Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Article
- Neues Postamt [Nachricht]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 1)
- Language
- German
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87 Neues Postamt, In Ein Charod wurde ein neues Postamt errichtet, * Verband der Hotelbesitzer« Die Hotelbesitzer in Palästina, die Mitglieder des Klubs zur Förderung der Touristik in Palästina sind, haben sich zu einem Verband zusammengeschlossen, um mit gemeinsamer Kraft im palästinensischen Hotelwesen eine Reihe von Verbesserungen einzuführen. Autotaxi in Tel Awiw, In Tel Awiw wurden jetzt Autotaxameter eingeführt. Der Fahrpreis beträgt 25 Müs (0.50 Mk) pro Kilometer. Die Zeitfahrt kostet pro Stunde 120 Müs (2.40 Mk.). Wanderung. Oktober 1927. Einwanderung 310 Personen (davon 189 Juden, 112 Christen, 9 Mohammedaner), Auswanderung 653 (darunter 386 Juden). Die Impiung der Einwanderer. Die Zionistische Palästina-Exekutive hat mit der palästinensischen Regierung Verhandlungen über die Befreiung verschiedener Kategorien von Immigranten von der zwangsweisen Impfung bei der Ankunft gepflogen. Als Ergebnis dieser Verhandlungen wurde vom Gesundheitsamte der palästinensischen Regierung angeordnet, daß Personen, die in der Lage sind, durch ein Impf Zeugnis nachzuweise n, daß sie bereits einmal im Verlauf einiger Jahre geimpft wurden, von der Impfung bei ihrer Ankunft im Lande befreit sind. Reisende der L und 2. Klasse sind berechtigt, sich von Privatärzten impfen zu lassen. Landwirtschaft und Kolonisation. Fortschritte der Kolonisation in Palästina. Der KKH berichtet darüber:' Die bestehenden Siedlungen haben in großem Maße von den Arbeiten profitiert, die Ende 5687 zwecks Beschäftigung von Arbeitslosen durchgeführt wurden. In den bestehenden Siedlungen wurden Arbeiten für eine Gesamtsumme von 47.Q00 äg, Pfd. aus Keren Hajessöd-Mitteln ausgeführt. Es handelte sich meistens um Errichtung von Gebäuden in dem größten Teil der Siedlungen, die Durchführung der Irrigation in Nahalal, einen Teil der Irrigation in Jadjur und in der chassidischen Siedlung; Diese Arbeiten haben teilweise die schweren Probleme gelöst, die vor der Landwirtschaftlichen Abteilung standen im Zusammenhang mit der Errichtung von festen Gebäuden für die bestehenden Siedlungen und in bezug auf die Sicherung der Ausbeutung der Wasserreichtümer, die für die Intensivierung der Wirtschaftszweige der Siedlungen und die Erhöhung von deren Erträge auszunutzen bisher zum Teil keine Möglichkeit bestand. Diese Arbeiten haben selbstverständlich die Stimmung in den Siedlungen gehoben, obgleich die allgemeine Lage in den meisten Siedlungen schwer blieb, da die Einnahmequellen nicht in einem Tempo gewachsen sind, das für die endgültige Konsolidierung der Siedlungen erforderlich ist. Dank der guten Getreideernte im vorigen Jahre, die infolge der verschiedenen Verbesserungen erzielt wurde, die die Siedlungen mit Hilfe der Instruktionsabteilung bei der Art der Bearbeitung, bei der Düngung, bei der Umsetzung der Saat vorgenommen haben, und dank der weiteren Summen für Ernährung, die ein Teil der Siedlungen von dem Landwirtschaftlichen Departement für das Jahr 5688 aus Keren Hajessod-Mitteln erhalten wird, ist jedoch zu hoffen, daß die meisten Siedlungen trotz dieser schweren Lage mit einer gewissen Anstrengung ihrerseits dieses Jahr ohne Mangel und ohne die Gefahr einer wirtschaftlichen Katastrophe werden überwinden können. Die Milchwirtschaft wurde im letzten Jahre in den bestehenden Siedlungen nicht erweitert, und zwar infolge der Rinderpest, die es verunmöglicht hat, Rassekühe aus dem Ausland und hauptsächlich aus den benachbarten Ländern zu importieren. Die Molkereien wurden nur durch den natürlichen Zuwachs erweitert. Außerdem haben die meisten Siedlungen während dieser Zeit die für die Kühe erforderlichen Gebäude errichtet, so daß das Gedränge in den Ställen aufgehört hat und man die Kühe nicht mehr in provisorischen Ställen halten muß. Dies hat zweifellos auch zu einer gewissen Hebung des Ertrages geführt. Dagegen ist bei den anderen Wirtschaftszweigen, wie Geflügel-, Gemüse- und Bienenzucht wie auch Getreidebau, ein bemerkenswerter Fortschritt zu verzeichnen, Ende 5686 zählten unsere Siedlungen 3116 Stück Großvieh, davon 2241 Stück Rassevieh, ferner 1155 Stück Kleinvieh, Im April 1927 zählte man Großvieh in unseren