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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 326

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
[Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 326 (sequence 2)
Language
German
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326 die zweite Jahresversammlung der Vereinigung hebräischer Schriftsteller statt. Die Versammlung beschloß, die Gründung einer zentralen großen hebräischen (Monatsschrift vorzubereiten. Es wurde eine- Resolution gegen die Verfolgung des hebräischen Wortes in Rußland angenommen. — Die Jugendbibliothek „Kupath Sepher" hat ihr hundertstes Heft herausgebracht. — Die Regierung berief eine Konferenz arabischer Lehrer nach Jerusalem ein, die sich mit pädagogischen Fragen beschäftigte. Arbeiterbewegung. Von Dr. A. Tartakowe r, Lodz. 1. Die Arbeiterzählung. Die beiden Arbeiterzählungen, die durch die allgemeine Organisation der jüdischen Arbeiter Palästinas in den Jahren 1922 und 1926 durchgeführt worden sind, gehören zweifellos zu den bedeutendsten Erscheinungen in der Geschichte der palästinensischen Statistik, ©is <vor kurzem war es um diese Statistik sehr 'schlimm 'bestellt. Die türkische Regierung kümmerte sich sehr wenig um die Statistik überhaupt und man war zu jener Zeit bezüglich der bedeutendsten Erscheinungen auf dem Gebiet der Bevölkerungsbewegung fast nur auf Schätzungen angewiesen. Aber auob die gegenwärtige Mandatsregierung hat bisher nicht viel auf diesem Gebiet getan. So ist denn leicht die Bedeutung der verschiedensten, von privater Seite durchgeführten Zählungen izu verstehen, von denen die der Zionistischen Exekutive, sowie (der sich um sie gruppierenden Organisationen zweifellos die wichtigsten sind. In der Reihe dieser Zähllungen wiederum sind die der allgemeinen Arbeiterorganisation zweifellos als die dominierenden zu bezeichnen, und zwar sowohl deswegen, weil durch sie der größte Teil der produktiven, also von wirtschaftlichem und nationalem Standpunkt besonders interessierender Elemente erfaßt wurde, wie auch wegen des Umfangs der Zähllungen. Der bekannte statistische Grundsatz,' der für private Zählungen ganz besonders gilt, daß man nicht zu viel Fragen stellen dürfe, da die Antworten dann leicht ungenau ausfallen können,, konnte in diesem Falle außer acht gelassen werden. Das durch die Zählung erfaßte Element ist nämlich von ganz besonderer Eigenart. Es handelt sich einerseits um Leute, deren Bildungsniveau besonders hoch ist (über 40 Prozent der jüdischen Arbeiter in Palästina besitzen Mittelschulbildung, über 30 Prozent normale Volksschulbildung und 4,5 Prozent Hochschulbildung; Leute ohne jedwede Bildung machen im ganzen 2,3 Prozent aller Arbeiter aus), anderseits (was auch im Zusammenhang: mit dem Bildungsniveau steht) »ist auch die Organisierung der Arbeiterschaft besonders weit fortgeschritten (auf die Gesamtzahl der durch die Zählung im Jahre 1926 erfaßten 31.836 Arbeiter waren 22.538, also 70,5 Prozent Mitglieder der allgemeinen Gewerkschaft der jüdischen Arbeiter in Palästina) und beide Tatsachen bringen es mit sich, daß der durch die Zählungskommission ausgearbeitete Fragebogen sehr ausführlich ausfallen konnte und trotzdem zum überwiegenden Teil vollständig ausgefüllt wurde. Es wurden alle persönlichen Daten der 'Gezählten (Geburtsjahr und Ort, Familienverhältnisse, Stand und Bildung) erforscht, daneben wurde gefragt nach dem Arbeitsort, organisatorischer und parteiischer Zugehörigkeit, Arbeits- und Lebensform (ob Lohnarbeiter oder Mitglied einer selbständigen Arbeitergenossenschaft oder Kandidat •für eine solche), Beruf in der Galuth und in Palästina, Dauer des Aufenthalts im Lande, hebräischen Sprachkenntnissen, Arbeitsbedingungen und noch vielen anderen minder bedeutenden Einzelheiten. Die Ergebnisse der Zählung, durch die im allgemeinen 80 bis 90 Prozent der in Betracht kommenden Elemente '(die ganze Lohnarbeiterschaft im Lande, Mitglieder der selbständigen, der allgemeinen Arbeiterorganisation angeschlossenen landwirtschaftlichen und gewerblichen Produktivgenbssenschaften, alle

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