Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Article
- Konferenz für Kur- und Erholungswesen in Palästina [Nachricht]
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 196 (sequence 1)
- Language
- German
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196 Sanität. Konferenz für Kur- und Erholungswesen in Palästina. Vor kurzem fand in Tel - Aviv die erste palästinensische Konferenz für 'Kur- und Erholungswesen statt, an der gegen 150 Aerzte teilnahmen. Es wurde eine Reihe interessanter Referate gehalten. Laut der allgemeinen Ansicht aller Teilnehmer der Besprechung ist Palästina als Land von Sonne und Meer für ein hochentwickeltes Kur_, Bade- und Vergnügungsleben sehr geeignet. Hygienekurse an der hebräischen Universität. Die Abteilung für Hygiene an der hebräischen Universität zu Jerusalem hat zweimonatige Kurse für öffentliche Gesundheitspflege eingerichtet, die für Aerzte, die in Landgemeinden tätig sind oder dort tätig zu sein gedenken, bestimmt sind. Die Kurse beginnen im Monat Februar. Tuberkuloseforschung in Palästina. Der Vorstand der Liga für den Kampf gegen die Tuberkulose in Palästina hat beschlossen, Untersuchungen über den Stand der Tuberkulose in Palästina vorzunehmen. An einer Reihe von Orten sollen allgemeine und teilweise Untersuchungen von Angehörigen der verschiedenen Klassen erfolgen. Die Liga hat zu diesem Zweck besondere Beiträge vom Joint und aus Südafrika erhalten. Die Liga hat Dr. Normann aus Tel - Aviv eingeladen, diese Untersuchungen vorzunehmen. Er beginnt dieser Tage mit seiner Arbeit, und zwar zuerst in Petach- Tikwah. Von der Kupath Cholim fArbeiterkrapkenkasse). Das diesjährige Budget der Arbeiterkrcnkenkasse (Kut>ath Cholim) in Palästina srpfht Einnahmen in Höhe von Pf 43.559 und Ausgaben in Höhe von Pf. 42.480 vor. Die Einnahmen setzen sich aus folgenden Posten zusammen: Einschreibgebühren und Mitgliedsbeiträge Pf. 21.000, Beiträge der landwirtschaftlichen Siedler und der Arbeiterinstitutionen 1911. Vergütungen für medizinische Hilfe und verschiedene Einnahmen 1870. Beiträge der Arbeitgeber 5377, Beitrag des Ker^n Haiessod 3400. Beitrat der Had.^sah 10.000. Von den Ausgaben entfallen auf medizinische Hilfe in Städten und Dörfern Pfund 13.747. Krankenhäuser der Kuoath Cholim 6026". Krankenhäuser außerhalb der Kupath Cholim 804. Anotheken und Medikamente 4677. Reisen der Kranken und verschiedene Hilfe 1251, Erholnngskost^n 3180. Vprnflerfun£ und Ber^rbergung 4838. Verwaltung: pesen 5355. Ausgaben der Zentrale 1702. "Reservefonds 900. Trotz der schweren allgemeinen Lage gelang es somit, das Budget für die laufenden Arbeiten, dank der durchgeführten Ersparnismaßnahmen, mit einem Ueberschuß von 1079 Pfund abzuschließen. Die finanzielle Lage der Kupath Cholim ist iedoch eine sehi schwere, da auf ihr drückende Schulden, die abbezahlt werden müssen, lasten. Es wurde daher beschlossen. Sonder einnahmen für diesen Zweck zu schaffen. So wird eine, allerdings minimale Bezahlung von. den Institutionen als Entgelt für die medizinische Hilfe an die Arbeitslosen verlangt. Außerdem wird ein Ertfänzurntfsibeitracr von 50 Müs von jedem Mitglied erhoben, dessen Verwandte, abgesehen von Frau und Kindern, die Hilfe der Kupath Cholim in Anspruch nehmen. Des weiteren muß auch von jenen Mitgliedern, die bisher davon befreit war^n. 150 Müs für iedpn Ethoiungstag gezahlt werden, ebenso Pf. 1.5 von jeder Wöchnerin, die im Krankenhaus von Ain-Charod niederkommt. Die Thermen von Tiberias« Der Palneolo^e Dr. M. Buchmann, Tiberias, stellt in der „Jüdischen Rundschau", Berlin, Nr. 12/27 d^n weitverbreiteten Irrtum richtiq daß die heißen Quellen von Tiberias den Karlsbader ähnlich seien. Sie enthalten als Hauptbestandteil Natriumohlorid und Schwefelwasserstoff, außerdem Kalzium- und Magnesiumchlorid in noch beachtlicher Menge, sonst keine Salze, wie Eisensalze, in praktisch bedeutsamer Quantität. Sie sind hinsichtlich des Kochsalzgehaltes am besten mit Wiesbaden, hinsichtlich des Schwefelgehaltes mit Aachen zu vergleichen, übertreffen aber beide an Quantität dieser Stoffe. Dagegen ist die Radioaktivität sehr gering. (Wir werden in einer der nächsten Nummern einen längeren Aufsatz über dieses Thema aus der Feder Dr. Buchmanns bringen.) Das Straus'sche Gesundheitszentrum in Tel-Aviv, Der bei der Grundsteinlegung von Dr. Bluestone, Direktor der Hadassah, gehaltenen Rede entnehmen wir folgende Daten: Nathan Straus, der bisher insgesamt 1 Million Dollar für Palästina-Zwecke gespendet hat, hat erst im vorigen Jahr das Gesundheitszentrum in Jerusalem gestiftet. Für jenes von Tel-Aviv wies er 75.000 Dollar an, die Gemeinde gab den Grund dazu von ca. 5500 m2, die Hadassah wird die Betriebsmittel beisteuern. [Inzwischen ist von Straus eine Spende für diesen Zweck erfolgt.) Das Gesundheitsz.entrum ist eine Ergänzung der vielen von der Hadassah in Tel-Aviv unterhaltenen sanitären Dienste. "Die Bauten werden 1000 m2 umfassen. Es wird eine Abteilung Pasteurisation, eine zahnärztliche, bloß für Prophylaxis bestimmte, eine Schwangerenberatung,