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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 342

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
[Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 342 (sequence 1)
Language
German
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342 Arbeiten der Pica. Zur Linderung der Arbeitslosigkeit wird die Pica Entwässerungsarbeiten in Ein Safra und den Bau eines Schienenweges in Shuni durchs führen lassen, wobei 75 Arbeiter Beschäftigung finden sollen.. Jüdische Arbeiter im Petach Tikwah. Laut Zählung der Histadruth befanden sich am 16. März, in Petach Tikwah 200Ö jüdische Arbeiter, davon 1500 organisiert. 35 Prozent waren Frauen. Außerdem gab. es 2000 arabische Arbeiter. Der Arbeitslohn bei Tagarbeit ist 17.5 Piaster (M. 3.50 oder sh. 6), aber die Mehrzahl, die nicht im Akkord arbeitet, verdient viel weniger, 11 bis 12 Piaster. Die Araber bekommen bei Tagarbeit 15 Piaster per Tag. Bei Akkordarbeit verdienen die Juden um 25 Prozent mehr als die Araber. Infolge der niedrigen Arbeitslöhne mußte das Arbeitsbureau der Histadruth Anleihen gewähren, die bisher Pfd. 1675 betrugen, wovon 300 -verloren sind, weil die betreffenden Arbeiter die Kolonien verlassen haben. Kampagne unter den Arbeitern Amerikas. Wie die „ITA4' aus New York vom 5. Mai meldete, schreitet die Kampagne der jüdischen Arbeiterschaft Amerikas zugunsten der organisierten jüdischen Arbeiter in Palästina erfolgreich vorwärts. In diesen Tagen wurden als erstes Ergebnis der diesjährigen Kampagne Dollar 25.000 an die Histadruth nach Palästina geschickt. Gezeichnet wurden bis jetzt für die Kampagne in 65 Städten Dollar 133.000. Die Arbeitslosigkeit. Laut Mitteilung des Arbeitsbureaus zählte man am 15. Mai in Tel-Awiw 3738 Arbeitslose, von denen 3020 Arbeitslosenunterstützung durch die „Histadruth" (Gewerkschaftsverband) erhielten und 320 in der produktiven Fürsorge beschäftigt waren. In Haifa zählte man am 28. Mai 1875 Arbeitslose. In Jerusalem waren am 15. Mai 1091 Arbeitslose registriert. In Afuleh sind 200, in Sisriah 100, -in Petach Tikwah 503, in Sichron Jaacob 75, in Rechowoth 200, in Nes-Ziona 175, in Nischönle-Zion 75, in Chedera 150 Arbeitslose. Im ganzen zählt man in den privaten Kolonien 1100 Arbeitslose. Kulturelles Leben. Universität. Stiftung Untermyer. Herr Samuel Untermyer aus New York hat während seines Aufenthaltes in Jerusalem die endgültigen Verabredungen für eine Stiftung von Dollar 100.000 für die Universität getroffen. Herr Untermyer hat bereits Dollar 20.000 für den Aufbau des Freilichttheaters der Universität zur Erinnerung an seine Frau Minnie Untermyer gestiftet; er hat die Pläne des Theaters besichtigt und es ist zu erwarten, daß in kurzer Zeit die endgültigen Pläne vorbereitet sein werden. Die hebräische Realschule von Haifa, gegründet 1913, gibt ihren Jahresbericht für 1926 heraus. Schüleranzahl 345 in elf Klassen (davon vier für Vorbereitung), das (Budget beträgt Pfd. 6000, wovon zwei Drittel aus Schulgeldern gedeckt werden. Im Jahre 1926 war die Zahl der Abiturienten 23. Das Internat zählt 41 Zöglinge. Das Museum für heimische Produkte, das vor zwei Jahren von der Gesellschaft „Mischar we Taaßjah" gegründet worden ist, hat — wie anläßlich einer jüngst stattgehabten Festyersammlung berichtet wurde — bisher 45.000 Besucher gehabt. Eine „Gesellschaft 4er Freunde des Museums*' will .es zu einem palästinensischen Museum ausbauen, für das die Stadt Tel-Awiw einen Bauplatz widmete. Kunstgewerbeschule Bezalel, 1906 von Boris Schate gegründet, feierte kürzlich unter derselben Direktion das 20jährige Jubiläum.

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