Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Namen für die neuen Siedlungen in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 307 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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307 meth, der Siedler, des Waad Leumi, der Jüdischen Gesellschaft für Altertumsforschung und Spezialsachverständigen auf dem Gebiete der Geschichte, Geographie und Topographie, hat unter Vorsitz von Ussischkin folgende Namen festgesetzt: 1. »Kfar Gideon« für die Siedlung der transsylvanischen Juden auf dem J3oden von Roba el Nasa. 2. »Mizrah« für die Kwuzah Zrifin auf dem Boden Roba el Nasa—Tel Adas. 3. »Beth-Schearim« für die Siedlung der jugoslawischen Chaluzim auf dem KKL.-Boden in Jedda. 4. »Kfar Baruch« für die Siedlung der sephardischen Juden aus Rumänien auf dem Boden Warakany—Tel-Turah. 5. »Gevath« für die Kwuzah Pinsk auf dem Boden von Djebatta. 6. »Sarid« für die Kwuzah Achwah auf dem Boden von Knefes. 7. »Mischmar Haemek« für die Siedlung des Haschomer Hazair, Kibbuz B., auf dem Boden von Abu Schuschah. Der Bericht des Landwirtschaftlichen Departements der Regierung. Soeben ist der Bericht des »Department of Agriculture, Forest and F i s h e r i e s « 1926 von dem Direktor, Mr. E. R. S a w e r, der als Autorität sehr geschätzt wird, veröffentlicht worden. Wir entnehmen daraus nur einige Daten, weil die für 1926 berichteten Tatsachen schon bekannt und die spezifizierten Tabellen für «in breiteres Publikum nicht von Interesse sind, Versuchsstationen. Errichtet wurde ein Pferdegestüt, ferner wurden Versuchsstationen in Akko, Beisan, Jerusalem und Jericho errichtet. Die Wirtschaftssysteme. Col. Sawer führt neuerlich aus, daß die jüdischen Kolonisten, die begrenzte Flächen zui teuerem Preis bearbeiten, igezwungen sind, vom Ackerbau zu intensiveren Kulturen überzugehen. Daher werden immer mehr zwei verschiedene Wirtschaftstypen der zwei Bevölkerungsgruppen sich herausbilden: Der Araber, der sich keine Kredite verschaffen kann, wird weiter Getreide, Hülsenfrüchte, Gemüse, Tabak, unbewässerte Früchte, wie Oliven, Feigen, Aprikosen bauen und Vieh züchten auf größeren Flächen solchen Bodens, der ungeeignet ist für stärkere Intensität und Kapitalaufwand. Hier ist für Fortschritte ein unbegrenzter Raum vorhanden. Dagegen muß der jüdische Bauer auf seinem teueren Landstück Marktgärtnerei, Milchwirtschaft, Geflügelzucht, Fruchthaumpflianzung usw. betreiben. Nur das beste Vieh kann hier Gewinne bringen und die Erzeugung hochwertiger Produkte muß dem. Exportmarkt angepaßt sein. Die Siedler müssen geschult sein und eine fachliche Aufsicht sollte sie unterstützen. Schienenwege für Transport von Rohmaterialien, Kühlräume in den Schiffen usw. — solche und andere technische Erfordernisse sind nötig, soll der Bau von Getreide abgelöst werden von Pflanzung) von Zuckerrübe, Flachs, Oelsaaten, Tabak, Medizinalpflanzen usw. auf unbewässertem, und Orangen, Zuckerrohr und Bananen anstatt Oliven, Mandeln und Aprikosen auf bewässertem Boden, in Landstrichen mit passendem Klima. Eine umfassende Organisation fehlt noch, wenn auch manches geschehen ist. Die Ernten nach offizieller Schätzung. In diesem Bericht für 1926 -werden die Ernteerträgnisse nach den amtlichen Schätzungen für die Oschersteuer mitgeteilt. Bekanntlich sind diese Schätzungen nicht vollkommen verläßlich. Dt. Granovsky hat in seinem neuen Buch: »Bodenbesteuerung in Palästina«, Seite 44, eine Reihe von Beispielen gegeben, daß die Ernten in einigen jüdischen Kolonien viel zu hoch geschätzt worden sind, in manchen Fällen sogar doppelt so hoch, als sie in Wirklichkeit waren. Da es aber eine andere Erntestatistik nicht gibt, so muß man mit dieser vorlieb nehmen. Nachdem die Prinzipien, nach denen die Schätzungen erfolgen, immer dieselben sind, so ist das verhältnismäßige Bild der einzelnen Jahre gegeneinander vielleicht ein genaueres, als es die absoluten Zahlen selbst darstellen. Wintergetreide (Weizen, Gerste, Bohnen, Erbsen, Linsen, Kersennah) wurden geschätzt zusammen mit 1924 ........ 141.223 Tonnen 1925 . . '. . . . . 153.483 1926........ 183.541 Das Plus 1926 ist auf die sehr große Gerstenernte zurückzuführen (69.358 Tonnen gegen 40.753 im Jahre 1921). Sommer früchte. Hier sind sowohl Durrah als Oelfrüchte, Obst usw. subsummiert. Gegen 1925 mit 82.604 ergibt sich 1926 mit 72.356 Tonnen ein starker Rückgang hauptsächlich durch Mindererträge von Durrah und Oliven. Bei Orangen war 1926 ebenfalls ein starker Rückgang, 1,515.116 Kisten gegen