Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Article
- Ruthenbergwerk [Nachricht]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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91 Die Jaffa-Electric-Cy zahlt in diesem Jahre 8% auf Vorzugsaktien und 6% auf gewöhnliche Aktien. Die Bautätigkeit 1924/26. Nach Mitteilungen der Regierung wurden folgende Summen in Bauten investiert: 1924 ägypt. Pf. 875.000 1925 „ 2,007.000 1926 „ 1,113.000 3,995.000 Hievon sind aber weder die Bauten in landwirtschaftlichen Siedlungen noch die öffentlichen Arbeiten enthalten. Ueber erstere liegen keine Zahlen vor, die öffentlichen Arbeiten der Stadtgemeinden und der Regierung werden wie folgt geschätzt: Städte Regierung in ägypt. Pfund 1924 93.000 61.000 1925 94.000 99.000 1926 218.000 160.000 405.000 320.000 Insgesamt wurden also, ohne die zahlreichen Bauten in den Kolonien, 4.7 Millionen Pfund investiert. Von besonderem Interesse ist der Anteil Tel Awiws. Die Bausummen betrugen dort 1924: 408,400, 1925: 1,436.000, 1926: 270.000, d. s. von den oben angeführten Gesamtziffern rund 47% (1924), 70% (1925), 25% (1926). Der absolute Rückgang ist noch größer, von 1.4 auf 0.27 Millionen Pfund, das ist unter ein Fünftel! Von der Gesamtsumme der Baukapitalien entfiel in jedem Jahr der überwiegende Anteil auf die Städte, in denen die Juden stark vertreten sind, Jerusalem, Tel Awiw, Jaffa, Haifa, Tiberias, so z. B, im Jahre 1926: 90%. Dasselbe gilt von den öffentlichen Arbeiten der Städte, 1926 wiesen auf: Jerusalem 76.600, Tel Awiw 75.200, Jaffa 27.Ü0O, Haifa 13.000, zusammen 191.800 Pf. von insgesamt 218.000 Pf. Das Nadelfach in Tel Awiw. Obwohl die Juden in der ganzen Welt im Nadelfach führend sind, ist es ihnen in Palästina nicht gelungen, auf diesem Gebiete herrschend zu werden. Noch im Jahre 1926 wurden nach Palästina für 40.000 äg. Pfd. Konfektionswaren aus Syrien, Italien, Frankreich, Amerika und England eingeführt. Allmählich beginnt es aber der lokalen Produktion zu gelingen, die ausländischen Waren zu verdrängen. So erreichte der Import an Konfektionswaren im Jahre 1927 nur mehr 25X00 äg. Pfd. Auch die neuen Zollsätze sind geeignet, die lokale Produktion zu fördern. So wurde der Einfuhrzoll für Leinen um 8% ermäßigt, während der Zoll für Fertigwaren gleichzeitig um 3% erhöht wurde. Die lokale Produktion hat somit die besten Aussichten, sowohl den Innenmarkt als auch den der benachbarten Länder zu erobern. So waren z. B, bei der Firma Lipmann früher nur vier Maschinen und elf Arbeiter tätig, 1927 aber bereits 18 Maschinen und 27 Arbeiter. Elektrische Antriebskraft ist nur bei Lipmann und der Arbeiterkooperative Atid eingeführt. Der Lohn beträgt für Arbeiterinnen 1 bis 1.20 äg. Pfd. pro Woche, bei einem achtstündigen Arbeitstag, und für Bügler 2.50 bis 3 äg. Pfd. Handel und Konsum. Die Handelslage in Haifa, Wie das »Commercial Bulletin« mitteilt, hat sich infolge umfangreicher Getreide-Exporte, einer infolge der Schäden des Erdbebens größeren Nachfrage nach Baumaterialien, sowie eines bedeutenden Rückganges der Arbeitslosenziffer die allgemeine Handelslage Haifas im Monat September gebessert. Auch der zahlreiche Besuch der in Haifa stattgefundenen Landwirtschaftlichen Ausstellung trug zur Belebung des Marktes bei. Der Zerealienmarkt. Die Exportsaison befand sich im September in vollem Gange. Alle Anzeichen deuten darauf, daß die für den Export zur Verfügung stehenden Quantitäten von Zerealien in diesem Jahre die Exportziffern des vorigen Jahres bei weitem übersteigen werden. Die Sesamernte dieses Jahres wird die größte seit 30 Jähren sein. Die Zerealienpreise schwanken leicht und weisen eine etwas fallende Tendenz auf. Kerosin und Petroleum fielen von 19 auf 13 Piaster resp. von 57 auf 48. Die Getreidepreise betrugen: