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Palästina · 1927-01-01 · Heft 6-7 · p. Seite 306

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 6-7
Article
Offizieller Bericht über die ökonomische und finanzielle Lage
Date
1927-01-01
Page
Seite 306 (sequence 2)
Language
German
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306 Metallische Minerale. Eisenerze, meist von geringer Qualität oder sehr beschränkter Menge, werden zusammen mit den Jurasteinen und oberen Senonschichen in vielen Teilen Palästinas und Transjordaniens gefunden. Es besteht keine Untersuchung oder Aufnahme und es bleibt der Zukunft vorbehalten, zu entscheiden, ob sie irgend einen kaufmännischen Wert besitzen. Es ist bekannt, daß die iG?e»biete der kristallinischen Gesteine aus der archäischen und paläozoischen Zeit in Transjordanien metallische Minerale führen, wie z. B. Kupfererz bei Fenan und in ihrer weiteren Erstreckung nach Arabien wurde dort Gold von den Alten gefunden. Es besteht daher die Möglichkeit, in dieser Region metallische Minerale zu finden. Petroleum und Erdgas. Die hauptsächlichsten Indikationen für Petroleum sind dort, wo cretacäisches oder eozänisches Gestein bedeckt ist mit Schichten späterer Zeitalter, wahrscheinlich des Miopliocän. Das Gebiet um das Tote /Meer, besonders das südliche Ende, ist dafür bekannt, daß es, soweit wir in der Geschichte zurückgehen können, eine Region von Bitumen und Oel war. Die Hauptindikationen* sind ölige Bitumen in Gestein, das aus dem nubischen, turonischen oder senonischen Alter stammt. Das Miopliocän enthält auch derlei Indikationen. Man erwartet, daß in naher Zukunft Untersuchungen durch Bohrungen in diesem Terrain vorgenommen werden, um die langerörterte Frage, ob Oel in nennenswerten Quantitäten in Südpalästina vorhanden ist, aufzuklären. Plan einer Umsatzsteuer des Ozer Hafischuw* Von Günther Stein, London. Der yOzer (Ozar) Hajischuw", das ist Fonds der Juden Palästinas, wurde gegründet, um im Lande selbst Mittel aufzubringen, mit denen überall, wo es nottut, helfend eingegriffen werden kann. Obzwar die Juden Palästinas in beträchtlichem Maße zu K. H. und K. K. L. beisteuern, ist jener Fonds nicht über die ersten Anfänge hinausgekommen. Der Verfasser, der nachstehend einen Vorschlag, macht, wie der Fonds zu Mitteln kommen könnte, ist Wirtschaftskorrespondent des „Berliner Tageblatt" und kürzlich durch einen sehr bemerkenswerten Vorschlag zur Organisierung eines Anleihebereitschaftsfonds unter den -K. H.¬ Zeichnern („Jüdische Rundschau" Nr. 11 vom 8. Februar 1927) hervorgetreten. — Die Red. Die Besteuerung von Umsätzen in Form eines Stempels hat vom volkswirtschaftlichen Standpunkte aus die folgenden prinzipiellen Vorteile: 1. Sie verursacht der Steuerbehörde geringere Unkosten als irgendeine andere Steuer; denn ihre Eintreibung erfolgt lediglich durch die Herstellung und den Verkauf von Steuermarken, die von dem Warenverkäufer auf die Rechnung, beziehungsweise die Ware oder ihre Verpackung geklebt werden.

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