Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 10-11
- Article
- Mitgliederzahl [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 556 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2379786-2379858-2379865--05967-2385401- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
556 Kupath Cholim (Krankenkassa) der Arbeiterorganisation. Mitgliederzahl. 1926-27 zählte die Kassa 15.000 Mitglieder, mit Familienangehörigen 27.000 Personen. Krankenanstalten 50 in den Kolonien, 3 in den Städten, ein Spital in Ein Oharod, eines in Tiberias, 2 Heime in Hederah und Petach Tikwah, ein Sanatorium -in Mozza. ' Budget. 1926-27 waren die Ausgaben 24.976 äg. Pfund. Hievon wurden gedeckt durch Mitglieder und kooperative Wirtschaften 14.312 (57,3 Prozent), Zionistische Organisation 8955 (35,8 Prozent), private Arbeitgeber 637 (6,6 Prozent), Rest Verschiedenes (0,3 Prozent). Die Verwaltungsausgaben waren 14,5 Prozent, was gegenüber .europäischen Verhältnissen außerordentlich wenig ist. Verschiedene Nachrichten. Das Erdbeben. Die „Wiener Morgenzeitung" berichtete aais Jerusalem: In .jüdischen iKreisen erweckt es einen sehr peinlichen Eindruck, daß die Araber sich an der Hilfsaktion für die vom Erdbeben heimgesuchten Familien, obgleich die meisten der Betroffenen Araber sind und unter den Arabern sich sehr viele reiche Familien befinden, mit kaum nennenswerten Beträgen betteiligen; Die bisher bei der Sammelstelle der Regierung eingelaufenen Beträge im Ausmaße von etwa 16.000 äg. Pfd. wurden zu 85 Prozent von Juden des Landes und des Auslandes gespendet. Bezeichnend ist hiefür der Ausweis der Spendensammlung in Tiberias, wo 64,4 äg. Pfd. aufgebracht wurden, und zwar von der Stadtverwaltung 15 Pfd., von den Juden 23,6 Pfd., von den Christen 7,6 Pfd. und den Muselmanen 0,2 Pfd. Gerade in Tiberias gibt es eine ganze. Anzahl sehr reicher arabischer Effendis <und auch diese verhielten sich ablehnend. Die jüdische Presse Palästinas weist auf diesen Umstand hin mit der Hinzufügung, daß die Palästinaregierung bei der Verteilung der Gelder nicht die erforderliche Rücksicht auf den Ursprung der Beträge, so ganz besonders in Jerusalem, übe. „Dawar" weist darauf hin, daß der größte Sachschaden in der Altstadt von Jerusalem verursacht wurde und darunter fast ausschließlich Juden gelitten haben. Bis (jetzt wurden etwa 300 Häuser von der Baukommission als baufällig und unbewohnbar festgestellt und evakuiert. Ueberdies wurden weitere 700 Gebäude stark beschädigt, die einer gründlichen Reparatur bedürfen. In das zentrale Hilfskomitee der Regierung, das aus zwölf Mitgliedern besteht, wurden, bloß, zwei Juden genommen. Großfeuer in Haifa. In der Nacht zum 15. September brach in den Magazinen der Eisenbahnstation ein Feuer aus, dem Frachtgüter und Anlagen der Palästina- und iHedscha.sbahn im Werte von .25.000 Pfd. zum Opfer fielen. Beratung der Handelskammern. In Jerusalem fand Anfang September unter Vorsitz des Zivilsekretärs Colonel Symes eine Tagung der Delegierten der -Handelskammern des Landes statt. Vertreten waren die Handelskammern von Jerusalem, die jüdische und arabische Handelskammer in Jaffa und Haifa. Die -Regierung entsandte als Experten die Leiter des Finanzdepartements und der Abteilungen für Zoll, Eisenbahn und Rechtswesen. In den mit kurzer Unterbrechung den ganzen Tag währenden Beratungen wurde die Zollpolitik, insbesondere das Zollverhältnis zu Syrien, die Frage der Personen- und Frachttarife auf den Eisenbahnen, die Angelegenheit des Jaffaer Hafens und mehrere -andere wichtige handelspolitische Fragen behandelt. Die Delegierten der Handelskammer brachten dm Laufe der Diskussion die Wünsche der Kaufmannschaft vor und unterbreiteten ein gemeinsam ausgearbeitetes Memorandum wegen Errichtung einer Emissionsbank.