Mannheim
Compact Memory

Palästina · 1927-01-01 · Heft 3 · p. Seite 135

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
10 (1927)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht]
Date
1927-01-01
Page
Seite 135 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
correspondence
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2379786-2379858-2379861--04844-2384046
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

135 der organisierten Arbeiterschaft Palästinas. Die Ziffern wurden auf Grund einer Umfrage gewonnen, welche über 24.000 Antworten lieferte. Aus dem Material ergibt sich, daß unter der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas 4,4 Prozent Hochschulbildung, 40,4 Prozent Mittelschulbildung: haben. 70 Prozent der Gefragten sprechen Hebräisch. Bemerkenswert ist der große Unterschied zwischen Männern und Frauen in bezug auf das Verhältnis zum Hebräischen. Sowohl der Prozentsatz der Frauen, welche in der Diaspora Hebräisch erlernt haben, als auch der Prozentsatz der Frauen, die in Palästina Hebräisch erlernten, ist bedeutend geringer als der Prozentsatz der Männer. Unter, den Arbeitern beherrschen 82,4 Prozent, unter den Arbeiterinnen 47,9 Prozent das Hebräische. Groß sind 'auch die Unterschiede der Bildungsverhältnisse in der Stadt und auf dem Lande. Unter den Arbeitern mit Mittel- und Hochschulbildung befindet sich ein großer Teil auf dem Lande. 57 Prozent der auf dem Lande Angesiedelten haben Mittel-, Hochschul- oder Fachbildung. Auch die Zahl der Hebräischsprechenden ist auf dem Lande größer als in der Stadt. Nachrichten und Daten. Politik. Völkerbund. Der Rat des Völkerbundes lehnte ohne Debatte die Vorschläge der Mandatskommission, daß sie Abordnungen aus den Mandatsgebiet anhören können, ab. Dies solle nur in Ausnahmsfällen möglich sein und in jedem einzelnen Fall müßte die Erlaubnis des Rates dazu eingeholt werden. Neu errichtete Konsulate. Die Schweiz bestellte Herrn Knebler. zum Konsul-für Palästina und Transjordanien. Ibn Saud ernannte Soliman Monsheiko zu seinem Vertreter in Jerusalem. Zum österreichischen Konsul in Jerusalem wurde Legationsrat Walter Hans ernannt. Oeffentliche Verwaltung. Finanzen. Vom L April bis 30. November 1926 betrugen in ägypt. Pfund die Einnahmen 1,549.042, die Ausgaben 1,314.980. Reform des Oscher. Die „ITA" meldet: Der Bericht der Kommission zur Reform des Oscher liegt nun vor. Es handelt sich noch nicht um eine' Abschaffung des Zehent, sondern bloß um eine Reform. Eine" Abschaffung dieser unzeitgemäßen Steuer kommt erst in Betracht, wenn der- Vermessüngsplan beendet sein wird; das Zehentsystem wird dann durch eine Landwirtschaftssteuer modernerer Art ersetzt werden. Die Vermessungsarbeiten und die Anlage eines modernen Landkatasters werden aber ungefähr 10 Jahre in Anspruch nehmen. Die jetzige Reform bezweckt eine vorläufige Regelung in der Art, daß der unter den gegenwärtigen Umständen unvermeidlichen Willkür und übermäßigen Schärfe entgegengewirkt werde. Gegenwärtig ist der Verkauf der Ernte verboten, bis nicht die Regierungsinspektoren ihren Wert geschätzt, eventuell einen Verkaufspreis festgesetzt haben. Es kann vorkommen, daß inzwischen ein Teil der Ernte dem'Verderben anheimfällt. An die Stelle des gegenwärtigen Systems, das auf Grund des ottomanischen Gesetzes von 1889 bis 1891 besteht, soll nun eine feste Schätzung Platz greifen. Die wichtigsten Vorschläge sind: 1. Aufhebung der jährlich festgesetzten Zehntenabgabe-„Oscher", wie sie bisher üblich war, und Einführung eines du r c h s ch n i 111 ich e ri

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.