Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 5-7 (Mai 1928)
- Article
- Die Citruskultur in Palästina
- Date
- 1928-05-01
- Page
- Seite 248 (sequence 2)
- Language
- German
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248 neuen Orangenpflanzungen sind 10% der Fläche mit Grapefrucht bepflanzt worden und in manchen alten wurden durch sie minder ertragreiche Orangensträucher und die unrentable Limone ersetzt. Die Ausdehnung der Gärten wird wie folgt geschätzt: 1922 1926 Besitzer Fläche Prozent Fläche Prozent Araber 22000 69.34 25.000 60 Juden 10.000 30.60 17.000 40 32.000 42.000 Die Juden gehörige Fläche hat sich also in vier Jahren um 70% vermehrt, jene der Araber um 14%. (Wie bekannt, sind weitere große Pflanzungen seit 1926 durch die Juden in Durchführung, die Schätzung vom August 1927 betrug bereits 25.000 Dunam in jüdischem Besitz. Siehe unsere Mitteilung in Nr. 10/11 1927, S. 549. — Die Red.) Nach den vorliegenden Ziffern ist Palästina im Ertraig per Flächeneinheit an der Spitze vor allen anderen Ländern. Die Kosten, Diese schwanken natürlich nach den verschiedenen Umständen und Produktionsfaktoren, Nachstehend seien diese besprochen, Wasser. Die Totalfläche von tragenden und in Entwicklung begriffenen Gärten wird auf 42.000 Dunam geschätzt. Zirka 3000 liegen längs des Audja und werden von diesem bewässert, weitere 3000 Dunam durch große Pumpanlagen, der Rest von zirka 36.000 Dünam durch Brunnenwasser. In seinem Bericht für 1925 gibt der Landwirtschaftsdirektor an, daß 830 Petroleummotorpumpen und 250 Wasserräder (zusammen also 1080) in Betrieb waren, das wäre also, roh geschätzt, eine Anlage für je 36 Dunam. Die Pumpen verdrängen die primitiven Räder; ihre Type ist meist englisch. Der Deutzmotor wird von den englischen Marken Ruston-Hornsby, Campbell und Crossley verdrängt. Je nach dem Boden verbrauchen die Gärten 600 bis 650 Kubikmeter Wasser per Dunam und Jahr gegen 400 bis 450 in anderen Ländern. Transport, Die Hafenverhältnisse in Jaffa und Haifa sind gegenwärtig (wie bekannt) unbefriedigend, auch im Lande selbst sind die Straßen meist schlecht und für Lastautos unpassierbar. Daher muß der Transport zum Hafen meist durch Kamele erfolgen. Dies wird jetzt gebessert durch Straßenbau, Eisenbahn und dem bevorstehenden Hafenbau. Arbeit. Die Löhne der jüdischen Arbeiter sind zirka 17K> Piaster per Tag. (Siehe über die einschlägigen Fragen den Artikel von Dr. Zwi Luft in Nr. 1/2 1928 d. BL Die Red.) Gärten von 10 Dunam werden gewöhnlich von den Eigentümern allein bearbeitet. (Mit Ausnahme des Pflückens, Packens etc.) Gärten von 20 Dunam brauchen einen bis zwei ständige Arbeiter, solche von 50 Dunam brauchen außer einer entsprechenden größeren Anzahl auch einen Mechaniker und einen Vorarbeiter. In der Regel werden für je 10 Dunam ein ständiger und zwei bis drei Arbeiter für die wenigen Monate der Ernte gerechnet. Dünger. Mit der Dosierung wird noch experimentiert. Die Gesamtkosten. (Hier gibt der Autor eine Reihe von Tabellen. Wir beziehen uns diesbezüglich auf die erwähnten Veröffentlichungen in früheren Heften." — Die Red.) Was die Kosten von der Reife an betrifft, so waren diese im Jahre 1925/26 die folgenden: Vom Garten zum Hafen per Kiste: Piaster Pflücken und Transport zum Packhaus, Sortieren und Packen.....5.50 Arbeit im Packhaus, Kisten und dergleichen.........6.82 Transport zum Hafen..............2.70 Lagerung im Hafen................0.60 Fürtrag . . . 15.62