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Palästina · 1928-03-01 · Heft 3-4 (März 1928) · p. Seite 183

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 3-4 (März 1928)
Article
Die Siedlungen des Keren Hajessod : neue Fortschritte [Nachricht]
Date
1928-03-01
Page
Seite 183 (sequence 2)
Language
German
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183 Der K. K. L. besitzt Boden in Kubebe bei Ness Ziona. Es besteht der Plan, dort mit Hilfe des Keren Hajessod 'bulgarische Juden und Yemeniten anzusiedeln. Ein Teil des Bodens soll für die Versuchsstation des Keren Hajessod und für eine Mädchengruppe bestimmt werden, Die Hälfte dieses Bodens ist für Orangenbau; die andere, Hälfte für Getreidebau geeignet. An Bauten in den Siedlungen sind 5687 vom Keren Hajessod aufgeführt worden; 188 Häuser mit 546 Zimmern, 122 Ställe für 1015 Stück Großvieh. 78 Hühnerställe und Bruträume, 6 Vorratskammern und 10 verschiedene landwirtschaftliche Bauten, Die Kosten eines Stalles (34 m2, 10 cm dicke Betonwände), sind von 1925 um 30 Prozent gesenkt worden (Pfund äg. 80.— gegen 112.—}; die eines Wohnhauses in Moschaw, 34 m2, von 184.— auf 160.—, eines Kwuizahhauses, 132 m2, vom 558.— auf 450.— Pfund äg. Ungünstiger ist die Lage in den im Frühjahr vorigen Jahres neu begründeten Siedlungen. Sie erhalten in diesem Jahr aus Keren-Hajessod-Mitteln Pfund 7300.;—, die sie in den Stand setzen werden, sich zu erhalten, ohne aber ihre Wirtschaft beträchtlich erweitern zu können. Dennoch wird es ihnen möglich sein, 80 bis 90 Prozent der ihnen zugewiesenen Bodenfläche zu pflügen und zu besäen, sodaß auch sie nächstes Jahr weniger auf die direkte Hilfe des Keren Hajessod angewiesen sein werden. Das gleiche gilt von der Kolonie der Chassidim und des Hapoel Hamisrachi, denen in diesem Jahre Pfund 5220.— aus Keren Hajessod-MitteLn zugewiesen wurden. Pfund 2000.— wurden in diesem Jahre für die Mittelstandskolonisation bestimmt, vor allem für Magdiel und die Bne-Benijamin-Siedler in Herzliah, Zu Anfang des Jahres bestanden Befürchtungen, daß unsere Landwirtschaft in diesem Jahre unter der Trockenheit zu leiden haben würde. Die zu Ende Dezember und Anfang Jänner einsetzenden Regen (siehe unter „Meteorologische Beobachtungen", Auch im Februar gingen reiche Regenfälle nieder. Die Red.), haben die Aussichten für die diesjährige Ernte verbessert. Im allgemeinen ist ein erfreulicher Fortschritt in einem Teil der Keren Hajessod - Siedlungen zu verzeichnen. Die Landwirte haben begonnen, ein stärkeres Interesse für die Geflügelzucht zu zeigen, die beträchtliche Gewinne abzuwerfen verspricht. In einem Teil der Siedlungen sind moderne Geflügelzüchtereien mit Brutanstalten angelegt worden. Die Instruktions^ abteilung des Landwirtschaftlichen Departements hat eine Mustergeflügelzucht von 400 Hühnern einheimischer Rasse in Gewa im Emek eingerichtet die in 10 Monaten einen Reingewinn von Pfund 56.— ergab. Ein einheimisches Huhn, das gewöhnlich 60 bis 80 Eier Jährlich legt, hat dort in elf Monaten 135 Eier gelegt. Ein ähnlicher Fortschritt ist auch in den Molkereien zu verzeichnen. Dies ist der besseren Unterkunft und Ernährung der :Kühe und ihrer Kreuzung mit holländischen Zuchtstieren zu danken. In den bewährten Siedlungen ist es bereits möglich, die Kühe nur mit Grünfutter zu nähren und so eine Verbilligung der Kosten der Milch und der Milchprodukte herbeizuführen. (Es handelt sich,. wie von anderer Seite gemeldet wird, hauptsächlich um Klee, dessen Anbau ständig vergrößert wird. Daneben bürgert sich das Füttern mit Mais bis zu 40 Prozent immer mehr ein. - Die Red.) Auf dem Gebiete der Pflanzungen bestehen günstige Aussichten im Bananenbau in den Siedlungen des Jordantales. Die übrigen Pflanzungen wurden in diesem Jahre nicht erweitert, da es ratsam erscheint, erst die» Ergebnisse der verschiedenen Versuche abzuwarten. Es sind in den Keren; Hajessod-Siedlunigen 3480 Dunam mit 708.760 Weinstöcken bepflanzt, die im laufenden Jahre 260 Tonnen und im im vierten Jahre 1815 Tonnen ergeben werden. Für den Absatz dieser Tafeltrauben muß ein ausländischer Markt geschaffen werden. Der Anbau von Gemüse hat fast ausschließlich in den iKeren Haiesisod-Siedlungen des Jordantales gute Früchte, im besonderen bei Blumenkohl, gebracht; aber auch hier bereitet die Absatzfrage Schwierigkeiten. Eine Ausdehnung des Gemüsebaues in Dagania und Kinereth wird von der dort aus Keren Hajessod-Mitteln angelegten Bewässerung erwartet. Die Pumpstationen werden aus dem elektrischen Strom der nahegelegenen Rutheniberg - Kraftzentrale bedient werden. fWie Josef Baraz, Leiter von Daganiah A mitteilt, hat diese Siedlung im' Jahre 1927 512 Pfund [das sind 31 Piaster per Kopf und Tag], Daganiah B 310 Pfund Tdas sind 30 Piaster per Kopf und Tag] Ueberschüsse erzielt. [1 Piaster — 21 Pfennig.] Die Gemüsezucht, die wenig Kapital braucht und viel Arbeiter, spielte dabei eine große Rolle. Die Red.) Untersuchung übet Orangen. Der Bericht der van der Regierung einige setzten Fruchtkommission ist eben erschienen. Neben Vorschlägen in bezug auf Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten, Ersatz des Oscher durch eine Grundsteuer, Marktuntersuchung, Transportspesensenkung durch Lastautos, Handelsvertragsverbesserungen, Errichtung von zentralen Distriktspaokhäuisern, Senkung der Zölle für Verpackungsmaterialien, Bau von Vorratsmalgazinen in den Häfen usw., enthält der Bericht auch 12*

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