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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 193

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Arbeiterzählung in den Städten [Nachricht]
Date
1928-03-01
Page
Seite 193 (sequence 2)
Language
German
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193 einzelne arabische Arbeiter bei jüdischen Handwerkern. In Industrie und Handwerk waren 1258 Lohnarbeiter tätig, darunter 120 Arbeiterinnen, 259 jugendliche Arbeiter, 47 jugendliche Arbeiterinnen und 5 arabische Arbeiter. Insgesamt wurden registriert bei Industrie, Handwerk, Bau- und öffentlichen Arbeiten 2353 jüdische Lohnarbeiter und 746 arabische Arbeiter. In Haifa wurden 2691 Arbeiter an ihren Arbeitsstellen verzeichnet. Von ihnen waren 619 Fabriksarbeiter (Zementfabrik „Nescher'', Oelfabrik „Schemen", die großen Mühlen, Rutenbergs Elektrizitätswerk usw.). Von den Fabriksarbeitern waren 538 Männer, 56 Frauen, 25 Jugendliche (darunter 6 Mädchen). Ferner wurden registriert: 293 Lohnarbeiter im Handwerk, 63 in den Arbeitergenossenschaften, 94 im Transportgewerbe, 180 Eisenbahner, 110 Bauarbeiter, 19 Hafenarbeiter, 127 Straßenarbeiter, 203 landwirtschaftliche Arbeiter, 390 Lehrer, Bankbeamte, Regierungsangestellte, Angestellte in privaten und öffentlichen Institutionen, Heilanstalten, usw., 261 Handelsangestellte und Privatbeamte, 142 Hausangestellte und Heimarbeiterinnen. 190 in verschiedenen anderen Berufen. Von den 2691 beschäftigten Arbeitern sind 422 Frauen und 157 Jugendliche (20 Mädchen). Die Arbeitslöhne. In Jerusalem wurden bei der Zählung Ln Baufach auch arabische Arbeiter mitgezählt und man kann deshalb dlie Löhne vergleichen. Im (Baufach gab es in Jerusalem 896 jüdische und 497 arabische Arbeiter. Ein Teil derselben gab in bezug auf Lohnhöhe keine Auskunft. Bis 15 Piaster per Tag erhielten 62.1 Prozent der arabischen und 15.9 Prozent der jüdischen Arbeiter, von 16 bis 25 Piaster 17.2 Prozent der arabischen und 32.4 Prozent der jüdischen, von 26 bis 35 Piaster 8.3 Prozent der arabischen und 33.1 Prozent der jüdischen, von 36 Piaster aufwärts 12.4 Prozent der arabischen und 18.6 Prozent der jüdischen Arbeiter. Hieraus ist ersichtlich, daß wie bekannt, die jüdischen Arbeiter düe höher qualifizierten sind. Die Arbeiterinnengruppen. Das neu erscheinende „Palästinensische Nachrichtenblatt" der Zionistischen Erauen Organisation (Wi:zo) berichtet über die erfreuliche Entwicklung der Arbeiterimniengruppen, „C'bavur'otlh Hiaipoaloth", die sich schon im ersten Jahre selbst erhalten haben. 30 bis 50 (Prozent ihrer Lebenskosten decken sie aus den Produkten ihrer eigenen Wirtseihaft, den Rest durch Lohnarbeit. Durch den gemeinsamen Haushalt werden die Kosten des Lebensunterhaltes auf 60 Mil (M 1.20) per Ta,g reduziert. Die bestehenden Chavuroth: zwei in Tel-Aviv, je eine in Raimath-Gan. Chederah, Petach-Ti'kwalb, Risclhon, Haifa, Afule'h, Tiberias und Benjamina, zusammen zehn, umfassen 300 Mitglieder. In der Chavurah von Petach-Tikwah wurden Versuche mit Einfülbrung von Weberei mit Erfolg dlurdhgeführt. Ein Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes besucht Palästina. In Jerusalem ist als Vertreter des Internationalen Arbeitsamtes des Völkerbundes, Herr John 'Nixon, eingetroffen, um die Arbeitsverhältnisse in Palästina zu studieren. — Auch Mr. Grimshaw vom I. A. A. hat sich soeben nach Palästina begeben. Er ist als Ver_ treter der I. A. A. Mitglied der Mandatskommission. Die Regierung und die jüdischen Arbeitslosen. Die ,,Ziko" meldet: Bekanntlich war voim arabischer Seite der Paiästinai-IReigieriunig ein Protest überreicht worden gegen die Zuteilung verschiedener Arbeiten an die jüdischen Arbeitslosen olbme Ausschreibung eines öffentlichen Wettbewerbs. Wie der arabische „iFajlestin" berichtet, hat der Jaffaer Kreisgouverneur den dortigen protestierenden arabischen Arbeitern geantwortet, daß diese Arbeiten (der Auslbau des Hafens von Jalffa?) zum Zwecke der Erleichterung der Lage der jüdischen Arbeitslosen angeordnet worden sind. Selbstbesteuerung der Arbeiter zu Gunsten der Arbeitslosen. In Tel-Aviv wurde bereits im Februar 1926 eine solche von Arbeitern und Angestellten eingeführt. Bis Ende .September 1927,. 20 Monate, ergab sie 5027 Pfund von zirka 750 Köp'fen. Außerdem haben bekanntlich Arbeiter an ihre arbeitslosen Kollegen Arbeit abgetreten, was ziffennimäßig gleichfalls viele tausend Pfund ausmacht. Der Konflikt in Petach-Tikwah. Am 10, Jänner beschäftigte sich der Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat) mit der Angelegenheit und sprach sein Bedauern darüber aus, daß der Vorstand der Kolonie sein Versprechen wegen Einstellung jüdischer Arbeiter bei der Pflücke nicht gehalten habe. Dieser erwiderte, er hätte alle Anstrengungen dazu gemacht, doch seien die arabischen Händler nicht umzustimmen. Bislher sind bloß 40 bis 50 jüdische Arbeiter beim 'Pflücken, das bald zu Ende geht, eingestellt worden. — Von Interesse ist, daß in der Begründung der (von uns in Nr. 1/2 1928, S. 92 mitgeteiltem) Urteile des Gerichtes anerkannt wurde, daß Arbeiter von dem Orte, wo die Arbeit ausgeführt werden soll, den Vorrang vor solchen aus anderen

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