Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 4-5
- Article
- Die Stadtratswahlen in Jerusalem [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 224 (sequence 1)
- Language
- German
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224 Nachrichten und Daten. . Politik. Die Stadtratswahlen in Jerusalem. Am 10. April fanden die Stadtratswahlen in Jerusalem statt. Sie erbrachten einen Sieg der gemäßigten arabischen Richtung, die durch den Bürgermeister von Jerusalem, Ragheb Bey Nashashibi, repräsentiert wird» Die Nashashibi-Liste erhielt etwa 75 Prozent der Stimmen; es wurden ihr 6 Sitze im Stadtrat zuerkannt. Bürgermeister Ragheb Bey ist unter' den Gewählten. Die Liste der radikalen Nationalisten, die von der Familie Husseini geführt werden, konnte bloß 2 Sitze erringen, deren einer dem Sekretär der arabischen Exekutive, Jamal, zugefallen ist. Da sich die jüdischen Parteien zu einem Block zusammenschlössen, war für die jüdische Liste ein Wahlgang nicht notwendig. Es erscheinen als gewählt: Isaak Ben Zwi, einer der Führer der palästinensischen Arbeiterpartei, der Vizebürgermeister von Jerusalem Chajim Solomon, Isaak Eliashar und Elijah Shamaa. Der letzte ist ein Sepharde und repräsentiert auch die Agudas Jisroel. (Siehe auch Rundschau: „Politik".) Forderungen an die Regierung. Ein" Memorandum, das Colonel Kish kürzlich dem High Commissioner vorlegte, zählt die Vorschläge der Zionistischen Exekutive auf. Außer den von uns unter der Rubrik „Arbeit" mitgeteilten und teils schon bewilligten handelt es sich um Forderungen auf Ueberlassung von Staatsländereien, Steuererleichterungen an neue Ansiedler, Beteiligung der Regierung am jüdischen Sanitätswerk u. a. m. Die Einbürgerungen in Tel-Awiw. Vom Nissan 5686 bis Adar II 5687 haben sich in Tel-Awiw durch Vermittlung des dortigen Einwanderungsbureaus 3909 Familien einbürgern lassen. Konsulate. Zum Generalkonsul für Polen wurde Titus Zbyszewski ernannt. Der neue österreichische Konsul ist Legationsrat Walter Haas (nicht Hans, wie infolge eines Druckfehlers in Nr. 3, S. 135 gemeldet,) Oeffentüche Verwaltung. Finanzen. In Nr. 2 von „Palestine and Near East" vergleicht Herr Heinrich Margulies das Regierungsbudget der ersten sieben Monate der Finanzjahre 1926 und 1925 (1. April bis 31. Oktober). Er kommt zu folgenden Ergebnissen: Sieben Monate alles in ägyptischen Pfund Einkommen 1926 1925 1926 Prozent (abzüglich biititsche Subsidien für die Garnison) . . . 1,270.310 1,481 279 Abnahme 210.969 14,64 Ausgaben (abzüglich solche aus britischen Subsidien bestritten) 1057.132 990.071 Zunahme 67.061 6.77 Ueberschuß . .... 213.178 491.208 Abnahme 278.030 56,82 Abzüglich öffentliche Schuld und Zinsen _ 19.129 83.596 Abnahme 64.467 77 10 Verbleibender Ueberschuß 194.049 407.612 Abnahme 213.563 52,04 Aus diesen Ziffern folgert der Autor, daß die Finanzen Palästinas mit der jüdischen Einwanderung steigen und fallen. Die Abnahme