Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Der Bericht Prof. Clark-Powell über die Orangenzucht [Nachricht]
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 309 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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309 die Aussichten des Orangenbaus in Palästina. Die Qualität der Frucht ist hervorragend, die klimatischen Verhältnasse sind hesser als an Kalifornien, weil es in Palästina keine Fröste gibt. Bericht über eine Traubenverschiffung, Das Landwirtschaftsdepartment hat versuchsweise im Juli 1927 eine Probesendung von 656 Kisten Trauben nach England verschifft und veröffentlicht darüber einen gedruckten Bericht. Die Qualitäten wurden von den Händlern als gut bezeichnet, doch waren die Trauben mangels richtiger Verpackung teilweise in schlechtem Zustand angekommen. Um auf dem britischen Markt verkauft zu werden, müßten die Trauben schon Mitte Juli eintreffen. Im August kommen große Quantitäten von Spanien, doch scheint es nach der Probe, daß Palästinatrauben auch mit diesen konkurrieren können. Wenn die Trauben noch etwas früher ankommen könnten, wäre es noch besser. Die Qualität wird jener der iberischen Trauben gleichgestellt und gilt als mittelgut. Die Trauben müßten in Holzwolle oder Kork gehüllt, verpackt werden. Aendenmgen in der Kwuzah Tel-Josef. Laut den palästinensischen Zeitungen ist eine Anzahl Siedler aus der Kwuzah Tel-Josef, der zentralen Siedlung des Gdud Awodah, ausgeschieden, weil sie sich in der Form eines Moschaw ansiedeln wollen. An Stelle der Ausgeschiedenen sind andere Mitglieder der Gdud Awodah in die Siedlung Tel-Josef eingetreten. Von der Kolonie Rechowoth. Diese zählt 296 aschkenasische Kolonistenfamilien mit 1200 Seelen, 150 jemenitische Familien mit 600 Seelen und 500 Arbeiter, insgesamt also 2300 Seelen. Angepflanzt sind mit Wein 3858, mit Mandeln 4926, mit Oliven 222, mit Eukalypten 84, mit bereits Früchte tragenden Orangengärten 726 und mit jungen Orangenpflanzungen 1648 Dunam. Die alte Bodenfläche beträgt 14.000 Dunam, außer den 9000 Dunam, die noch nicht verteilt worden sind. Die Ernte in Rechowoth ergab 4000 Kantar (1. Kantar gleich 300 Kilogramm) Weintrauben, 960 Kantar Mandeln und 80.000 Kisten Orangen. Die Möglichkeit neuer Kolonisation« In »Kapaj«, Nr. 88, spricht der bekannte landwirtschaftliche Arbeiter Harzfeld über die Möglichkeiten neuer Arbeiterkolonisation. Er sieht sie an drei Punkten als gegeben an: 1. Die bestehenden privaten Kolonien, besonders den großen (Petach -Tikwah, Rechowoth, Chederah, Ness Zionah), wo insgesamt 5000 Dunam Boden erhältlich ist und 3500 von unbesetztem Boden des KKL. Per Familie 10 bis 15 Dunam gerechnet, ist es möglich, darauf 500 Familien anzusetzen. 2. In der Umgebung von Kfar Saba, Magdiel, Ranana kann man 10.000 Dunam zusammenziehen und darauf 500 Familien ansetzen. 3. Am Jordan können 15.000 Dunam mit Bewässerung für intensive Kultur erworben werden, per Familie 40 bis 50 Dunam. Was die Mittel dafür betrifft, so sollen sie aufgebracht werden durch a) die Ersparnisse der Siedler, b) die Konzentrierung des Geldes der Histadruth (Arbeiterorganisation), c) KKL und KH.f d) Anleihen. Die Kolonisierung einer einzelnen Familie wird in den aliten Kolonien inklusive Boden 350, in den neuen Gebieten 500 und am Jordan 600 Pfund kosten. Bei Kolonisierung von 1000 Familien ist mit 425.000 bis 450.000 Pfund zu rechnen. Davon sollen die Siedler selbst 15.000 bringen, die Arbeiterorganisation 30.000 (10.000 durch 3 Jahre), die nationalen Fonds 230.000 Pfund. Der Wein- und Mandelanbau in Palästina. Hierüber veröffentlicht der „Haarez'' folgende Zahlen: Die Gesamtfläche der Mandelpflanzungen in Palästina beträgt gegen 22.000 Dunam. Davon gehören gegen 80% jüdischen Pflanzern, deren Zahl gegen 450 beträgt. Der größte Teil der Erzeugnisse wird nach Aegypten exportiert. Die Fläche der Weinpflanzungen beträgt gegen 15.000 Dunam, die fast zur Gänze in jüdischen Händen sind. Die Zahl der jüdischen Weinbauern beträgt 326. Der Tabakanbau, Der Bericht der Regierung für 1927 gibt an, daß 10.197 Dunam mit Tabak auf Flächen von zumindest einem halben Dunam angepflanzt wurden. Früher hatte man viele kleinere Parzellen angebaut, die schlechte Sorten lieferten und der Abgabe sich entzogen. Der Ertrag wird auf 624 Tonnen geschätzt. Versuche mit Pflanzung von Zuckerrüben in Palästina. Laut »Hassadeh« hat die PICA dieses Jahr auf ungefähr 100 Dunam Boden bei Jawneel und Beth-Gan versuchsweise Zuckerrüben angepflanzt, um festzustellen, ob sich gute Erträge erzielen lassen, die es ermöglichen würden, in Palästina eine Zuckerindustrie zu schaffen. Die Frage des Kartoffelanbaues« Die Einfuhr von Kartoffeln nach Palästina ist in stetem Steigen. So wurden im Jahre 5687 (1926—27) Kartoffeln für 48.765 Pfund ein- 20