Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 7-9
- Article
- [In allem haben wir uns ...] / Herzl, Theodor
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 1)
- Language
- German
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Spezialnummer zum X. Zionistenkongreß, 9. bis 15. August 1911. :: PALÄSTINA :: MONATSSCHRIFT FÜR DIE ERSCHLIESSUNG PALÄSTINAS. VIII. JAHRGANG 1911 HEFT 7-9 Nachdruck sämtlicher Artikel und Beiträge nur mit Quellenangabe gestatteten allem haben wir uns bemüht, Unpersönliches einzurichten. Nur das hat Dauer." * * * „Es handelt sich in unseren Tagen nicht mehr darum, kriegerische Makkabäer auf die Beine zu bringen, nein Makkabäer der Arbeit, der geistigen und körperlichen Arbeit." * * * „Aus der Judennot gibt es nur einen Ausweg: die Heimkehr zum Judentum." Theodor Herzl. 5& Zum X. Zionistenkongreß. Von Adolf Böhm, Wien. Seit die Richtung der „praktischen Palästinaarbeit" in der zionistischen Organisation so ziemlich auf allen Linien gesiegt hat, ist man geneigt, die Bedeutung der Zionistenkongresse für die Palästinasache äußerst gering einzuschätzen. Es besteht auch kein Zweifel, daß ein Kongreß keines der schwierigen Palästinaprobleme der Lösung näher hingen, über die Prinzipien der zionistischen Palästinaarbeit nicht viel Neues beschließen und betreffs der Verwendung des zionistischen Fonds nur ganz allgemeine Direktionen geben kann. Zweifellos ist es auch für die ruhige und natürliche innere Entwickelung der palästinensischen Siedlung nicht vom Vorteil, wenn, wie unvermeidlich, in den Kongreßdebatten die Distanzen verschoben, die Linien vergröbert werden, oder alles „Palästinensische" kritiklos angehimmelt wird. Doch die nüchternen Praktiker in allen Ehren, der Zionistenkongreß ist trotz all seiner Mängel der Ort, auf dem immer wieder der nationale Enthusiasmus entfacht wird, jener Seelehzustand, welcher die Vorbedingung dafür ist, daß überhaupt für und in Palästina etwas Nennenswertes geschaffen werden kann. Ich meine damit durchaus nicht in erster Linie, daß, wie schon so oft gesagt wurde, jene Begeisterung für die nationale Renaissance vor allem dazu nötig ist, um die großen Schwierigkeiten des Kolonisations- 169