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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 456

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Einnahmen [Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 456 (sequence 2)
Language
German
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456 äg. Pfd. von 1902—1906 ......... 59.400 „ 1907—1911 . . . . 90.000 ,,'•1912-4916 .;. . - . . .. . . l'56.O00 „ 1922—1926 V . ..... , , 923.500 „ 1922—1926 . . . . . . . . . 923.000 In 25 Jahren . . . .. 1,758.900 Hievo,n ifcamen: Aus Europa äg. Pfd. 942.450, Nordamerika äg. Pfdv 479.470, aus Asien äg. Pfd. 112.840, der Rest aus sen übrigen Erdteiilen. I n v e s t Ii t i o n e in. Ilns.gesamt hat der K. K. L. in Palästina äg. Pfd. 1,117.495 investiert, davon 71,1 Prozent für Bodenjkauf, 5,9 Prozent für Ameliorationen, 10 Prozent für Pflanzungen. Eine Anleihe von 1 Million Dollar für den K. K. gelang dem Vorsitzenden des Direktoriums Ing. M. Ussischkin dn Kanada abzuschließen- Versicherungsabteilung. Diese weist bis Ende April 1927 eine Gesamtproduktion von rund 1,100.000 Pfund Sterling aus. Das Erdbeben. Wie die Tagesblätter und zionistischen Wochenblätter ausführlich berichtet haben, wurde Palästina am 11. Juli um 3 Uhr 5 Minuten von einem Erdbeben, in der Dauer von 5 Sekunden' heimgesucht. Nach den offiziellen Berichten wurden 196 Personen getötet, 356 schwer, 375 leicht verletzt, ausschließlich Araber. Die größten Verwüstungen wurden in den arabischen Städten iNablus, Lydda und iRamleh angerichtet. Auch in den Vororten Jerusalems und in anderen Städten sind leichte Schäden zu verzeichnen. In Transjordanien wurden 68 Personen getötet, 102 schwer verletzt,. Am 17. Juli um 10 Uhr 10 Minuten abends fand wieder ein Erdbeben statt, das aber keinen Schaden anrichtete. Von «jüdischen Gebäuden wurde vor allem jenes der Universität beschädigt, man schätzt den Schaden auf 10.000 Pfund, ferner wurden in Dagania A und in Kwuzah Markenhof mehrere Gebäude baufällig. In Tiberias sind 60 und in der Altstadt Jerusalem zirka 100 Häuser (von Juden) als unbewohnbar erklärt worden, sowie einige Synagogen eingestürzt. Von Juden sollen 150 Personen a'bdachlos sein, darunter die Samaritaner in Nablus, die sich an den Zionistenkongreß um Hilfe wenden. Merkwürdigerweise hatte das Erdbeben eine politische Wirkung. Zunächst haben die durchaus abergläubischen Araber die Tatsache, daß. kein einziger Jude verletzt wurde, als einen Fingerzeig Gottes angesehen und sich wegen ihrer antizionistischen Haltung bestraft gefühlt. Ferner machte das spontane Einsetzen der jüdischen Hilfe mit Lebensmitteln,. Arbeitskräften und Geld, bei völligem Versagen der eigenen Notabein unter den Arabern einen mächtigen Eindruck. Speziell der Umstand, daß. der jüdische Philanthrop Nathan Strauß, New York, sofort telegraphisch 5000 Pfund zur Verteilung ohne Unterschied der 'Kpnfession, gesandt hatte,, wurde den arabischen Führern gegenüber aufs höchste gelobt. Inzwischen sind viele andere Spenden aus jüdischer Quelle erfolgt. Die zionistische^ Exekutive hat ein Hilfskomitee für alle Betroffenen gebildet.

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