Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 11 (1928)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1928)
- Article
- Die offiziellen Ziffern : September 1927 [Nachricht]
- Date
- 1928-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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86 Baumaterialien, Kleider, Automobile, Brennstoffe usw. und die Steigerung des Exports hauptsächlich. Mais, Linsen, Sesam, Weizen, Gerste, Erbsen und Chilwe, ferner Olivenöl,, Sonnenblumenöl, Tabak, Leder, Zigaretten, Teppiche und Socken, Die höchste Exportziffer dieses Monats weist der Mais auf. Aus dem Export der Industrieprodukte ist die Ausfuhr von Zement nach Aegypten zu erwähnen (bis jetzt wurde Zement nur nach Syrien und Zypern exportiert), von Mehl nach Syrien, Sockeii nach Aegypten» Sonnenblumenöl nach Syrien und künstlichen Zähnen nach der Tschechoslowakei. III, Quartal Irisgesamt zeigt das 3« Quartal. (Juli—September) folgendes Bild (ohne Transit und Reexport): ./ 1927 1926 Einfuhr (ohne Münzen und Geld).......1,337.564 1,531.894 Einfuhr (mit Münzen und Geld)...... 1,585.103 1,535,349 Ausfuhr (ohne Münzen und Geld)..... 317.205 221.358 Ausfuhr (mit Münzen und Geld) ...... 317.312 224.853 Die Passivität der Handelsbilanz im 3. Quartal 1927 ist (gegenüber 1926) von 1,310.536 auf 1,020.359, also um 30% gefallen, hauptsächlich dank der bedeutenden Mehrausfuhr von landwirtschaftlichen Produkten und Zement und des Rückganges von Bau-, Betriebs- und Gebrauchsartikeln. Am Import sind beteiligt Aegypten mit 31%, Syrien mit 15%, England mit 13%, Deutschland mit 9% und Frankreich mit 6%. (Beim ägyptischen Import handelt es sich zum Teil um englische Waren.) Beim Export entfallen auf Aegypten 40%, Syrien 27%, Frankreich 12%, Algier 6% und England nur 3%, da während der Sommermonate der Orangenexport, für den in erster Reihe England in Betracht kommt, vollständig ruht. Der Verkehr der Häfen. Von dem gesamten Warenverkehr im Außenhandel gingen über 1925 1926 1925 1926 Jaffa Import 55.0% 52.7% Export 62.0% 63.8% Haifa „ 26.0% 30.7% „ 14.8% 19.8% Der Export von Orangen. Der Ertrag der diesjährigen Orangenernte in Palästina, die nur .eine mittelmäßige ist, dürfte um 25 bis 30% geringer als im vergangenen Jahre sein. Die Pieise für die Palästina-Orangen sind auf den englischen Märkten in der letzten Woche wieder auf 11 bis 13 sh gesunken. Laut dem »Alif Bah« wurden in dieser Saison nach den englischen Häfen 280.000 Kisten verschifft, außer den Sendungen durch Port Said nach den Häfen Englands, Dänemarks und Hollands. Neben den englischen Märkten wurden dieses Jahr für die Palästina-Orangen neue Märkte erschlossen. Dies verlangt eine geordnete Verschiffung, nachdem die letzten Uebereilungen und die Konkurrenz der Händler ein Fallen der Preise bewirkt haben. Nach Deutschland werden die Palästina-Orangen über Fiume versandt. Die Preise in Deutschland sind befriedigend. RM 18.— bis 20.— pro Kiste. Auch in Rumänien und Holland sind die Begünstigungen günstig. — Die Preise in England sind wegen der ungenügenden Sortierung etc. niedrig. Die Regierung will darin Abhilfe schaffen. (Siehe unter Rundschau »Wirtschaft« sowie unter »Nachrichten und Daten«.) Tabakzoll in Aegypten. Wir haben schon in Nr. 12, S. 603, von der Ermäßigung desselben für palästinensischen Tabak berichtet. Der Einfuhrzoll wurde von 100 Piaster per Kilogramm auf 80 herabgesetzt, so wie für den griechischen und den türkischen. In Palästina zahlt ägyptischer Tabak nur 65 Piaster. Verkehr. Die Linie Beirut—Haifa. Die syrische Regierung beschloß, mit dem Bau ihrer Teilstrecke bis zur Grenze in Ras Nakura sofort zu beginnen. Der Knotenpunkt der Bahnen. Das Projekt, diesen von Ludd nach Tel Awiw zu verlegen, wurde, wie verlautet, gegenwärtig von der Regierung mangels von Mitteln zur Ausführung vorläufig aufgegeben. Direktes Kabel. Ein solches wird von Haifa über Cypern nach London gelegt werden. Die Palästina-Schiffsflagge. Alle Dampfer, die den Verkehr zwischen England und Palästina vermitteln, werden, nach der Weisung der britischen Admiralität, die britische rote Flagge mit der Aufschrift »Palästina« führen. Touristen. Im September kamen 4354 Touristen und 2995 Zurückkehrende ins Land, im Oktober 3316 Touristen und 2495 Rückwanderer.