuchad) nach Herzliah 3 Arbeiterinnen zwecks Organisierung einer Baumschule. Die Kulturarbeit: Fast in allen Arbeiterinnenwirtschaften und Gruppen im Land, wurden in der letzten Zeit Besprechungen und Vorträge über die das Leben der Arbeiterin betreffenden verschiedenen Fragen, in den meisten Gruppen auch Lehrkurse für verschiedene Gegenstände veranstaltet. Man bereitet auch die Herausgabe eines Arbeiterinnensammelbuches vor, in dem die Fragen der Arbeiterinnenbewegung, ihre wirtschaftliche Tätigkeit usw. behandelt werden sollen. Die Arbeit in der Stadt: In Tel-Aviv existieren bis jetzt zwei Arbeiterinnengenossenschaften: Eine genossenschaftliche Küche uind eine Näherinnengenossenschaft. Die Gesamtzahl arbeitender Frauen in Palästina wird auf 7450 geschätzt, davon im Privathaushalten und Restaurants: a) Tel-Aviv.................700 b) Jerusalem ..................600 c) Haifa ....................200 d) Anderen Städten............... 100 1600 Landwirtschaftliche Siedlungen.................. 1300 Alte Kolonien.......................... 1000 Fabriken .......;.................... 1000 Schneiderwerkstätten, Putzmachereien und Stickereien ...... 800 Büros und Läden......................... 450 Krankenschwestern ....................... 400 Schul- und Kindergartenlehrerinnen............... 250 Chawuroth ........................... 250 Verschiedene Berufe ...................... 200 Im Baugewerbe......................... 200 zusammen............. . 7450 Die Maifeier der Arbeiterschaft. Die palästinensische Arbeiterschaft hat für den 1. Mai Arbeitsruhe proklamiert, die im ganzen Lande durchgeführt und die auch von einem Teil der arabischen Arbeiterschaft befolgt wurde. Mai-Kundgebungen radikaler Arbeiter in Jerusalem und in Tel-Aviv wurden von der Polizei verboten, die Teilnehmer an den Demonstrationen zerstreut und mehrere von ihnen verhaftet. Kulturelles Leben. Universität* Die Frage der Ausgestaltung. Der revisionistische und zum Teil auch der radikale Flügel der Zionistischen Organisation hat in der letzten Zeit eine lebhafte Propaganda dafür gemacht, die Universität, die derzeit nur ein Forschungsinstitut ist, zu einer wirklichen Hochschule mit geordnetem Lehrbetrieb auszugestalten. Das Londoner Büro der Universität gibt demgegenüber folgende Mitteilung aus: Angesichts der Propaganda, welche in der letzten Zeit von der revisionistischen Partei geführt wird für die sofortige Umwandlung der Hebräischen Universität in ein Institut mit Lehrbetrieb aller Fakultäten und mit dem Recht der Graduierung, teilt das Büro der Hebräischen Universität mit, daß die Frage der künftigen Gestaltung der Universität in bezug auf Lehr- und Forschungsbetrieb Gegenstand eingehender Untersuchung seitens eines autoritativen Subkomitees des Direktoriums, das «bei dei letzten Sitzung eingesetzt wurde, gewesen ist. Auf Grund detaillierter Informationen seitens des jetzigen Lehrkörpers und der Verwaltung der Universität, und unter voller Berücksichtigung der allgemeinen Lage der jüdischen Studenten in Palästina und im Ausland, hat das Komitee einen Bericht mit genauen Vorschlägen vorbereitet, welcher bei den nächsten Sitzungen des akademischen Rates und des Direktoriums der Hebräischen Universität behandelt werden wird. Diese Sitzungen werden im kommenden Sommer stattfinden. Die Beschlüsse des Direktoriums werden dann veröffentlicht und begründet werden. •> i;