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Palästina · 1911-01-01 · Heft 7-9 · p. Seite 231

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 7-9
Article
Hedjazbahn [Nachricht]
Date
1911-01-01
Page
Seite 231 (sequence 2)
Language
German
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In Damaskus plant die Hedjasbahn die Fortsetzung ihrer Linie von der Kopfstation bei el Kadam nach el Beramke am Westende der Stadt. Auch die lang projektierte Zweiglinie Amman —Es Salt, 32 Kilometer, dürfte ehest in Angriff genommen werden. Die „Deutsche Levantezeitung" berichtet aus Jaffa: Wir werden in diesem Jahre nach zwei schiechten eine verhältnismäßig gute Ernte haben. Weizen und Gerste stehen gut. Immerhin dürfte die Produktion in diesem Jahre die von 1908 nicht erreichen, da nicht sämtliche verfügbaren Bodenflächen angebaut worden sind. In Gaza schätzt man die zur Ausfuhr gelangende Menge Gerste auf rund 25.000 bis 30.000 Tonnen. Die Aussichten für Hülsenfrüchte, wie Lupinen, Bohnen und Kichererbsen (Poischiches) sind mittelmäßig", dagegen soll die Wicke ein gutes Ergebnis versprechen. Ueber die Aussichten für Sesam- und Darissaat hört man nur günstiges, doch ist es nicht möglich, schon jetzt bestimmte Angaben zu machen. Die Olivenernte dürfte heuer sehr gut ausfallen. Erwerbsgelegenheiten in Palästina. Man schreibt der „N. J. K." aus Jaffa : Wie das hiesige jüdische Informationsbureau mitteilt, bietet die Ica jüdischen Ansiedlern, die sich in Palästina als Kolonisten niederlassen wollen, einige landwirtschaftliche Kenntnisse besitzen und über ein Kapital von 5000 Frcs. verfügen, in Metuleh, Sichron-Jakob und Jemma geeignete Grundstücke zum Kaufe an. Die betreffenden Parzellen haben ein Flächen maß von je 250 Dunam und können auf 30- bis 40jährige Abzahlung von der Ica erworben werden. Den Ansiedlern errichtet die Ica auf Wunsch auch ein Wohnhaus und Stallungen. Der Preis beträgt 70 Frcs. pro Dunam, für das ganze Grundstück also zirka 17.500 Frcs., und wenn noch ein Wohnhaus samt Stallungen erstellt wird, insgesamt 22,500 Frcs. Als jährliche Teilzahlungssumme wären von den Kolonisten 600 bis 700 Frcs. zu entrichten. Der obenerwähnte Barbetrag ist für die Anschaffung von Arbeitsgeräten, Saatgut usw. erforderlich. In der Kolonie Metuleh (Galiläa) ist die Stelle eines Arztes, der auch in der Türkei diplomiert sein muß, mit einem Jahresgehalt von 3000 Frcs. und freier Wohnung zu besetzen. Der betreffende Arzt kann auch auf Privatpraxis in den benachbarten Dörfern rechnen. In Rosch- Pinah könnte ein tüchtiger Schuhmacher, der über einige Barmittel verfügt, guten Erwerb finden. In den galiläischen Kolonien werden jüdische landwirtschaftliche Arbeiter gegen einen Tagelohn von 2 Frcs. gesucht. Eingelaufene Bücher und Zeitschriften. Erster Band der Sammlung „Jephet" (Hebräische Uebersetzungen aus Goethe, Lermontow, Tolstoi, Hauptmann usw.) G. Bell: Durch die Wüsten und Kulturstätten Syriens, (Verlag O. Spamer, Leipzig.) Bagdad und Teheran, von Dr. Max Wiedemann. Polit. Betrachtungen und Berichte. (Deutscher Kolonialverlag G. Meinecke, Berlin, ' W. 30.) 0 Ernteberichte aus Palästina. $ 231

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