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Palästina · 1928-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1928) · p. Seite 311

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1928)
Article
Verkehrsübergabe des Weges Nazareth-Hadar Hakarmel [Nachricht]
Date
1928-05-01
Page
Seite 311 (sequence 1)
Language
German
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311 Verkehrsübergabe des Weges Nazareth—Hadar HakarmeL Am 6. Mai fand die Einweihung des neuen Weges statt, der die Nazareth-Chaussee direkt mit Hadar Hakarmel und Har Hakarmel verbindet, und der großen Brücke, die in der Trace dieses Weges am Flusse Ruschmiah gebaut worden ist. Industrie. Die Industrie im offiziellen Bericht« In dem Bericht des Handelsdepartements für 1927 wird auch einiges über die Industrie gesagt. Obzwar unsere Leser darüber durch die von uns gebrachten Berichte hinreichend orientiert sind, ist es doch von Interesse, zu sehen, was die Regierung über diesen Zweig sagt. Es heißt in ihrem Bericht u. a.: Das größte Industrieunternehmen im Lande ist die Zementfabrik Nesher in Haifa, deren Arbeiterzahl 300 beträgt. 1927 wurden, hauptsächlich nach Syrien, 9015 Tonnen für 22.959 Pfund eingeführt, viermal soviel als 1926. Die Nesherfabrik versendet ihre Waren nach Syrien, Aegypten umdi Cypern auf einem eigenen Motorboote. Die Baubewegung im Lande wies 1927 einen Rückgang auf, bis auf Jerusalem, wo große Gebäude, so Schulen, Hotels, Läden utnd Regierungsgebäude errichtet wurden. Der Export von Speisefetten ist auf das achtfache gegenüber dem Vorjahre gestiegen und hatte einen Wert von 75.673 Pfund. Die Shemenfabrik in Haifa, die 130 Arbeiter beschäftigt, stellt her Speise- und unraffiniertes Oel, Oelkuchen für Vieh und gewöhnliche und Toiletteseife, die einen großen Absatz in Palästina sowie in Syrien und Aegypten haben. Der Export von Waschseife betrug 5316 Tonnen im Werte von 232.948 Pfund. Die gute Qualität der Seife läßt eine weitere schöne Entwicklung dieses Industriezweiges erwarten. Die Mühlenikidustrie entwickelt sich befriedigend. Die Grands Moulins in Haifa beschäftigen 150 Arbeiter und produzieren täglich 30 Tonnen Mehl von guter Qualität, hauptsächlich aus einheimischem Weizen. Der Mazzothexport betrug 6532 Pfund. Eine Firma für Biskuits erobert langsam den palästinensischen Markt. Es gibt im Lande 11 Tabak- und 5 Tombakfabriken, die zusammen 600 Arbeiter beschäftigen. Die Produktion betrug 402 Tonnen. Der Export palästinensischer Zigaretten, der 1925 noch weniger als 1 Tonne betrug, überstieg im Jahre 1927 bereits 16 Tonnen. Die ausländischen Weine werden allmählich von der einheimischen Produktion verdrängt. Die Schokoladen- und Süßigkeitfabriken beschäftigen einige 100 Arbeiter. Die führenden Fabriken sind in Tel-Aviv. Deren Erzeugnisse von guter Qualität beginnen die eingeführten Waren zu verdrängen. Die Strumpffabrik Lodizia in Tel-Aviv beschäftigt 120 Arbeiter und führte 1927 nach Aegypten und (Syrien Waren für 10.000 Pfund aus. Auch die Lederfabriken entwickeln sich gut und exportierten im abgelaufenen Jahre Waren für 12,756 Pfund. Es wurden auch neue Industrieunternehmungen begründet, die alle möglichen Dinge herstellen, von Metall- bis zu Teigwaren, 300 Arbeiter sind in den Kartonnagefabriken beschäftigt und nicht weniger als 800 in den verschiedenen Werkstätten für Herstellung von Möbeln, Spiegeln, Korken, Metallutensilien, Lederwaren, Parfümerie- und Toiletteartikeln, Andenken, Perlmutterarbeiten und Artikeln religiösen Charakters. Das Ruthenberg-Werk am Jordan. Es sind jetzt 440 Arbeiter beschäftigt, davon 40 weibliche. Diese meist beim Kochen, Waschen und Sanität, ferner 15 Metallarbeiter. Der Durchschnittslohn ist 30 Groschen äg. per Tag (6 Mark). Die Arbeiter sammeln unter sich monatlich 60 Pfund für die Arbeitslosen des Landes. Die Zahl der arabischen Arbeiter ist derzeit ca. 60. In dem von der Arbeiterkommission eingerichteten hebräischen Sprachkursen lernen auch zwei christliche Ingenieure der Gesellschaft die Sprache. Die Hauptarbeit besteht jetzt in der Errichtung eines großen Betonkanals von 400 m, durch den das Wasser aus dem Reservoir zur Kraftstation geleitet wird, (Siehe unsere Schilderung dies Projektes mit Karten in Nr. 3/1927, S. 110.) Die ganze Anlage soll in 1% Jahren fertiggestellt werden. Die Elektrizitätsversorgung Jerusalems. Wie die „JTA" mitteilt, hat Mavromiitis seine Konzession an die Firma London Power Securities Corporation verkauft. Die Vorarbeiten zur Verwirklichung der Konzession sollen unverzüglich aufgenommen werden, sodaß Jerusalem in etwa 15 Monaten genügend mit Strom versorgt sein wird. Der Wert der Produktion der jüdischen Industrie in Palästina. Laut einem Bericht der Vereinigung der jüdischen Industriellen in Palästina betrug der Wert der Produk- 20*

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