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Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 559

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
[Rezension] / T.
Date
1927-01-01
Page
Seite 559 (sequence 2)
Language
German
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559 Der zweite Teil enthält die essentiellen Gesetze aus der Zeit vor und nach der Okkupation durch die Engländer, sowie die entsprechenden Verordnungen im Wortlaut, und zwar in hebräischer Sprache. . Am Schlüsse des Buches fügt Verfasser alphabetisch die technischjuristische Nomenklatur bei. Die Erläuterung gibt er nicht an Ort und Stelle, sondern verweist auf die Seite der betreffenden Ausführungen im ersten, systematischen Teil seines Buches. Der Zw.eck des Buches ist die Darstellung des geltenden Rechtes und nicht der Gesetzgebung, wie wir sie wünschen. Der Autor meint mit Recht, daß der Vorschlag einer neuen Gesetzgebung zur Voraussetzung hat die (Kenntnis der in Geltung stehenden Gesetzgebung. Die Darstellung ist klar und sachlich, die hebräische Sprache lebendig. Die äußere Ausstattung des Buches ist zufriedenstellend. Dr. T. Construction and Industry, Journal of the Association of Engin eers and Architects in Palestine, englisch-hebräisch, Herausgeber Ing. Jos. Bravermann, Nr. 5-6. Diese Nummer ist speziell dem so wichtigen Wasserproblem gewidmet. Ing. Sitz schreibt über die Bewegung des (unterirdischen Wjassers, Dr. L. Picard über die Quellen und das Grundwasser im Tale Esdralon und der Küstenebene, Dr. Löwen gart ebenfalls über das Grundwasser in der Küstenebene, Ing. Koch über die Wasserversorgung von Jerusalem (welchen Artikel wir gekürzt in dieser Nummer abdrucken). Mr. Fraenkel Thau weist darauf hin, daß das Anlegen von Brunnen, wie es noch immer, in der jüdischen Kolonisation üblich ist, durch Handgraben viel zu kostspielig sei. Ein Brunnen von 125 Fuß Tiefe kostet bei dieser Methode .Dollar 5000 und dauert im besten Falle sechs Monate, indes eine Maschine dasselbe um Dollar 300 in zwei Tagen leistet. Ein transportabler Gasolinmotor zum Antrieb der Bohrmaschine kostet Dollar 15.000. Wenn die Brunnen billig hergestellt würden, so würde 'jeder Bauer einen solchen graben lassen. Als Antriebskraft zum Pumpen könnte man Windmotoren, Vieh, Elektrizität benützen. — Andere Artikel sprechen über Wegbau, Baumaterialien u. a. m. Von besonderem Werte ist die ständige Rubrik über die vom Ingenieurausschuß und dem Waad Halaschon (Sprachenrat) festgesetzte hebräische Terminologie in bezug auf technische Ausdrücke, die in deutsch, russisch, englisch und hebräisch gegeben werden. — Die Nr. 7-8 (Kongreßnummer) enthält nebst zahlreichen wissenschaftlichen Artikeln solche über Versuchswesen, technische Erziehung sowie Mitteilungen aus der Praxis. Die Hefte sind stets auch mit Abbildungen, Plänen und Skizzen versehen. Manche Originalaufsätze sind in französischer oder deutscher Sprache abgedruckt. Die Zeitschrift verdient weiteste Verbreitung unter den jüdischen Technikern in der Diaspora. Das Jahresabonnement für das Ausland beträgt Dollar 3. Erscheinungsort ist Tel-Awiw. Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereines, Band 50, Heft 2 und 3, Leipzig, J. C. Hinrichssche Buchhandlung. — Die beiden Hefte bringen wieder eine Fülle von interessanten wissenschaftlichen Artikeln. darunter den Schluß der Arbeit von S a c h s s e über palästinensische Musikinstrumente und eine vorläufige Mitteilung von Prof. Sellin über die Ausgrabung von Sichern mit Abbildungen und eine Studie von N o t h über das K r o n g u t d e r i s r a e 1 i t i s chen Könige und seine Verwaltung, worüber im Jahre 1910 gefundene Tonscherben mit Inschriften nähere Aufschlüsse gegeben haben. Diese stellen sich nach Noth als Begleitschreiben zur Ablieferung der Erträge der in königlicher Verwaltung befindlichen Krongüter dar (Wein und Oel). Der Bericht von Prof. Steuernagel über die Entwicklung Palästinas ist wiederum eine vorzügliche und streng objektive Zusammenfassung der auch unseren Lesern bekannten Tatsachen. Die Palästinapolizei wird mit 1600 Mann und 125 Offizieren angegeben, davon 18 Juden,

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