Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 6-7
- Article
- Die Bevölkerung Palästinas
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 246 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
- Hebron 1× ep/1047559
- Safed 1× ep/1046078
- Tiberias 1× ep/1048138
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246 aj Bei den Juden: Zahl bei der Volkszählung vom 23. Oktober 1922 ... 83.794 4- Ueberschuß der Einwanderung über die Auswanderung 60.000 -f Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen_10.231 Insgesamt . . . 154.025 b) Bei den Nicht juden: Zahl bei der Volkszählung vom 23. Oktober 1922 ... 673 388 4- Ueberschuß bei den Geborenen über die Gestorbenen bei der seßhaften Bevölkerung....... 57.823 4- Schätzungsweiser Ueberschuß der Geborenen über die Gestorbenen bei den Beduinen ..... 6.000 Insgesamt . . . 737.211 Die Gesaantbevölkerung Palästinas würde hiernach Ende 1926 891.236 Seelen betragen und die 154.025 Juden 17,28 Prozent der Bevölkerung ausgemacht haben. Ueber die örtliche Verteilung der Juden und Nichtjuden in Palästina liegen seit der Volkszählung vom Oktober 1922 keine neueren Angaben vor. Für die Nichtjuden dürfte ijedoch die Verteilung heute im wesentlichen die gleiche sein wie 1922, wenn man den natürlichen Zuwachs hinzurechnet. Für die Juden hat sich durch die Einwanderung, die hauptsächlich den Städten Tel- Aviv, Haifa und Jerusalem zugute gekommen ist, die örtliche Verteilung seit 1922 wesentlich geändert. Auf Grund vieler Einzelangaben glaube ich die Verteilung der Juden wie folgt annähernd richtig zu schätzen: Jerusalem................ 48.000 Jaffa und Tel-Aviv............. 50.000 Vororte von Tel-Aviv........... 4.000 Haifa.................. 15.000 Tiberias................. 7.000 Safed.......• . ......... 3.000 Hebron................. 500 Sonstige Städte ,.................. 500 Landwirtschaftliche Niederlassungen..... 26.000 Insgesamt . . . , 154.000 Von allen Juden dürften 105.000 Aschkenasim, 20.000 Sefardim und 29.000 orientalische Juden sein. Durch den Zuzug von Juden aus der ganzen Welt bietet 'Palästina jetzt eine „Musterkarte" aller jüdischen Typen. Nirgends ist die Mannigfaltigkeit innerhalb des jüdischen Volkes auf kleinem Räume so konzentriert wie in Palästina und besonders in Jerusalem, wo man auf der Straße im Laufe weniger Minuten mehr als ein Dutzend verschiedene jüdische Typen an sich vorüberziehen sieht.' Für die jüdische Ethnologie und Anthropologie ist Palästina infolge dieser Mannigfaltigkeit der jüdischen Bewohner eine reiche Fundgrube, die leider bisher fast noch gar nicht wissenschaftlich ausgenutzt worden ist.