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Palästina · 1927-01-01 · Heft 8-9 · p. Seite 430

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 8-9
Article
Bericht des Departements für landwirtschaftliche Kolonisation bei der Zionistischen Palästina-Exekutive an den XV. Zionistenkongress
Date
1927-01-01
Page
Seite 430 (sequence 5)
Language
German
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-430 nur geringe Erwähnung finden. Die zur Ausnützung des natürlichen Wasserreichtums des Landes erforderlichen Geldmittel wurden nicht aufgebracht und die Wasserschätze im Jordantal und der Ebene Jesreel blieben fast völlig unausgnützt zur Verzweiflung der dem Wasser benachbarten "Siedlungen. Dabei sind Schritte zur Ausarbeitung der nötigen Pläne unternommen worden. Ein Bewässerungsplan für die beiden Siedlungen QDaganja und'Kinereth wurde ausgearbeitet, ferner für den Moschaw Nahalal ein Plan der Irrigation mit den Wässern, die durch die Austrocknungder dortigen Sümpfe gewonnen wurden. In Kürze wird auch der Plan der Bewässerung des Nuris-Blocks mit den Wassern von En- Charod beendet sein. VI. Neukolonisation. A) Die Ansiedlung im Jahre 5686. Der XIV. Kongreß bewilligte für das Jahr 5686 engl. Pfund 68.000, und zwar für die Ansiedlung Bemittelter, einschließlich Sefardim, engl. Pfund 40.000, für den Versuch nach dem Plan Dr. Soskins engl. Pfund 16.000 und für Arbeiteransiedlung engl. jPfund 12.000. Aber der vom. Kongreß genehmigte Plan gelangte im -vorigen Jahre größtenteils nicht zur Ausführung. Man war daher -gezwungen, das Budget zu kürzen, und sah sich vor die Entscheidung gestellt, was vorangehen solle: Konsolidierung des Bestehenden oder Neu-;kolonisation. Der Standpunkt des /Kolonisations-Departements war, daß •die Konsolidierung des Begonnenen eine Vorbedingung für die Neuansiedlung sei, und daher, wurde im Jahre 5686 de facto das Budget für . Neukolonisation in der/Ebene Jesreel annulliert. Aber nicht die gesamte >Neuansiedlung wurde aufgegeben. Unter (den Ansiedlungskandidaten waren Elemente aus dem Mittelstand, die mit •dem Strom der vierten Alijah gekommen waren, ihre Mittel in der Landwirtschaft investiert und ohne Kredithilfe keine Möglichkeit des .Fortbestehens hatten. Außerdem fand sich auch eine gewisse Anzahl von Kolonistensöhnen, mit denen während einer langen Zeit Verhandlungen über Kredithilfe geführt wurden, die ihnen ermöglichen sollte, eine eigene Writschaft in ihrem Wohnorte aufzumachen und sie vom Wegzug aus der Kolonie zu bewahren. Diese beiden Faktoren wurden richtig gewertet, und trotz der Einschränkung im Budget für das Jahr 5686 begann das 'Kolonisations-Departement mit Ansiedlungsarbeiten in den Kolonien . Magdiel und Bne Brak; es kam den chassidischen Siedlungen Nachlath Jaakob und ♦ Awodath Jisrael zu Hilfe, schloß Anleiheverträge mit den . Kolonistensöhnen in Ness Zionah und Rechoboth ab, und kam .endlich den sefardischen Siedlern in Beer Jaakob zu Hilfe. B) Die Ansiedlung im Jahre 5687. Die Frage der Neukolonisation und der Durchführung des vom XIV. Kongreß genehmigten Planes stand von neuem auf der Tagesordnung der Sitzung des Aktionskomitees in London im Sommer 1926. Einerseits lagen 50.000 Dunam im Emek schon im dritten Jahre brach und unbearbeitet da und harrten der bebauenden Hand. In derselben Zeit wuchs die Zahl der Siedlungsanwärter. Andererseits wurde die finanzielle Lage immer gespannter, und im Zusammenhang mit den Anforderungen der 'Krise wuchsen die Besorgnisse, ob der Keren Hajessod stark genug sein würde, um die Mittel sowohl für die Konsolidierung des Bestehenden als auch für den Beginn neuer Arbeiten zu beschaffen. Das Aktionskomitee entschied sich für die Neukölonisation. Der Siedlungsplan, der von der Exekutive genehmigt wurde, umfaßt den östlichen Kischonblock, der sich südöstlich von Nahalal bis zum Kischon im Gebiet der Dörfer Tel Schamam, Gwata, Knefes und Warakani erstreckt. Südlich vom Kischon erstreckt sich ein Streifen von .4 km Länge nach .dem Gebirge Ephraim, Abu Schusche, die erste Brücke, die die Kischonböden und den .Emek mit dem Gebirge Ephraim verbindet. Die ganze Fläche (ohne Abu Schusche) umfaßt .36.500 Dunam. '

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