Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Die Frage des Kartoffelanbaues [Nachricht]
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 310 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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310 geführt, gegen 42.476 Pfund im Jahre 5685. Das Landwirtschaftsdepartement der Zionistischen Palästina-Exekutive befaßt sich jetzt mit dem Studium der Frage der Ermöglichung eines größeren Kartoffelanbaues im Lande. Viehmästung in Verbindung mit Sprithersteilling in Palästina. In Palästina wird jetzt der erste Versuch gemacht, die Erzeugung von Sprit mit der Viehmästung zu verbinden, und zwar bei der neuen Alkoholfabrik in Petach Tikwah »Hatikwah«, die außerhalb des Syndikates steht und dieser Tage ihre Produktion aufgenommen hat. Es wurde ein besonderer Stall für 70 Stück Vieh erbaut, die mit den Abfällen von Durrah, aus der der Sprit hergestellt wird, gemästet werden sollen. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Arrak her. Es ist dies der erste derartige Versuch in Palästina. Die Spritfabrik in Jaffa stellt aus den Abfällen der Melasse Kohlensäure für erfrischende Getränke her, während die Spritfabrik von Rabinowitz in Petach Tikwah Hefe aus dem Körnersaft herstellt. Städte. Jerusalem. Architektenwettbewerb für den Neubau eines zionistischen Bürohauses in Jerut salem. Die Zionistische Palästina-Exekutive und die Hauptbüros des Keren Kajemeth und Keren Hajessod haben für die palästinensischen Architekten einen Wettbewerb ausgeschrieben für den Plan eines Bürohauses, das in Jerusalem auf dem Boden des Nationalfonds für die erwähnten Institutionen errichtet werden soll. Die Vorschläge sind bis zum 1. Juli einzureichen- Mit dem Bau des Keren-Kajemeth-Hauses soll im Oktober begonnen werden. Das Legat Belilius. Durch Intervention des Oberstaatsanwalts Palästinas Norman Bentwich ist der zwischen der aschkenasischen und sephardischen Gemeinde Jerusalems entstandene Streitfall wegen des Anspruches auf das Erbe der Frau Belilius beigelegt worden. Frau Belilius, die vor kurzem in Hongkong verstarb, vermachte ihr Vermögen testamentarisch der ,Jüdischen Gemeinde Jerusalem". Nun behauptete die sephardische Gemeinde, daß Frau Belilius als Sephardin nur die sephardische Gemeinde gemeint haben konnte und daß das gesamte Erbe im Betrage von 75.000 Pfund allein der sephardischen Gemeinde zufallen müsse. Die aschkenasische Gemeinde wollte aber ihren Anspruch auf einen Teil des Erbes nicht aufgeben. Beide Parteien waren entschlossen, den Rechtsfall vor das Gericht in Hongkong zu bringen. Bentwich hat den Streit in der Weise geschlichtet, daß aus der Hinterlassenschaft 25.000 Pfund der aschkenasischen und 50.000 Pfund der sephardischen Gemeinde zufallen. Die Parteien haben diesen Spruch angenommen. Tel-Aviv. Beitrag der Regierung zum Budget« Nach längeren Verhandlungen wurde nunmehr das Budget der Stadtgemeinde Tel-Aviv nach Vornahme nur ganz geringfügiger Aenderungen durch die Palästina-Regierung bestätigt. Die Regierung gewährt Tel-Aviv eine Subvention (grant-in-aid) von 12.000 Pfund, davon 10.000 Pfund für das allgemeine Stadtbudget und 2000 Pfund für die Erhaltung des Hadassah-Krankenhauses. Am Budget für das Jahr 1927 beteiligte sich die Regierung mit nicht ganz 10.000 Pfund, die für den Polizeidienst bestimmt waren. Grundsteinlegung für ein Mütterberatungs- und Säuglingsheim in Tel-Aviv, Am 9. April fand auf dem vom Keren Kajemeth zur Verfügung gestellten Platze auf der Karmelstraße in Tel-Aviv die Grundsteinlegung für das Mütterberatungs- und Säuglingsheim, das von der Weltorganisation zionistischer Frauen (WIZO) gegründet wurde, statt. Für diesen Zweck waren noch vor zwei Jahren 200 Pfund gesammelt worden. Dank der neuen Spende von Herrn und Frau David Nathan in Neuseeland in Höhe von 1000 Pfund wurde jetzt die Inangriffnahme des Baues ermöglicht. An der Feier nahmen auch die Damen Simon und Kesselberg, die Vizepräsidentinnen der WIZO in Neuseeland, teil. Haifa, Das neue Gebäude der Anglo-Palestine-Comp. Am 8. Mai fand in Haifa die Einweihung des Neubaues der APC. statt. Der Bau, nach den Plänen von Architekt Baerwald ausgeführt, kostet gegen 12.500 Pfund und enthält die aliermodernsten Bankeinrichtungen. Die Baumaterialien, darunter auch der Marmor sowie ein großer Teil <der Möbeleinrichtung stammen aus der Landesproduktion.