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Palästina · 1928-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1928) · p. Seite 75

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Journal
Palästina
Volume
11 (1928)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1928)
Article
Die Bevölkerungsbewegung
Date
1928-01-01
Page
Seite 75 (sequence 2)
Language
German
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75 Der natürliche Zuwachs nach Bevölkerungsgruppen pro 1000: Christen Moslim Juden andere Total 1924 23.6 25.6 25.7 19.7 25.3 1925 18.4 23.5 18.1 26.8 22 1926 22.1 31.6 23.9 20 29 Dieser natürliche Zuwachs resultiert aus den folgenden Ziffern: Geburtenzahl und Mortalitäten der Bevölkerungsgruppen: Christen Moslim Juden andere 1924 Geburten 40.4 55.5 38.3 39.0 Todesfälle 16.8 29.9 12.6 19.3 Infantile Todesfälle 151.9 199.0 105.7 146;ö 1925 Geburten 37.2 54.7 33.2 59.3 Todesfälle 18.8 31.2 15.1 32.5 Infantile Todesfälle 162.4 20O.5 131.3 124.2 1926 Geburten 40.0 60.2 36.0 55.0 Todesfälle 17.9 28.5 12.1 34.9 Infantile Todesfälle 158.0 172.5 108.1 170.9 Es erhellt daraus, um wieviel niedriger die Kindersterblichkeit bei den Juden ist, im Vergleich mit den anderen Gruppen, die auch der Hauptgrund für die allgemein niedrigere Sterblichkeitsrate der Juden ist. Von Interesse ist, daß die Kindersterblichkeit auch der anderen Gruppen der Bevölkerung dort stark gefallen ist, wo Kinderhilfszentren bestehen, in Jerusalem um 30%, in Haifa um 10%, in Ramalah sogar um 40%. Bevölkerungszahl einiger Städte. In den drei Städten, welche die meisten Juden aufweisen, wurde die Einwohnerschaft und die natürliche Bewegung wie folgt geschätzt: per J0Q0 Moslem Christen Juden Andere Total Geburten Todesfälle Jerusalem1) 14.500 15.500 44.000 n.festg. 740.000 34*4 15.7 Tel Awiw2) — — 40.000 — 40.000 29.8 14.7 Haifa3) 11.506 9.567 12.479 221 33.773 50.0 20.4 In obigen drei Städten gab es nach dieser Schätzung der Regierung am 31. Juli 1926 rund 96.500 Juden, das sind fast genau zwei Drittel der damaligen jüdischen Bevölkerung. ' Im allgemeinen ist der Index der natürlichen Vermehrung für die Juden nicht günstig. Im Jahre 1926 war die Geburtenrate, die von 1924 auf 1925 stark gefallen war (wahrscheinlich rein statistisch wegen der starken Einwanderung unverheirateter Leute), noch nicht auf die Höhe von 1924 gestiegen. An und für sich blieb sie mit 36% unter jener der Christen (40%) und weit unter jener der Moslim (60.2%), Nur die geringere Zahl der Todesfälle vermochte, daß die Unterschiede beim Nettozuwachs nicht so kraß blieben. Aber mit der Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im Lande werden sich auch bei den anderen Gruppen die Todesfallraten senken (namentlich durch Verminderung der Kindersterblichkeit) und die Zuwachsraten dadurch steigern. Um die heutige Lage, die sich also noch zu Ungunsten der Juden verschieben muß, zu illustrieren, wollen wir auf Grund der für 1926 gegebenen obigen Ziffern den möglichen natürlichen Zuwachs der einzelnen Gruppen für ein Jahr berechnen. (Hiebei muß *) Schätzung und Erhebung des Department of Public Works und der Stadtgemeinde. 2) Schätzung und Erhebung der Stadtgemeinde und der zionistischen Exekutive. a) Schätzung und Erhebung der Stadtgemeinde und des Department of Health.

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