Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 10 (1927)
- Issue
- Heft 1-2
- Article
- Die Finanzierung des Siedlungswerkes
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 17)
- Language
- German
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42 gen, damit wir dreißig heue Siedler mit vollem; Kapital ansiedeln können. Wenn man diese Meine Anlage heute nicht findet, hat es keinen Zweck, an größere Anleihen zu denken. Immer wird man Mein anfangen müssen. Das scheint vielleicht ein langsamer Weg, er ist in Wirklichkeit der schnellste Weg, und andere Wege gibt es übrigens nicht. (Man kann für den Bau eines neuen Hauses die Perspektivpläne nicht entbehren, aber man kann nicht die Perspektive als Basis nehmen. Auf guten Fundamenten und mit kleinen Steinen baut man das Haus. Die erste kreditfähige Siedlung des Keren Haijessod wird der Eckstein sein unseres nationalen Heimes. * Soweit Dr. van Vriesland. Diesem erwidert Kurt Ruppin in Nummer 2 der „Jüdischen Rundschau" vom 7. Jänner 1927. Es sei richtig, daß die Siedlungen erst kreditfähig seien, wenn sie konsolidiert sind, aber diese Voraussetzung ist noch bei keiner der neuen Siedlungen erfüllt. Um sie daher zu konsolidieren unid kreditfähig zu machen, sollte, der Kbren Haijessod eine Konsolidierung <s a n 1 e i h e von Pfund 200.000 aufnehmen, die in "fünf Jahresraten mit Zinsen' zurückzuzahlen wären. Daß ein zionistischer Kreditgeber sich dafür finden würde, ist nach Kurt Ruppin nicht zu bezweifeln. Der Keren Hajessod besitzt heute Werte von, Pf und 350.000 in todwirtschaftlichen Investitionen, der 'Geldgeber könnte erste Hypotheken darauf vormerken lassen usw. Kurt Ruppin vertritt weiter die Ansicht, daß vor Konsolidierung der bestehenden Siedlungen keine neue Kolonisation übernommen werden soll. Den gleichen Standpunkt verficht der „Joodsche Wächter", das Organ der holländischen Zionisten, dessen Stimme um so gewichtiger ist, als sie die Meinung der Herren Nehemia de Lieme und Dr. van Vriesland zum Ausdruck bringt. Dieses Blatt wendet sich gegen den Beschluß der Palästina-Exekutive, auf den Böden des Keren Kajemeth Lejisroel am Kishon, die jetzt amelioriert werden (in der Nähe von Nahalal),. neue Siedlungen zu gründen. *' Eine ganz andere Form der Finanzierung als durch Kredit, der auf normalem Wege erlangt werden soll, schlug der bekannte palästinensische; Arbeiterführer D. Remes auf der jüngsten Konferenz der Achduth Haawoda vor. Er meinte, daß man eine sehr große Anleihe dadurch erhalten könne, daß alle jene, die schon seit Jahren Keren-Hajessod-Zeichner sind, Verpflichtungen für die nächsten fünf Jahre eingehen. Also keine „Aufregung" der Anleihe, kein Appellieren an neue Kreise, die für die Palästinaaufbauarbeit erst gewonnen werden müssen! Wir - lassen diejenigen Teile des Referates, die sich auf diesen Plan beziehen, im Wortlaut folgen: \' Die nationale Investierungsanleihe. aus einem Referat, gehalten auf der Konferenz der „Achduth Haar woda" in Tel-Awiw 5687 von D. Remes. Die , Einzelheiten des Planes bedürfen genauer Durcharbeitung. Es muß eine große Vorarbeit geleistet werden in 4er Einschätzung der Keren-Hajessod-Zähler in' allen Ländern. Eine Art Vorzeichnung auf die Anleihe. Ein detaillierter Kolonisationsplan muß entworfen werden. Aber es wäre ein großer Fehler,: