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Palästina · 1928-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1928) · p. Seite 89

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1928)
Article
Fortschritte der Kolonisation in Palästina : Übernahme des Haifa-Bey-Komplexes (Djidro) durch den amerikanischen Palestine Development Council? [Nachricht]
Date
1928-01-01
Page
Seite 89 (sequence 2)
Language
German
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89 eine Ausbuchtung der Ufer des Kischon bei seiner Mündung geplant sein, um dort «inen großen Handelshafen anzulegen. Laut Mitteilungen anderer Zeitungen sollen die für diesen Zweck bestimmten 5 Millionen Dollar tatsächlich bereits sicher sein. (Die endgültige Durchführung dieser Transaktion dürfte die Schwierigkeiten der American Zion Commonwealth beheben und dadurch4 auch eine große Erleichterung für den United Palestine Appeal, und somit indirekt auch für den Keren Hajessod bedeuten, jedoch sind die Verhandlungen bisher noch zu keinem Abschluß gelangt und können noch im letzten Moment scheitern. Die Redaktion.) Darlehen der Regierang für neue Orangenpflanzungen. Die palästinensische Regierung will zur Hebung der Landwirtschaft und Einschränkung der Arbeitslosigkeit Darlehen an jene Kolonisten geben, die neben ihren bereits bestehenden Orangenplantagen noch zu bebauende Böden haben, auf denen sie mit Hilfe dieser Darlehen weitere Orangengärten anlegen wollen. Diese Darlehen werden für fünf Jahre, d. i. bis zur Fruchttragung der neuen Anlagen gewährt werden. Bedingung der Regierung hierbei ist, daß ausschließlich jüdische Arbeitslose beschäftigt werden und daß die Darlehen ausschließlich für Löhne verwandt werden. Bauten und Inventar müßten die Kolonisten aus eigenen Mitteln stellen. Wie verlautet, soll als erste die Kolonie Rischonle-Zion von der Regierung zu diesem Zwecke 35.000 äg. Pfd. erhalten. Differenzen bestehen noch bezüglich der Höhe der Verzinsung, da die Regierung 1% verlangt, während die Kolonisten nur 6% zu geben gewillt sind. Weitere Kredite sollen Magdiel wie auch eine Reihe alter und neuer Kolonien erhalten. (Die Perfektionierung dieser Angelegenheit wird wohl nicht so nahe bevorstehen. — Die Red.) Gesetz über Kontrolle ausgeführter Früchte. Die Orangen haben (siehe Rubrik Außenhandel) in England heuer sehr niedrige Preise erzielt. Unser Mitarbeiter Dr. Hans Kohn, Jerusalem, schreibt darüber: Der Grund liegt zum Teil darin, daß bei der Verpackung, Sortierung und Versendung der Orangen von Palästina nach England nicht die genügende Sorgfalt angewendet wird und daß die Orangen auf dem Markt in England nicht nur in schlechtem Zustand ankommen, sondern daß auch viel minderwertige Ware beigepackt ist. Diese hat den Ruf der palästinensischen Orange gefährdet und da sie dadurch gegenüber der sorgfältig verpackten und ausgewählten südafrikanischen Orange konkurrenzunfähig wird, sollten sich die palästinensischen Pflanzer veranlaßt sehen, den Verkauf und Export der Orangen fachmännisch zu organisieren und für den guten Ruf der Jaffa-Orange Vorsorge zu tragen. Da die Orange den wichtigsten Exportartikel Palästinas darstellt, hat die Regierung unlängst ein Gesetz erlassen, daß sie die für den Export bestimmten Orangen und andere Früchte einer Kontrolle unterwirft. Es wurden aus England Fachleute berufen, die in den nächsten Monaten palästinensische Beamte heranbilden sollen, die alle auszuführenden Früchte begutachten und nur dann den Export gestatten werden, wenn sie über Qualität und Verpackung der Ware ein Zeugnis ausgestellt haben. (Siehe auch Rundschau: Wirtschaft.) Die Arbeiten des KKL am Kischon. Der erste Teil der Entwässerungsarbeiten im Gebiet des Kischonflusses, die vom Jüdischen Nationalfonds zwecks Beseitigung der Malariagefahr durchgeführt werden, sind bereits vollendet. Das Bett des Kischonflusses ist in einer Länge von 15 Meilen abgeleitet worden. Das Wasserniveau ist jetzt wesentlich tiefer; Hunderte von Arbeitern sind bei dem Werk beschäftigt. (Wir haben über diese Arbeiten wiederholt berichtet, zuletzt in Nr. 10/11, Seite 551.) Irrigation im NahalaL Die Zionistische Palästina-Exekutive führt gegenwärtig Irrigationsarbeiten auf den Böden der Nahalal-Siedler durch; das Wasser wird aus einer Quelle gepumpt, und außerdem wurde eine Zisterne mit einer Kapazität von 450 Kubikmeter gebaut, Durch diese Anlage wird jede Familie über einen irrigierten Acre Bodens für intensive Kultivierung verfügen können. Die Kosten werden 4000 äg. Pfd. betragen, die der Keren Hajessod zur Verfügung stellt. Städte. Jaffa. Hafen. Wie »Col. Symes« mitteilte, wird die Verbesserung desselben in 4 Etappen durchgeführt, von denen bereits die zweite erreicht ist. Die Mittel der Anleihe erlauben die Fortführung bis zum Ende, Tel Awiw. Tätigkeit des Joint« Das American Joint Distribution Committee hat beschlossen, seine Hilfstätigkeit in Tel Awiw wieder aufzunehmen. Zunächst soll mit der Bereitstellung von Nahrungsmitteln für notleidende Kinder begonnen werden.

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