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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 191

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Arbeitslage [Nachricht]
Date
1928-03-01
Page
Seite 191 (sequence 1)
Language
German
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191 Arbeit. Die Arbeitstage, In der letzten Jännerwoc'he 'haben gegen 900 Arbeitslose Besohläftiiguiiig erhalten, 525 ans Tel-Aviv, und zwar 165 bei den Aufforstungsiarbeiten bei Tul Kerem, 25 bei Straßenarbeiten bei Jawneel, 80 bei verschiedenen Arbeiten in Privattkoloniien, 80 bei öffentlichen Arbeiten der Stadtverwaltung von Tel-Aviv, 170 bei •öüent'Mahen Arbeiten, -wie Steinevorbereitung und Straßenbauten, in Jaffa (der Vertrag mit der Regierung ist bereits unterfertigt, sodaß die Arbeiten am: 29, Jänner beginnen sollten) und 10 bei Chaiusseearbeiten in Petadh Tikwalh. Von Irlaiifa wurden 190 Arbeiter angefordert: 70 für Auifforstungsfarfoeiten bei Tiberias, 20 für den Bau der Straße Akko—Haifa, 50 für Brückenarbeiten und Arbeiten an der Quarantänestation und 50 zu Straßenbatiten bei Jawneel und weitere 60 Arbeiter aus Afuleht und 60 •aus Tiberias. — Die Verhandlungen der Arbeitszentrale der Histadruth mit der Reigiernun!g!S.a!bteilu!ng ifür öffentliche Arbeiten haben ergeben, daß der Obausseebaiu foei Jericho in größerem Umfange, als ursprünglich, erwartet, durchgeführt werden wird. Statt 150 wird er 350 Arbeitern Beschäftigung geben, Die endgültige Vereinbarung soll in der ersten (Februarwoche abgeschlossen werden, worauf sofort mit dien Arbeiten begonnen würde. Die Arbeiter sollen von den Jerusalemer und Tel- Aviver Arbeitsbüros der Histadruth gestellt werden. Durch das fortgesetzte Abiueih.- :men der Arbeitslosigkeit konnte die Auszahlung der Unterstützung bis auf die an Familienväter in Tel-Aviv von der Zionistischen Exekutive eingestellt werden. — Inzwischen hat, wie „Kapai" berichtet, die Zionistische Exekutive die von der Arbeiter. Organisation erbetenen 15.000 Pfund über das normale Arbeitsbudget bewilligt, um die Durchführung des Planes der Arbeitszentrale der Histadruth zur vollständigen Liquidierung der Arbeitslosigkeit in Palästina zu ermöglichen, ■Die Zionistische Palästina-Exekutive wird somit in den landwirtschaftlichen Siedlungen eine Reihe von Arbeiten für einen Gesamtbetrag von Pfund 35.000.— durchführen, für die, neben den jetzt bewilligten Pfund 15.000.— vom normalen Arbeitsbudget Pfund 10.000.— und die Spende von Nathan Straus in Höhe von Pfund 10.000.— zur Verfügung stehen. — Dadurch wird schon in allernächster Zeit das Unterstützungssystem überflüssig werden. Die Arbeitslosen 1927, (Nach einer Aufstellung dies zionistischen Arbeitsantes gab es Arbeitslose: 1927 im Mai Juni Juli August Sept. Okt. Nov. Dez. 8313 8348 7920 8440 5547 5291 5546 6361 davon in Tel-Aviv . . . 4284 4358 4179 4371 4153 4222 31'27 3652 Unter „Arbeitslosen" werden auch solche .gezälhlt, die nur mit zeitweiligen Hilfsarbeitern beschäftigt sind und nach deren Beendigung wieder oihne Arbeit steinen. Die Zahl der ganz ohne Arbeit Befindlichen betrug zum Beispiel von den 5546 im November gezählten nur 3750. Straßenausbesserung bei Jericho. „Haarez" meldet, daß die Regierung an den Jerusalemer Arbeiterrat diese Arbeit im 'Kostenwert von 6000 Pfund vergeben hat. Es werden 300 Arbeiter durch 5 fMonlate beschäftigt sein. Straßenbau der Pica. Diese wird demnächst mit Kostenaufwand von 3000 Pfund die Straße von der Kolonie Sichren zur Station bauen lassen. Auch ein zweiter Wegibau von Bethania naclh der Straße Tiberias—iSamalh soll demnächst begonnen werden, Arbeltgeber und Arbeitnehmer, Vor drei Jahren wurde vom Waad Leumi im -Einvernehmen =nit der Zionistisdhen Exekutive eine „Fünfze^ner-Kommission'' gebildet, bestehend aus je sieben Vertretern der Arbeitgeber uinld Arbeitnehmer, unter dem Vorsitz von Dr. Ruppin. Die Kommission hält viele Sitzungen ab, um ein sogenanntes „Internes Arbeitsgesetz'' zustandezubringen, das für jüdische Unternehmer und Arbeiter bindend sein sollte. Alle wichtigen iFragetm wie Tarifvertiäge, Arbeitsnachweis usw. wurden beraten, -aiber die Komimissdon kam zu keiner Einigung. Hin letzter Zeit ist (inifollge der vielfachen Sorgen des Jiscihiuw und insbesondere wegen der Arbeitslosig- 'keit, deren Abweihr alle Kräfte absorbiert, diese Sache stark in den {Hintergrund getreten. Wie „Haarez" berichtet hat *jetizt Dr. Ruppin als Vorsitzender der Fünfzehner- Kommission seinen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit der Kommission der Zionistischen Exekutive vorgelegt. Naclh seiner iMeünung sei es gegenwärtig niclht möglich, eine allgemeine und umfassende Regelung zustande zu bringen, er empfiehlt dialher;, die ersten Schritte auf (diesem Gebiet zu tun und zunächst die zwei wichtigsten Maßnahmen durchzuführen, und zwar 1. die Gründung neutraler Arbeitsämter, und 2. obligatorische

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