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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 454

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Hebräische Universität [Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 454 (sequence 2)
Language
German
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'454 In der philologisch-historischen Fakultät wurden nicht weniger bemerkenswerte Fortschritte erzielt. Im -Institut für »jüdische Studien ist der Forschungs- und Lehrbereich nach verschiedenen wichtigen Richtungen erweitert worden. Es wurde beschlossen, Lehrstühle für Bibelstudium, jüdische Geschichte und jüdische Philosophie zu errichten. Während des »vergangenen Jahres wurden neue Vorlesungen über •hebräische Dichtkunst des Mittelalters und — eine charakteristische Neuerung an einem Institut für jüdische Studien — über die Soziologie der Juden eingerichtet. Hiermit wurde Dr. Artur Ruppin betraut. Indem das Institut sich so mit der Gegenwart und der Zukunft beschäftigt, hat -es seine spezifischen Aufgaben für historische Forschung nicht vernachlässigt, wie dies aus der Ernennung eines Archäologen hervorgeht, der unter den gemeinsamen Auspizien der Universität und der Jüdischen Ausgrabungsgesellschaft tätig ist und bereits gute Arbeit im -Zusammenhang mit der Auffindung der sogenannten Dritten Mauer des alten Jerusalem .geleistet hat. Von den Professoren, Lektoren und Assistenten wurde im vergangenen Jahre auf dem Gebiete der jüdischen Studien wertvolle Arbeit geleistet, deren Ergebnisse im Bulletin des Institutes veröffentlicht wurden, das erst kürzlich herausgegeben wurde und den lebhaften Beifall der jüdischen Gelehrten der ganzen Welt gefunden hat. — Das Institut für orientalische Studien, das voriges Jahr ^eröffnet wurde und sich augenblicklich ausschließlich mit dem Studium der arabischen Literatur und islamitischen Kultur beschäftigt, hat ständige .Fortschritte gemacht. Das Institut hat zwei größere Arbeiten gemeinsamer Forschungsarbeit unternommen: die Vorbereitung einer Konkordanz klassischer arabischer Dichtkunst und die kritische Ausgabe einer großen historischen Sammlung von Büchern und Gesetzen. Die Durchführung dieser umfassenden Pläne wird einen großen Schritt vorwärts zur Befestigung der Stellung des Institutes in der Welt der orientalischen Wissenschaft bedeuten. Hebräische Universitäts- und Nationalbibliothek Jerusalem. Dem letzten Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen, daß in der Bibliothek in den Monaten September 1926" bis April 1927 16.851 Bücher in 22.066 Bänden katalogisiert wurden. Die Gesamtzahl der bis zu dem genannten Termin katalogisierten Bücher betrug 121.523 in 151.733 Bänden. Die Kosten der Schulen konnten relativ trotz der wachsenden allgemeinen Kosten im Laufe der Jahre bedeutend herabgesetzt werden. Die Kosten per Schüler waren: 1921-22 1926-27 ägyptische Pfund .... 6.213 4.491 .... 9.122 6,197 .... 14.500 5.153 .... 34.582 23.409 Ausgrabungen bei Tel-Awiw. Bei Ausgrabungen am Napoleonsberg In der Nähe von Tel-Awiw wurden Reste einer alten Stadtmauer und eines Tores sowie uralte Gefäße, die aus verschiedenen Perioden stammen, einige sogar aus der Zeit Abrahams, entdeckt. (Der Napoleonsberg wurde vor kurzem von J. L. Goldberg in Tel-Awiw zwecks archäologischer Forschung von der Regierung erworben. Seinen Namen hat der Berg aus dem Jahre 1799, da er den napoleonischen Truppen in Palästina als Feldlager diente.)

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