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Palästina · 1927-01-01 · Heft 10-11 · p. Seite 555

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 10-11
Article
Schulbudget [Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 555 (sequence 2)
Language
German
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555 nur Pfd. 78.000. ■ Dagegen. betrug der Beitrag des Jiscbuw 5679 bloß Pfd. 7000, im letzten Jahr Pfd. 63.000. In diesem Jahre baute sich das Budget wie folgt auf: äg. Pfd. Beitrag der Zionistischen Exekutive..... /S.OÖO Beitrag der Pica........... 6.210 Schulgelder und «Beiträge des Jischuw..... 63.159 Subventionen der Regierung...... . . 9.740 Verschiedene Einnahmen........ 1.275 158.384 Hievon wurden mehr als 50 Prozent für die Volksschulen und 12 Prozent für die Kindergärten ausgegeben. Wae bereits gemeldet, hat die Palästinaregienung die Subvention für das nächste Jahr auf zirka Pfd. 20.000 erhöht. Dagegen hat der XV. Kongreß in das Budget per 5688 den Beitrag der Zionistischen Exekutive auf Pfd. 53.000 herabgesetzt. Es ist fraglich, ob in dieser Zeit der Krise der dadurch entstehende (Fehlbetrag, durch Mehrleistung der jüdischen Bevölkerung wird gedeckt werden können, mußte doch Tel-Awiw allein sein Schulbudget heuer um zirka Pfd. 550O kürzen. Selbst wenn dies der Fall wäre, so wäre noch immer kein Spielraum für Ausdehnung, die um so notwendiger ist, als Hunderte von Kindern teils noch ohne regulären Schulunterricht sind, teils christliche Anstalten besuchen. Sanität. Die heißen Quellen von Tiberias. Eigentumsrechte. Lord Plumer erklärte, daßdie heißen Quellen nicht Gemeindeeigentum, sondern Staatseigentum seien. Um Platz für moderne iBauten und sanitäre Einrichtungen zu schaffen, hat der High Commissioner die Niederreißitng der jetzt bestehenden Gebäude angeordnet. Eine Entscheidung über die Vergebung einer Konzession zur Ausnutzung dieser Thermen nach modernen Gesichtspunkten der Therapie wird die Regierung demnächst treffen. D i e Quellen. Die gegenwärtigen Bauten an den Quellen von Tiberias wurden im Jahre 1833 zur Zeit der ägyptischen Okkupation von Ibrahim Pascha errichtet. 1890 hat die türkische Regierung einige Renovierungen vorgenommen, die aber lange nicht den Bedürfnissen entsprachen. Die Temperatur der Tdiberiasquellen beträgt 143 Grad Fahrenheit. Das Wiasser ist schwefel-, magnesium-, chlorid- und eisenhaltig und gleicht in vielfacher Hinsicht den Karlsbader Thermen. Es besitzt auch radioaktive Eigenschaften. (Bei chronischem Rheumatismus und verschiedenen Hautkrankheiten wurden überraschende Heilwirkungen erzielt. Die Heilkraft der Quellen war schon in der römischen Epoche bekannt. Schon Plinius lobte ihre wunderbare Wirkung. Auf den die Thermen umgebenden Höhen errichteten die Römer Villen und Tempel. Die Siedlung wurde durch die Akropolis des Berod es gekrönt. Hadassah. Die Spitäler. Die unter Leitung der Hadassah stehenden Spitäler sind die folgenden (die Zahlen bedeuten die Anzahl der Betten): Jerusalem (121), Tel-Awiw (130), Haifa (50), Safed (66), Tiberias (künftig 31). Im Jahre 1926 wurden in den Spitälern 10.041 Patienten behandelt. Polikliniken bestehen in allen oben genannten Städten. Aerztlicher Dienst am Lande. Hiefür bestehen 5 Distrikte. Im Jahre 1926 wurden 36.065 neue Patienten aus den Kolonien behandelt. Gesamtleistung 1926: Zahl der Patienten in den Spitälern 10.041, Besucher aui den Kliniken 602.485, Heimbesuche 37.498, Laboratoriumsuntersuchungen 102.167, Zahl der unter ärztlicher Aufsicht stehenden Schüler 22.619.

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