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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 450

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Offizieller Bericht über die Ernteaussichten Juli 1927 [Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 450 (sequence 2)
Language
German
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450 Mandeln. Im Distrikt Jaffa ist die Ernte besser als im Vorjahr* ausgenommen jene Pflanzungen, die während der Blütezeit vom Hagel heimgesucht wurden. * Gemüse. Infolge ausgezeichneter Ernte in allen Gebieten ist ein bedeutender Preissturz eingetreten. 2» Nördlicher Distrikt. W i n t e r s a-a t. Weizen und G e r s t e. Die Ernte ist überall beendet und wird bereits gedroschen. Die Qualität der Früchte ist gut. Hafer ist bereits gedroschen, in den Kolonien wurde ein bedeutender Ertrag erzielt. Hülsenfrüchte sind bereits fertig gedroschen, der Ertrag ist. in allen, bis auf Kersennah normal. Sommersaat. Dur r ah ist im nördlichen Gebiet im 'Reifen. Die Früchte sind: von bester Beschaffenheit und es ist ein ausgezeichneter Ertrag zu. erwarten. Mais. Die Beschaffenheit der Früchte ist dieselbe wie bei Durrah.. Sesam steht in Blüte, das Wachstum ist im allgemeinen gut, es wird eine ausgezeichnete Ernte erwartet, soweit die Felder nicht von: Dörrkrankheit heimgesucht wurden. 'In Tabak wurde nur ein kleines7 Terrain kultiviert, aber die Pflanzen haben sich unter außerordentlich günstigen Bedingungen entwickelt und dürften 70 bis 80 Kilogramm per Dunam liefern. Früchte. Wasser- und Zuckermelonen und Frühfeigen werden? zu außerordentlich niedrigem Preis gehandelt. •Oliven. Es wird eine normale Ernte angenommen. Einige Fälle von Verheerung durch die „Olivenfliege" wurden gemeldet. Weintrauben. Darin wird durchwegs ausgezeichnete Ernte erwartet. Frühe Sorten werden von den Kolonien im Emek auf den; Markt gebracht. Granatäpfel. Die Ernte wird sehr reich sein und dürfte bis, Ende Juli auf den Markt gebracht werden. G e m ü s e. Es bestehen große Vorräte zu niedrigen Preisen. Gründung einer Gesellschaft für Bananenkultur. Professor Dr. Otto- W a r b u r g, der frühere Präsident der Zionistischen Weltorganisation und jetzige Leiter der Landwirtschaftlichen Versuchsstation der Zionistischen Organisation in Tel-Awiw, veröffentlicht soeben den Prospekt zur Gründung einer Gesellschaft für die Kultur von Bananen in Palästina.. Die neue Gesellschaft, die den Namen „Palestine Banana Company Ltd.." führen und im Herbst d. J. gegründet werden soll, bezweckt, die Bananenkultur in Palästina in größerem Maße zu betreiben. Das Kapital der Gesellschaft soll zunächst Pfd. 5000 betragen; eine Vermehrung des« Kapitals ist für später in Aussicht genommen. Die erste Pflanzung soll im Frühjahr 1928 in Migdal am Tiberiassee angelegt werden. Die erste Ernte darf für das Jahr 1929 erwartet werden. Anteile der neuen Gesellschaft können zum Betrage von Pfund 50.— erworben werden. Jeder Anteil entspricht der Anpflanzung auf einem Dunam Boden. Als Endziel des Unternehmens bezeichnet der Prospekt, „für Palästina einder Orangemindestens . gleichwertiges Ausfuhrprodukt zu gewinnen, das zahlreichen* nur über beschränkte Mittel verfügenden Siedlern die Existenzmöglichkeit bietet und Tausenden von Mittellosen lohnende Arbeit gewährt." Interessenten wollen sich direkt mit Professor O. Warburg, Berlin W. 15* Uhlandstraße 175, in Verbindung setzen.

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