Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Der Bericht des Landwirtschaftlichen Departements der Regierung [Nachricht]
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 308 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379867-2379871--07171-2386832- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
308 2,146.457 im Jahre 1925. Freilich sagen die Zusammenstellungen per Jahr nicht viel, weil ja die Saisons dadurch nicht erfaßt werden. Gemüse. Die Erträge für Gemüse wurden geschätzt auf: 1924 ........ 17.893 Tonnen 1925 ........ 17.719 1926 ........ 15.827 Einfuhr von landwirtschaftlichen Maschinen. Nach dem offiziellen Bericht wurden soilche eingefülhrt im Werte von (Pfund äig.): 1922: 45.359, 1923: 7621, 1924: 9722, 1925: 17.863, 1926: 15.383. Wie eine Aufstellung über die im Jahre 1926 verwendeten Traktoren zeigt, sind diese fast sämtlich von den jüdischen Kolonien bezogen worden. Einfuhr von künstlichem Dünger. Nach dem offiziellen Bericht wurden eingeführt: 1922........ 1077 Tonnen 1923 ........: 1545 1924 ......... 2275 1925 ......... 2761 1926 ......... 2616 Die Hauptlieferanten waren 1926 Belgien, England, Griechenland, Deutschland, Holland. Aus Deutschland kamen 1926 : 2360 Tonnen im Werte von 2436 Pfund äg. '.gegenüber 7850 Tonnen im Werte von 7440 Pfund im Jahre 1925. Tabakbau. Den infolge der bekannten Krise im Tabakverkauf 1924/25 erfolgten bedeutenden Rückgang der Anbaufläche zeigen folgende Zahlen: 1924 Anbaufläche 27.137 Dunam Ertag 1,845.345 Kilo 1925 „ 11.812 „ „ 677.800 „ 1926 „ 8.971 „ „ 554.633 „ Der südliche Distrikt ist, wie bereits in voriger Nummer (S.- 184) mitgeteilt, am stärksten an dem Rückgang beteiligt. Dort wurden 1926 nur mehr 7854 Dunam, nicht 5% der Fläche von 1924, angebaut. Das' hauptsächlichste Anbaugebiet ist Galiläa geblieben, wo auch die besten Sorten türkischen Tabaks gezogen werden. Viehzählung. Diese ergab folgendes Resultat. Es gab in 1053 Dörfern an Milchvieh Kühe 37.062, Bullen 3707, Kälber 18.456, zusammen 59.225 Stück. An Arbeitsvieh 26.899 Bullen, 28,224 Ochsen, 39.226 Kühe, 24.279 Kälber, insgesamt 120.790, gemästetes Schlachtvieh 1206. Die Gesamtzahl war 181.221 gegen bloß 108.500 im Jahre 1921. (Vergleicht man damit die Zählung vom April 1927 in den jüdischen Kolonien, so finden wir in diesen Siedlungen 11.521 Stück Milchvieh, also zirka 20% des Gesamtbestandes, wobei aber die jüdischen Kolonien fast die einzigen sind, die Rassevieh besitzen [38% des Bestandes], das bekanntlich einen vielfachen Milchertrag gegenüber der arabischen Kuh hat.) Es gab ferner: Schafe 290.854 Stück, Ziegen 841.289, Büffel 4161, Kamele 27.319, insgesamt 1,163.623 Stück, gegen 545.915 im Jahre 1920. Der Bericht Prof. Clark-Powell über die Orangenzucht, Wie wir in Nr. 1/2 1928, Seite 184, berichtet haben, hat dieser Fachmann für Pflanzenzucht von der Universität Pretoria (Transvaal) die Citruskultur in Palästina untersucht und einen ausführlichen Bericht an den Reichswirtschaftsrat erstattet, den das landwirtschaftliche Departement •der Palästina-Regiiierung veröffentlicht (Heft 9 der „Agriouiltur'al, Leaflets"). Er bezieiht sich hauptsächlich auf die botanischen und agrartechnischen Fragen und enthält diesbezüglich eine große Anzahl wertvoller fachlicher Ratschläge. In bezug auf Verpackung und Versand war Prof. Powell überrascht, daß der Abfall während des Transportes 10 bis 25% beträgt und die Jaffa-Orange bedeutend niedrigere Preise erzielt, als die kalifornische. Dies ist nur der mangelnden Sorgfalt im Verpacken und Verschiffen sowie dem Versand von noch unreifen Früchten zuzuschreiben. Powell macht detaillierte Vorschläge über die richtige Art der Behandlung der Früchte in allen Stadien. Er beklagt den Mangel an Vorkehrungen für den Export der Früchte im Hafen von Jaffa, wo es Magazine statt für 150.000 Kisten nur für 50.000 glibt, und aiuicih diese sind klein, dunkel und nicht gelüftet. Beim Aus- und Umladen werden die Kisten auch sehr unsorgfältig behandelt. Eine öffentliche Kontrolle ist nötig (eine solche ist m letzter Zeit eingeführt worden. Siehe Nr. 1/2 1928, S. 81. — Die Red.) Poweiii schläigjt die Gründung eines Forschungsinstitutes vor, was auch inzwischen verwirklicht wurde. Er tadelt dann die Unorganisiertheit der Pflanzer (mit Ausnahme der »Pardess«Organisation). Kooperation ist dringend nötig, damit die gemeinsamen Interessen gefördert werden können. Das System, die Frucht am Baum zu verkaufen, ist unrationell und fördert die Spekulation. — Im allgemeinen urteilt Prof. Powell äußerst günstig über