Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 7-9
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 230 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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— Die siedlungsgenossenschaftliche Kolonie bei Alfuleh soll den Namen Merchawjah (W e i t e) erhalten. — Genaue Nachrichten aus Pfule besagen, daß bei dem Ueberfall der Araber aus Solem auf den Wächter der Farm ein Fellache getötet wurde. Die Araber richteten großen Schaden auf den Feldern an und raubten einige Pferde. Eine Untersuchung ist im Zuge. — Der Waad von Rischon le Zion hat die Anlage einer Wasserleitung einem fachkundigen Unternehmer übertragen. Spenden. — In den in der vorigen Nummer verzeichneten Spenden ist hinzuzufügen, daß Herr Rabbinerson aus Kiew zur Gründung einer Handwerkerschule in Jaffa 80 000 Francs spendete. — Herr Wischniak aus Moskau, der sich an der Palästinafahrt des Wiener Informationsbureaus beteiligte, spendete in Jaffa 30 000 Francs zum Bau einer Kinder-Klinik. Aus den Schulen. — Die „Alliance" baut in Jaffa ein neues großes Schulgebäude. — In Petach Tikwah wird in der von den deutschen Orthodoxen geleiteten Talmud-Torahschule landwirtschaftlicher Unterricht eingeführt; es ist hiefür ein eigener Lehrer bestellt, und die Schüler werden dreimal wöchentlich in der Feldarbeit unterwiesen. (Hameir.) Türkische Eisenbahnen. Bagdadbahn und Anatolische Bahn. Die Bagdadbahngesellschaft hat sich im Jahre 1910 günstig entwickelt. Die Einnahmen am Personenverkehr stiegen von 229.777 auf 292.346 Frcs., am Güterverkehr von 153.437 auf 216.221 Frcs. Die Zahl der beförterten Personen betrug 71.665 (Vorjahr 57.026), der Güter 27.756 Tons (15.364). Die türkische Regierung hatte für dit Garantie nur 381.136 gegen 509.565 zu zahlen. Die Gesellschaft verteilt wie im Vorjahr 5 Prozent Dividende. Auch auf der anatolischen Eisenbahn ist ein ähnlicher Verkehrsaufschwung zu verzeichnen. Die Aufhebung des Paßzwanges im Verkehr der Vilajets untereinander hatte eine Steigerung des Personen-, die gute Getreideernte eine solche des Güterverkehrs zur Folge. Die Bauarbeiten zur Bewässerung der Ebene von Konia sind zu mehr als zwei Dritteln fertiggestellt. Hedjazbahn. Die Verwaltung dieser Bahn macht augenblicklich Studien für die Trasse einer Zweiglinie Haifa —Akka. Akka hat, seitdem Haiffa Endpunkt der Linie von Damaskus wurde, an diese Stadt viel verloren. Die Bewohner von Akka petitionierten daher an die Regierung um den Bau dieser 16 Kilometer langen Zweiglinie. Diese soll durch die Ebene von Akka geführt werden, den Kison und den Belus(Naamen)fluß umgehen und sich dann im Bogen von el Birwi nach Akka wenden, wo die Station hart östlich an der Stadt, beim Teil el Fuchar angelegt werden soll. Eine zweite Zweiglinie soll von D e r ä nach Bosra eski Scham im Hauran, 38 Kilometer lang, gebaut werden. 230