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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 343

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
[Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 343 (sequence 1)
Language
German
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343- Presse. Ha'chinuch. Der Verband der hebräischen Lehrer in Palästina hat die Publikation des „Hachinuch", einer zweimonatlichen Zeitschrift, unter der Redaktion von Dr. M. Glickson (Herausgeber des „Haarez") wieder aufgenommen. Die neueste Nummer enthält Artikel über Aehad Häam, die Pestalozzi-Jahrhundertfeier, die Jugendbewegung in den Schulen und verschiedene Notizen über Erziehungswesen. Die arabische Presse. Unser Mitarbeiter Dr. Hans Kohn, Jerusalem, schreibt darüber in der „Selbstwehr" (Prag): Es gibt in Palästina 19 arabische Zeitungen, unter denen auch eine arabische Zeitung „Arbeitereinheit", die wöchentlich von der Allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation herausgegeben wird. Von diesen 19 Zeitungen - erscheinen drei in Jerusalem, fünf in Jaffa, acht in Haifa, eine in Bethlehem, eine in Tulkerem (gedruckt in Jaffa) und eine in Akko. Es ist bemerkenswert, daß das Zentrum des arabischen intellektuellen Lebens in Haifa und Jaffa ist und nicht in Jerusalem und daß ein so 'bedeutendes Zentrum arabischen Lebens wie Nablus nicht eine einzige Zeitung aufweist. Während die jüdische Presse in Palästina drei Tageszeitungen herausgibt, befindet sich unter den arabischen Zeitungen keine, die täglich erscheint. Sie erscheinen einmal oder zweimal wöchentlich, obgleich manche die Aufschrift tragen: „Tageszeitung, vorerst zweimal wöchentlich erscheinend". Die Zirkulation der Zeitungen ist eine sehr geringe, die größte dürfte eine Abonnentenzahl von 1200 zählen. Es darf jedoch nicht vergessen werden, daß die großen ägyptisch-arabischen Tageszeitungen auch in Palästina verbreitet sind. Zum größten Teile sind die palästinensischen arabischen Zeitungen das Sprachrohr einer einflußreichen Familie oder einer christlichen Kirche oder Gruppe, die in der Hauptsache die Herausgabe der Zeitungen finanzieren. Manche arabische Zeitungen datieren schon vor dem Kriege. „EL Nafir" existiert bereits 24 Jahre, „El Carmel", die wie „El .Nafir" in (Haifa erscheint, 19 Jahre und „Fajestin" und „El Akbar", Jaffa, wurden beide vor 16 Jahren gegründet, aber alle unterbrachen während des Krieges ihr Erscheinen. Von soziologischem und politischem Interesse ist die Tatsache, daß, während vor einigen Jahren die Redakteure der arabischen Zeitungen in Palästina Christen waren, es jetzt auch Mohammedaner unter den Redakteuren gibt. Alle einflußreichen Zeitungen aber werden weiter von christlichen Arabern geleitet. Sanität. „Hadassah" und Kupath Cholim (Arbeiterkrankenkasse). Nach längeren Verhandlungen wurde vereinbart, daß die Mitglieder der Kupath Cholim in die Krankenhäuser der Hadassah laut den verschiedenen Kategorien und Tarifen der Hadassah aufgenommen werden. Die Kategorie wird laut Anweisung der Kupath Cholim bestimmt. Die Mitglieder der Kupath Cholim zahlen für sich die Taxe, aber die Kupath Cholim zahlt sie kollektiv laut monatlicher Abrechnung. Wo es einen Maximal- und Minimaltarif gibt, zahlen die Mitglieder der Kupath Cholim den Minimalpreis. Diese Abmachung gilt provisorisch bis zum 1. Oktober. Nach dem 1. Oktober zahlt die Kupath Cholim eine bestimmte Tagestaxe für jedes kranke, in die Spitäler der Hadassah aufgenommene Mitglied, ganz unabhängig davon, zu welcher Kategorie dieses Mitglied gehört (dies war eine der Hauptforderungen der Kupath Cholim, die dem kollektiven Charakter der Arbeiterkrankenkasse am besten entsprechen soll), außer für die Mitglieder, die laut dem Tarif der Hadassah von jeder Bezahlung befreit sind. Die Höbe dieser Bezahlung soll in den nächsten zwei Monaten

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