Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Arbeiterbewegung. Dr. A. Tartakower, Lodz.
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 3)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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62 besondere über die - allgemeine Arbeitslage. Nach jedem Referat erfolgte eine Aussprache der Anwesenden. Es wurde auch die Frage der Schekelagitation im Zusammenhang mit dem nächsten Kongreß besprochen. Die Erörterung der Lage in der Histadrut begann mit der Aussprache über die Frage des Solel-Boneh. Die Klärung der weiteren Fragen wurde dem Zentralkomitee der Partei überwiesen. 4. Die Spaltung im Gdud Haawoda. Der Kampf, der gegenwärtig in der jüdischen Arbeiterbewegung Palästinas um die Erhaltung ihres nationalen Charakters geführt wird, hat seine deutlichste Spiegelung in den letzten Vorgängen im Gdud Haawoda (Arbeitslegion) erhalten. Diese Kommune, die durch die treuesten Freunde und Mitkämpfer des großen Schöpfers und Verwirklichers des Bechaluzgedankens Josef Trumpeldor begründet und nach ihm benannt wurde und zum größten Wirtschaftskörper dieser Art im Lande ausgewachsen war (sie zählte zirka 600 Mitglieder in Jerusalem, Haifa, Metulah, En-Gharod, Afule, Tel-Josef, Tel-Chaj und Kfar Giladi, hatte eigene Wirtschaften, Werkstätten und Steinbrüche), litt schon seit längerer Zeit an schweren inneren Kämpfen, deren Ursache das Abschwenken eines großen Teiles ihrer Mitglieder iri das radikale linke, lediglich die Klasseninteressen betonende Lager war. Nachdem mehrere ergebnislose Versuche gemacht worden waren, den Wirtschaftskörper als solchen trotz der großen Meinungsverschiedenheiten zu erhalten, erfolgte die Spaltung doch auf der letzten, unter Ausschluß der Oeffentlichkeit Mitte Dezember 1926 vorgenommenen Beratung. Die nationalen Delegierten, die auf der Beratung selbst in Minderheit blieben, erklärten den Ausschluß der linken liquidatorischen Elemente aus dem Gdud und verließen die Beratung. Somit ist die Spaltung eine vollzogene Tatsache und die Trennung der beiden Lager erfolgt nunmehr in den einzelnen Ortschaften. Der linke Flügel hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er die Behauptung über seinen antinationalen, antikonstruktivistischen und kommunistischen Charakter, auf das entschiedenste bestreitet. Doch wird diese Erklärung von der Arbeiterpresse angesichts des tatsächlichen Verhaltens der in Betracht kommenden Elemente mit großem Skeptizismus besprochen. 5. Der Wiedereintritt von Kfar Giladi und Tel Chaj in die Histadrut. In einem bestimmten Zusammenhang mit den letzten Vorgängen im Gdud Haawoda steht der Wiedereintritt der beiden in Obergaliläa befindlichen, dem Gdud unterstehenden landwirtschaftlichen Arbeitergenossenschaften (Kvuzot) Kfar Giladi und Tel Chaj, die der jüdischen Oeffentlichkeit aus den heldenhaften Kämpfen des Jahres 1920 gut bekannt sind, in die Histdrut. Der Ausschluß der beiden Genossenschaften aus der Organisation erfolgte vor einigen Monaten, als die Arbeiterschaft in Tel Chaj beschloß, sich dem Gdud anzuschließen und die Leitung des Gdud hierauf gegen das ausdrückliche Verbot der Zentrale der landwirtschaftlichen Arbeiterschaft die vollständige und sofortige Vereinigung der beiden