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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 185

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Der Tabakanbau in Galiläa [Nachricht]
Date
1928-03-01
Page
Seite 185 (sequence 2)
Language
German
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185 decken. Man erhofft jetzt eine Besserung infolge der Ermäßigung der ägyptischen Einfuhrzolles für Palästinatabake und der Erhöhung des palästinensischen Einfuhrzolles für ausländischen Tabak von 65 Piaster auf 750 Müs pro Kilo. Neue Pflanzungsgesellschait, Eine solche „Anglo Binjan Hajishuv of Palestine'*, mit einem Kapital von 3000 Pfund, wurde in London gegründet. Außer Pflanzungen anzulegen, will sie auch die Verwaltung für auswärtige Besitzer von solchen führen. Orangenhain zu Ehren Weizmanns, Die Arbeiten an den Orangenplantagen, die zu Ehren Dr. Weizmanns „Gan Chaim" genannt wurden, sind bereits in Angriff genommen worden. Kolomiearbeiter aus Kfar Saba und Umgebung haben dort zu pfl'ügen begonnen. Vorläufig sollen von den 2500 Dunam Boden, die die amerikanische Gesellschaft in der Nähe von Kfar Saba gekauft hat, 150 Dunam mit Orangenbäumen bepflanzt werden und 50 Dunam als Pflanizschule dienen. Sir Alfred Mond hat bei seiner jüngsten Anwesenheit 10.000 Pfd. Anteile der Pflanzwngsgesel'lschaft gezeichnet. Pflanzung des Balfour - Waldes. Am 23. Februar wurden in der Kolonie Ginjar bei Nazareth in feierlicher Weise die ersten Bäume im Balfour-Wald von Lord Plumer, Sir Alfred Mond, Harry Sacher, Ussischkin, Je Hin u, a. gepflanzt. Die Pflanzungsgesellschait von Dr. Brünn. In dem Artikel „Mittelstandskolonisation" in Nr. 8/9, 1927, dieser Zeitschrift, hat Dr. W. Brünn Vorschläge für die Gründung einer OrangenpflanzungsgeSeilschaft gemacht, Diese ist inzwischen unter dem Namen: „The Jaffa Plantations Ltd." gegründet worden, registriertes Kapital 20.000 Pfund, das in kurzem auf 40.000 Pfund gebracht werden wird. Die Gesellschaft hat 600 Dunam ausgezeichneten Pflanzungsboden, unmittelbar bei der Bahnstation Chedera, zu günstigem Preise erworben und ist unter Leitung von Dr. Brünn jetzt dazu übergegangen, das Bepflanzen der ersten 100 Dunam mit jungen Orangenbäumen vorzunehmen. Bei den jetzt albgeschlossenen Vorbereitungsarbeiten waren in den letzten Monaten 55 jüdische Arbeiter täglich beschäftigt. Adresse der Gesellschaft: Dr. Nawratzki, Berlin W 30, Heilbronnerstraße 14, Wasserversorgung für Siedlergruppen. In weiterer Fortsetzung seiner Wasserversorgungsarbeit, hat der K'KL. jetzt beschlossen, in den drei kooperativen Siedlergruppen bei Petach-Tikwah, Rechowoth und Um el Dschune bei Daganiah am Jordan, Wasseranlagen zu errichten. Zwecks Verringerung der auf den KKL entfallenden Kosten, wurde mit den Ansiedlern eine Vereinbarung getroffen, wonach diese durch Gratisbeistellung von Arbeit an den Gesiamtkosten mittragen, — In Kfar Jehoschuah wurden 3 Brunnen am Kischon gegraben und genügend Wasser gefunden. Die Arbeiten der Pica in Unter-Galiläa. Die schwere Lage der Siedler in diesen Kolonien bewog die Leitung, verschiedene Arbeiten ausführen zu lassen, und zwar: Straße von Jabnieli—Kinereth (von uns schon wiederholt gemeldet. — Die Red.) und die Bewässerung in Kinereth. Diese* wichtige Verbesserung wird jeden Siedler befähigen. 30 Dunam seines Bodens zu irnigieren und mit Gemüse zu bebauen. fDie Kolonie Kinereth der Rica ist nicht identisch mit der benachbarten Farm des KH gleichen Namens. — Die Red.) Ferner: Bewässerung in Mizpah; durch die Ausdehnung derselben können die Kolonisten jetzt die in der 2 km entfernten Niederlassung Kirj'ath Samuel benötigten Gemüse ziehen. Sodann Bodenameliorierung in Sedjera: Von dem mageren Boden wurden 1200 Dunam durch Traktoren tiefgepflügt und den Kolonisten Summen zur Verbesserung des Inventars und Ankauf von Vieh vorgestreckt. Außerdem wird die Pica 2000 Pfund zur Ausbesserung der Erdlbebenschäden in den Kolonien Kfar Tabor, Jabniel und Machnadm aufwenden. Ansiedlung von Talmudstudenten. Von besonderem Interesse für die Wirkung der neuen Ideen in Palästina ist es, daß soeben 40 Studenten der Jerusalemer Jeschiba von Oberrabbiner Kuk eine Genossenschaft zur Lamdbebauiung gründeten. Ober., rabbiner Kuk versprach seine Hilfe für die Kolonisierung. Die Heuschreckengefahr in Palästina. Die ,,Ziko" meldet am 23. Februar: Nachdem vor 14 Tagen infolge eines günstigen Windes die Palästina drohende Gefahr der Heuschreckenplage abgewendet worden war, haben sich erneut Heuschreckenschwärme in Transjordanien, und zwar bei Kir Moab gezeigt. Die transijordanische Regierung hat eine Reihe von Leuten nach Jerusalem entsandt, um dort die Methoden zur Bekämpfung der Heuschrecken zu erlernen. Sie erhielten von der Palästina-Regierung feuerspeiende Maschinen, die bei der Bekämpfung der Heuschrecken gute Dienste leisten. Die jetzt in Palästina herrschenden Regen und Kälte erleichtern bedeutend

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