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Palästina · 1927-01-01 · Heft 4-5 · p. Seite 185

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Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 4-5
Article
Der Bericht der Oscherkommission
Date
1927-01-01
Page
Seite 185 (sequence 2)
Language
German
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185 wie man einen Teil der zu schätzenden Ernte verbergen kann..Bei einer fixen Taxe ist-dasalles nicht möglich. Die Dorfbevölkerung hat -sich an den Gedanken gewöhnt, daß die Regierung selbst es mit der Steuer nicht so streng nimmt, denn sie wurde offiziell um 20 Prozent (von 12,5;auf 10) ermäßigt und .inoffiziell wird sie nicht mit allzu großer Strenge eingetrieben. Die gegenwärtigen Ernten und die Zehntsehätzung. ' Ein großer Teil der Fläche, und. ein großer Teil der Ernte kommen nicht zum Vorschein, wie an Hand folgender offizieller Ziffern gezeigt werden kann. Wenn wir annehmen, daß ein Dunam 60 Kilogramm Weizen oder 60 Kilogramm Gerste Ertrag gibt, (nach den Mitteilungen des Ackerbaudepartements; wir selbst schätzen ihn auf 80 Kilogramm), Bohnen 70 Kilogramm (wir schätzen 60 Kilogramm), Durrha 30 Kilogramm, Sesam 20 Kilogramm, verschiedene Hülsenfrüchte^ Linsen usw.' 35 Kilogramm, Trauben 510 Kilogramm, Oliven 275 Kilogramm (davon Oel 14 bis 15 Prozent), Orangen 100 Kisten, iper Kiste zu Steuer zwecken zu 20 Piaster geschätzt; wenn wir ferner die von der Regierung .1922 bis 1925 (4 Jahre) geschätzten Durchschnittspreise in Anschlag bringen, in Milliemes (gleich ein Zehntel Piaster oder ein Tausendstel ägypt. Pfund) per Kilogramm: Weizen 9,9, Gerste 7,3, Linsen 8,8 Kersennah und Erbsen 8,7, Bohnen 8,5, Durrha 7,3, Sesam ,21,3, Wassermelonen (zirka 1000 Kilogramm per Dunam) 2,5, Melonen (500 Kilogramm per Dunam) 8, Tafeeltrauben 9,6, Weintrauben 4,3, Oliven 11,3, Olivenöl 5,5, so folgt aus den Summen, welcher der Zehnte ergeben hat daß im ganzen (die detaillierte Berechnung des Autors haben wir hier fortgelassen. — Anm. der Red.) 3,718.530 bis 4,000.000 Dunam bebaut werden, indessen alle Aufnahmen und Statistiken die kultivierte Fläche Palästinas mit 6,105.000 Dunam angeben. Dies bedeutet, daß, 34 bis 39 Prozent der Flächen nicht fatiert werden. Das Volk glaubt, daß der Oscher schließlich abgeschafft werden wird, aber statt dessen soll er beibehalten und in eine fixe Taxe verwandelt werden. Aber angenommen, daß die Regierung für eine Abschaffung oder beträchtliche Ermäßigung des Oschers nicht vorbereitet war, so lagen noch andere Möglichkeiten vor, als die Mittel, welche die Kommission vorschlägt. Ein Vorschlag. Die Werko, welche neben dem Oscher erhoben wird, bringt äg. Pfd. 150.000 pro Jahr ein. Da sie nicht so hart auf dem Bauern lastet, würde es weiser gewesen sein, wenigstens mit der Zeit diese Taxe für landwirtschaftlichen Boden zu verdoppeln. Wenn in Palästina zirka 6 Millionen Dunam bebaut werden, würde die verdoppelte Steuer mit 300.000 Pfund Ertrag oder 5 Piaster per Dunam einbringen und der Bauer, der 100 Dunam besitzt, würde eine Taxe von Pfd. 5 pro Jahr bezahlen. Da der Oscher Pfd. 230.000

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