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Palästina · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 144

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1927-01-01
Page
Seite 144 (sequence 2)
Language
German
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144 findet sich ein Artikel über „Die Verwischung des Kreditb e gr i f fsinPalästin a". Esseinichtric h t i g, d a ß P a 1 ä s t i n a an Kreditmangel leide. .Richtig sei aber, daß in P a 1 ästinaKreditinvölligunges c h ä ftlicherWeise verlangt und gegeben werde, daß ein großer Teil der in Palästina kursierenden Wechsel nicht diskontfähig seien. In Palästina gründe man Banken, nicht weil man Geld habe, sondern weil man Geld brauche. Wie in der Privatwirtschaft, so herrschten auch bei den nationalen Institutionen dieselben Kreditbegriffe, man brauche nur daran zu denken, wie der Keren Hajessod von seinen Erbpächtern die Bodenpacht nicht verlange und der Keren Hajessod in Wahrheit ä fonds perdu gegebene Beträge als Darlehen bezeichne. All das sei die Folge der Struktur des Keren Hajessod, der Spenden- und Investitionsfonds zugleich sei. Der Artikel berührt in diesem Zusammenhang jene Anleiheprojekte, bei denen man auf Grund später zu erwartender Spendeneingänge heute Kredite aufnehmen wolle. Die Folge derartiger Projekte könne nur sein, daß der Begriff der Anleihe ebenso verwischt werde wie der des Kredits. Geld werde heute in Palästina weit höher verzinst als in anderen Teilen der Welt, und es sei deshalb leicht, ins Land zu ziehen. Man müsse den Kreditbegriff in seiner Reinheit wieder herstellen, dadurch Anlagekapital in das Land ziehen und so den Zinsfuß senlken. Emek: Von Agr. J. Etting er-. Diese vom Hauptbureau des Keren Hajessod herausgegebene Broschüre ist vornehm ausgestattet, mit zahlreichen Illustrationen versehen und vom Verfasser sehr instruktiv abgefaßt. Geschichte, Klima, Verkehrsmittel, Bodenkauf, Ameliorierungen, Siedlungsformen etc., das Emek betreffend, werden klar und übersichtlich dargestellt. Bis Anfang 1926 zählte man im Emek . Pfd. äg. 6 Moschawim mit 190 Familien, investiert . . . 143.986 4 große Kibbuzim 332 Familien, investiert . . : 75.638_ 752 265.732 Von 2477 Einwohnern waren 1607 Arbeiter, die 57.962 Dunam bebauten, davon 4380 bepflanzt, und die 1838 Milchkühe sowie 926 Arbeitstiere besaßen. Zur Hebung der Viehzucht wurden Damaszener und Beiruter Kühe eingeführt, die 3000 bis 4000 Liter Milch pro Jahr geben, (gegenüber 600 bis 800 der arabischen Kühe), ferner hochwertige Geflügelrassen. Die Ernteerträge an Getreide, die 60 bis 70 Kilogramm pro Dunam in den arabischen Betrieben ausmachen, stiegen in den jüdischen auf 140 bis 150 Kilogramm. Besonderen Erfolg hatte die Zucht von Tafeltrauben. Insgesamt haben Keren Hajessod und Keren Kajemeth (außer für Boden) für Ameliorationen 70.000 Pfund ausgegeben. Die Moschawim haben durchschnittlich schon einen größeren Teil der für eine Familie nötigen Summe von 700 Pfund erhalten (zirka 500 Pfund pro Familie), die Kwuzoth zinka 350, die großen Kibbuzim 225. Wie bekannt, werden 1927-29 die Siedlungen sukzessive voll ausgestattet und dann aus dem Budget des Keren Hajessod ausgeschieden werden.__ Briefkasten der Redaktion. Alte Jahrgänge: Auf mehrere Anfragen teilen wir mit, daß diese vollständig vergriffen sind. Manuskripte: Es wird ersucht, solche nur gegen vorherige Anfrage einsenden zu wollen. * Satzfehlerberichtigung aus Nr. 1/2, Seite 72 Das unter Titel „Industriebank" genannte Direktorium (Dr. Handtke etc.) soll richtig unter Titel „Hypothekenbank" stehen.

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