Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Article
- Die Eröffnung der Schulen [Nachricht]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 95 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 1× ep/1046078
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95 Exekutive stehen, geöffnet worden sind. Die Verhandlungen mit den einzelnen Gemeinden über die Sicherstellung ihres Anteiles an der Erhaltung der Schulen erbrachten das Resultat, daß sämtliche Schulen wieder in Tätigkeit treten können, ohne daß die Exekutive genötigt ist, die vom XV. Kongreß für Erziehungszwecke bewilligte Sümme von 53.000 Pfund Sterling zu überschreiten. Dank des Beitrages Baron Edmond de Rothschilds von 5000 Pfund Sterling für die diesjährige Erziehungsarbeit ergab sich keine Notwendigkeit zu starken Reduktionen des Schulwerkes. Von den 140 Lehrern, die entlassen worden waren, wird aller Wahrscheinlichkeit nach über die Hälfte wieder engagiert werden. Auch in Tel Awiw wurden die Schulen nunmehr eröffnet, nachdem eine Einigung wegen der Beitragsleistung der Stadtgemeinde erzielt worden ist. Das neue Budget des Schulwerkes, Dieses setzt sich nach den neuen Beschlüssen aus folgenden Beiträgen zusammen: Zionistische Exekutive 53.000, Palästina-Regierung 19.300, Beiträge der Städte und Kolonien einschließlich der 10.000 Pf. Sterl. Tel Awiws 23.095, Baron Rothschild 4000, Lehrervereinigung 2120 und Misrachi 2000, Wie die Lehrervereinigung mitteilt, steht die Höhe der Beteiligung der Lehrer noch nicht fest. Den genauen Betrag werde man erst nach Erledigung der Frage der entlassenen Lehrer mitteilen können. — Als Nachfolger von Dr. Lurie wurde Dr. Berkson zum Leiter des Erziehungswesens bestellt. Ausgrabungen. Funde der Universitätsexpedition« Herr Sukenik, der im Auftrag der hebräischen Universität zu Jerusalem bei den Ausgrabungen der alten Synagogen in Galiläa tätig ist, hat in einer der alten Synagogen bei Safed einen Tragebalkenstein entdeckt, in dem die Zeichen der Planetenscheibe eingraviert sind. Der Stein stammt aus der Epoche des zweiten Jahrhunderts nach der Zerstörung des zweiten Tempels. In den Ruinen einer anderen Synagoge neben dem Beth-Netufa-Tal, unweit von Sedjera, hat Sukenik eine hebräische Inschrift gefunden, die augenscheinlich aus dem fünften Jahrhundert stammt. Die Inschrift enthält zahlreiche Angaben über Philanthropen, die geholfen haben, die Synagoge zu erbauen. Nach den Namen ist anzunehmen, daß sie zu Priesterfamilien gehörten, die sich nach Zerstörung des Tempels gemäß der Brajta über die 24 Mischmaroth und den Pijutim des Elieser Hakalir in jener Gegend befanden. Prä-israelitische Funde. Die von der Pennsylvania-Universität unter Leitung des Archäologen Alan Row in der Umgebung von Beth-Schan durchgeführten Grabungen fördern immer mehr historisch äußerst interessante und wertvolle Funde zutage. Vor kurzem erst wurde ein Altar aus Ziegeln und sehr viel Schmuck und Zierat aus Gold und Edelsteinen aufgedeckt. Besonderes Interesse erwecken die gefundenen heidnischen Embleme und Kunstgegenstände jener Völkerschaften, von denen Palästina in der prä-israelitischen Zeit hewohnt war. Eine ganze Anzahl von Astartestatuen und anderen Hausgöttern der heidnischen Völker jener Zeit wurde ausgegraben und dem Universitätsmuseum der Pennsylvania-Universität in Philadelphia übersandt. Sanität. Der Bericht der Regierung. Soeben erschien der Bericht des Departement of Health für 1926. Die darin enthaltenen Ziffern über die Bevölkerungsbewegung bringen wir an anderer Stelle. Ueber die Gesundheitsverhältnisse wird folgendes mitgeteilt: 1926 gab es in Palästina 10.407 Fälle von ansteckenden Krankheiten mit 1164 Todesfällen gegenüber 11.705 mit 1578 Todesfällen im Jahre 1925. Dysenteriefälle wurden 1731 verzeichnet mit 37 Todesfällen. Diese Krankheit war besonders verbreitet in Tel Awiw, Tiberias und den jüdischen Siedlungen im Jaffakreis. 91 Prozent der Fälle betrafen Juden. (Bei den Arabern dürften wohl die meisten Dysenteriefälle kaum zur Kenntnis der Behörden gelangt sein, wodurch sich diese für die Juden so ungünstigen Zahlen wohl erklären lassen.) Fälle von Bauchtyphus zählte man 1926 1402 (HO Todesfälle). Der Bericht weist besonders auf die vom Waad Habriuth der Zionistischen Exekutive, der Hadassah und der Kupath Cholim gewährte Hilfe beim Kampfe gegen diese Krankheit hin. "An Flecktyphus erkrankten 86 Personen (1 Todesfall). Der Charakter dieser Krankheit ist in Palästina ein besonders leichter, sodaß während fünf Jahren bei insgesamt 241 Fällen nur vier Todesfälle zu verzeichnen waren. An Keuchhusten waren 644 Fälle (12 Todesfälle) gegen 902 (32 Todesfälle) im Jahre 1925 zu verzeichnen. An Schwindsucht wurden 1926 543 Fälle registriert mit 236 Todesfällen gegen 570 mit 216 Todesfällen im. Jahre 1925. Die Zahlen über die Verbreitung dieser Krankheit sind ungenau, denn bei der Annahme, daß auf je 10 Krankheitsfälle ein Todesfall vorzukommen pflegt, hätte die Zahl der Erkrankungen gegen 2360 betragen müssen. Die Zahl der Todesfälle an Tuberkulose hat überall zugenommen. Die Sterblichkeit an Tuberkulose betrug 1920 in England 1:12, in Amerika 9 Prozent und in