Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Tätigkeitsbericht der Kolonisationsabteilung der Zionistischen Exekutive in Palästina für die Zeit vom Oktober 1926 bis März 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 3)
- Language
- German
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335 für Pflanzungen wurde durch die Pflanzungssektion des Departements mit Unterstützung eines Komitees von Fachleuten (Pasqual, Müller und Grasowsky) ausgearbeitet. Es wurden in diesem Jahre von den »Baumschulen im Lande und des Auslandes 400.000 Weinstöcke bestellt für zirka 2000 Dunam. Aber auch das genügte nicht. In diesem Jahre wurde durch das Departement der Grund gelegt für eine (Baumschule für Weinstöcke, welche in «Zukunft die Bedürfnisse des Landes decken soll. Der Keren Kajemeth erwarb mit Hilfe des Herrn iPearce aus /Kanada eine Fläche von 500 Dunam bei Rechaboth, wohin in der nächsten Zukunft die Zentralbaumschule übersiedeln wird. Es wurden in den Siedlungen auch gegen 6000 verschiedene Obstbäume verteilt, Aepfeln, Birnen, Pflaumen u. dgl., größtenteils aus den örtlichen Pflanzungen und von der Zentralbaumschule des Departements gegenüber Talpioth. Diese Mutterbaumschule wurde heuer aus Jerusalem nach Kirjath Anawim übertragen. Die Bananen, hauptsächlich im Jordantale, haben die in sie gesetzen Hoffnungen nicht enttäuscht und die Siedlungen vergrößern immer mehr die .Pflanzungsflächen im Jordan- und Jesreeltal. Die Zitruspflanzen spielen in den K. H.¬ Siedlungen noch keine große Rolle, da die lokalen und Bodenqualitäten nicht genügend erforscht worden sind. Zwei Kommissionen besuchten diese Orte namens des Departements und kamen überein, daß diese Entwicklung wird langsam vor sich gehen müssen. Bewässerung. Auf diesem Gebiete ist keine große Entwicklung zu sehen, vor allem aus Mangel an Mitteln. Es wurden zwar durch das Departement Pläne wegen Bewässerung im Jordantale ausgearbeitet, ebenso für den Nurisblock und Nahalal und es werden Verhandlungen gepflogen mit Finanzinstituten wegen eines Darlehens. Bisher ohne Erfolg. Die Betriebe nützen zwar nach Möglichkeit das Wasser, das zu ihrer Verfügung steht, aus, aber in einem sehr geringen Maßstabe. In Judäa zeigt sich heuer die Wirkung des Departements auf diesem Gebiete. Wir sind mit einer Elektrizitätsgesellschaft übereingekommen;wegen einer teilweisen Beteiligung an einer Einordnung einer zentralen Bewässerung vom Jarkon nach Magdiel, Kefar Melal, Kfar Saba und Ramatajim. Es wurden in einer Anzahl von Kolonien Brunnen gegraben. Parallel mit der Bewässerung verschafft das Departement die nötigen Kredite für Zitrus- und Bananen,pflanzungen nach einem geordneten Plan und für die Entwicklung des Gemüse- und Futterbaues. Molkereiwesen. Die herrschende Rinderpest verlangsamte die Entwicklung dieses Zweiges in der letzten Zeit. Zu unserem Glück hat die Pest keine einzige unserer Siedlungen betroffen. Aber das Verbot der Einführung von Kühen aus Syrien sowie der Ueberführung derselben von Ort zu Ort nahm uns die Möglichkeit, die Zahl der Kühe in unseren Siedlungen zu vergrößern. Der Milchertrag in unseren Siedlungen wuchs im Laufe der Zeit. Die Rassen wurden verbessert, die Todes- und Abortusfälle wurden verringert und in einem großen Teil der Siedlungen schlössen die Molkereien im Jahre '5686 mit einem gewissen Reingewinn ab. Aber die Unmöglichkeit, die Zahl der Kühe zu vergrößern, hindert die Entwicklung. Es steht vor uns die Frage, welche Rasse wir in unseren Siedlungen einführen sollen. Getreide- und Futterbau. Wir kennen noch nicht die Summe der Flächen der Winterfrüchte, welche unsere Siedlungen vorzubereiten an der Lage waren. Jm Jahre 5686 haben die Siedlungen eine Fläche von 67.000 Dunam mit Getreide und Futterpflanzen gesät und in diesem Jahre kann man dieselbe Fläche er-