Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1928)
- Article
- Die ersten 10 Monate 1927 [Nachricht]
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 179 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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179 Auf die einzelnen Monate des Jahres 1927 verteilen sich Import u. Export wie folgt: Import Export Import Export Jänner......Pf. 474.583 Pf. 225.749 Juni....... Pf. 473.527 Pf. 87,922 Februar ..... w 436.675 „ 242.324 Juli...... „ 548.175 „ 124.833 März......„ 638.206 „ 237.556 August ..... „ 595.8Ö6 „ 92.991 April......„ 478.502 „ 168.144 September. . . . „ 411.122 99.488 Mai.......„ 491.613 „ 85.558 Oktober..... „ 557.816 ,/ 174.082 Okiober 1927. (Die Ziffern siehe oben.) Der Importrückgang gegen 1926 betrifft hauptsächlich: Getreide, Fette, Baumaterialien, Baumwolle, Konfektionswaren, Brennstoffe und Vieh. An der Zunahme des Exports sind hauptsächlich beteiligt: Getreide, Orangen, deren Auisfuhr dieses Jahr früher als voriges Jahr eingesetzt hat, und Waschseife, Unter den Ausfuhrposten figuriert zum ersten Male Marmelade, «die im Oktober in einer Menge von 42 Tonnen für 3124 äg. Pf. nach Deutschland ausgeführt wurde. Die hauptsächlichsten Posten im Export nehmen ein: Sesam, Durrah, Waschseife, Gerste und Wolle. November 1927 (ohne Münzen und Geld, alles in palästinensischen Pfund): Import. . . 594.147 Vorjahr:. . . 561.152 Export. . . 1(69.104 „ . . . 130.204 Defizit . . . 435.093 „ ... 430.948 Die prozentuelle Aenderung war gegen das Vorjahr: Einfuhrerhöhung 6 Prozent, Ausfuhrerhöhung 30 Prozent. Dezember 1927 (ohne Münzen und Geld, in palästinensischen Pfund): Import.... 583.182 Vorjahr .... 530.610 Export.... 155.426 „ . . . . 176.931 Defizit.... 427.756 „ .... 353.679 Einfuhrerhöhung 10 Prozent, Ausfuhrverminderung 123^ Prozent, letztere hauptsächlich verursacht durch den Minderexpqrt von Gerste und Orangen. Aufhebung des italienischen Durchfuhrverbotes für Früchte* Diese erfolgte unlängst nach monatelangen1 Bemühungen der Palästina-Regierung und der Zionistischen Exekutive. Sendungen für Deutschland gehen jetzt über Fiunne. Der Handelsvertrag mit Syrien. Auf einer Besprechung mit palästinensischen Industriellen erklärte der Leiter des Zoll- und Handelsdepartements der Palästina-Regierung, Stead, daß das Handels- und Zollabkommen zwischen Palästina und Syrien eine neute Fassung erhalten habe, die sowohl der Regierung, als auch den Industriellen genehm sein dürfte. Binnen kurzem soll das Abkommen in seiner neuen Formulierung zum Abschluß gelangen. (Siehe über den Vertrag den Artikel von E. Davis dn Nr. 10/11, 1927. Ueber Intervention Weizmanns wurde sein Inkrafttreten aufgeschoben, unsere Mitteilung in Nr. 12/1927, S;. 601.) Wie verlautet, handelt es sich jetzt darum, daß der ursprünglich beabsichtigte Satz von 75% für das in den zollfrei zu behandelnden Waren enthaltene inländische Rohmaterial auf 25% ermäßigt werden soll, doch wendet sich auch dagegen der Industriellenverband und verlangt Aufrecht erhaltunlg der Zollfreiheit. Er kündigt die Unterbreitung eines Kompromißvorschlages an. Der gesteigerte Export nach Syrien, Wie die „Ziko'' meldet, weist der amtliche französische Bericht über das syrische Mandatsgebiet bei der Besprechung des Handels Syriens, während des 3. Quartals auf das sprunghafte Ansteigen der Lieferungen Palästinas hin, die von 1.6 Millionen Piaster im ersten auf 5,3 Millionen im zweiten und 8 Millionen Piaster im dritten Vierteljahr emporschnellten. Die Steigerung hat ihre Ursache darin, daß die palästinensischen Produkte in Syrien Zollfreiheit genießen, ebenso wie die syrischen in Palästina, und daher der hohe Wertzoll von 25% auf die Waren aller anderen Länder wie ein Schutzzoll zu ihren Gunsten wirkt. Der amtliche französische Bericht hebt die nach wie vor anhaltend starke syrische Einfuhr von HaifarZement hervor, der sich einer dauernden Bevorzugung vor anderen Marken erfreue und besonders in Damaskus fortgesetzt lebhaft gesucht werde. Deutscher Zement, der lange Zeit in Palästina eine so führende Rolle spielte, und auch heute noch nicht ganz vom dortigen Markte verdrängt wurde, konnte in Syrien nur in ganz geringen Quantitäten abgesetzt werden, weil der Preis ein zu hoher war. Die Zementpreise in Beirut im 3. Quartal waren (in türkischen Goldpiastern): Haifaer Zement 260—270, italienischer 270—-275, belgischer 275—280, französischer 290—300 und deutscher 300—310. Die Marktberichte weisen ferner darauf hin. daß im 3. Quartal 1927 zum ersten Male eine Lieferung Konfitüren seitens einer Tel-Aviver Fabrik erfolgte und leicht abgesetzt wurde.