Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Finanzierung [Nachricht]
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 2)
- Language
- German
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143 und 20.ÖÖ0 Pfund Schulden des Vorgängers des Solei Boneh, des „Misrad: le awodoth ziburioth", welcher 1922-23 durch Uebernahme von Straßenbauten die Arbeitslosigkeit behöben hatte, werden von der Zionistischen Exekutive übernommen. Arbeiten. Der Solei Boneh übergab am 14. Jänner der Regierung die von ihm unweit von TelrAwiw über den Jarkon (Audscha) gebaute Brücke, die erste Betonbrücke in Palästina. Solei Boneh führt gegenwärtig das Gebäude der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Djebata, ferner die Filiale der „Pica" in Haifa, zwei Zigarettenfabriken ebendort u. a. m. aus, übernahm ferner für die Regierung den Bau der Chaussee Jaffa—Petach Tikwah. (Insgesamt wurden im Jänner Kontrakte für zirka 43.000 Pfund abgeschlossen. Am 1. Februar lagen insgesamt Aufträge für 89.000 Pfund vor. Zahl der Arbeiter. Im Jänner wurden beschäftigt: 1785 Arbeiter. Bücher und Zeitschriften. Einlauf. (Die Redaktion behält sich die Besprechung des angezeigten Einlauf es vor.) Report on the Economic and Financial Situation of Palestine by K. W. Stead, London, 1927, herausgegeben vom Department of Overseas Trade (Englisch Preis sh. 1). Kurzer Bericht des palästinensischen Zolldirektors. Die geographischen Verhältnisse Syriens und Palästinas nach W. von Tyrus: Geschichte der Kreuzzüge* I. Teil. Von D r. Herm,ann Propst (Heft IV/5 und 6 von „Das Land der Bibel", herausgegeben vom DPV. Leipzig, J. C. Hinrichs Buchhandlung). Near East and . India, Wochenschrift, englisch, Nummer vom 20. Jänner 1927, enthält eine „Palästinabeilage" mit zahlreichen Illustrationen. Binjan Chadoschet — Construction and Industry, Zeitschrift der Gesellschaft der Ingenieure und Architekten von Erez Israel (hebräisch, englisch), Tel-Awiw, Lilienblumstraße. Herausgeber Ing. Josef Bravermann, Red. A. Arnstein. Heft 1 von 1927. - Mischar We Taassiah. Nr. 1 vom 10. Jänner 1927 (von uns schon in Nr. 1-2, Seite 80 angezeigt) enthält zum erstenmal auch eine Beilage in deutscher Sprache. Unter anderem enthält sie den Bericht der von der Zionistischen Exekutive unter Leitung von Dizengoff eingesetzten Kommission zur Untersuchung des Fehlschlagens des Projektes des Textildorfes in Djedda („Manor"). Der ursprüngliche Plan sah die Begründung einer Textilfabrik mit 300 Webstühlen vor. 300 Familien sollten angesiedelt werden und darin arbeiten. Taglohn 20 Piaster und landwirtschaftlicher Nebenverdienst. Vorgesehene Kosten ägypt. Pfund: Boden 24.000, Inventar 9000, Maschinen 25.000, Bauten (Vertrag mit Siemens-Schuckert) 81.000 gleich ägypt. Pfd. 139.000. Es sollten die Familien je Pfd. Sterl. 250 gleich Pfd. Sterl. 75.000 dazu beisteuern, 41.000 durch Hypotheken und Wechselkredit, 23.000' durch eine Anleihe beschäfft werden. Dieses Mißverhältnis zwischen eigenem und erhofftem Leihkapital wurde von der Kommission als ungesund und tinrealisierbar bezeichnet. Auch hätte der Reingewinn keinesfalls so hoch sein können, um die Pfd. 41.000 in fünf Jahren zurückzubezahlen. Die Kostenvoranschläge für die Ansiedlung wären viel zu niedrig gewesen. Die vorgesehene Wasseranlage war für die Kolonie zu klein. Von den Pfd. 75.000 wurden nur 30.000 eingezahlt, von den angesiedelten Familien hatten nur 7 Erfahrung in Textiiarbeit. Die Kommission beschloß, vorzuschlagen, daß die, 58 angesiedelten Familien in das Budget des Keren Hajessod aufgenommen werden und Boden und Inventar an die nationalen Fonds übergehen sollten. Inderselben Nummer