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Palästina · 1911-01-01 · Heft 11-12 · p. Seite 273

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 11-12
Article
[Rezension]
Date
1911-01-01
Page
Seite 273 (sequence 2)
Language
German
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Außerdem werden einige der allgemeinen oder aktuellen Schulfragen erörtert und wie jedesmal Probelektionen vorgeführt. Aus einem Aufsatze Scheinkins „Zur Frage der Schulen in den Kolonien" sei die Hervorhebung der Notwendigkeit von Schulgärten angeführt. „Hachinuch" *) 2. Jahrgang, Heft 1 und 2. Inhalt von Heft 1: „Aus dem Leben der Seele" von Dr. N. Turow, „Wortkonzentration im Sprachunterricht" von I. Epstein, „Geistige Ermüdung" von Ch. Harari, „Schulaufsätze" von M. Krischewski, „Schulmuseen" von J. Press, „Lehrerversicherung" von Mord. b. Hillel Hakohen, „Die Pflanzen Palästinas" von A. Sapir, Probelektion „Gymnastik, Lehrerversammlung etc." von Suta. Heft 2: „Eliahu Saphir" von M. Disengof, „Glaube und Religion in der Erziehung" von A. S. Rabinowitz, „Der Wert des Turnens für die Erziehung" von Jean Philippe, „Heimatskunde in der Volksschule" von P. Auerbach, Probelektion „Botanik" von Welkomitz, dazu Fortsetzung früherer Aufsätze, Literatur, Mitteilungen der Lehrervereinigung etc. 0 Palästina-Korrespondenz, Noch einmal das Schul werk der Alliance Israelite Universelle. Jaffa. Großes Befremden hat es hier erregt, daß Herr Bigart sich in der Amsterdamer Alliance-Versammlung auf die orientalischen Juden berufen hat, die selbst keine Kinder seien und klagen würden, wenn sie hiezu Grund hätten. Augenscheinlich hielt Herr Bigart selbst seine Zuhörer für Kinder, daß er glaubte, ihnen mit einem solchen Argumente kommen zu dürfen. Ist die Apathie der orientalischen Judenheit, speziell der Sephardim, die nun fast 200 Jahre auf jedem geistigen und kulturellen Gebiete anhält, nicht aligemein bekannt? Und was tat die Alliance um diese Apathie zu beheben? Hat sie an ihren Schulen einen Elternrat gebildet, um sie von Zeit zu Zeit zur Besprechung der auftauchenden Fragen heranzuziehen? Keine Spur. Wozu braucht man auch irgendwelche Besprechungen und Errörterungen, wenn manche pädagogische Frage noch mit dem Stock, der den Schülern der Alliance als bedeutendes Lehrmittel gilt, gelöst und alles übrige von Paris aus herrlich reguliert werden kann. Auch die bekannte Inspektion, die vor zwei Jahren erfolgte, erachtete es nicht für nötig, eine Elternversammlung einzuberufen, um etwaigen Beschwerden entgegenzukommen, und jetzt sollte man sich zumindest schämen, die Zufriedenheit der Eltern ins Feld zu führen. Daß es faul ist im Staate der Alliance, beweist am besten der vor wenigen Jahren erlassene Ukas, wonach fremden Besuchern der Zutritt zu den Alliance-Schulen verboten ist. Das gilt nicht blos für Laien, sondern auch für Lehrer, die auf ihrer Orientreise sich ganz besonders für das Schülwerk interessieren. Gewiß gibt es so manches, das das Licht der kritischen Oeffentlichkeit zu scheuen hat. Herr Oberrabbiner Wagenaar hat in der Amsterdamer Versammlung die Entsendung einer neuen Kommission verlangt, wobei er selbst daran zweifelte, ob in Paris dies Zustimmung finden werde. Nun, es gibt doch noch eine Menge Fragen, über *) Ausführlichere Besprechung des „Hachinuch" vorbehalten. 273

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