Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Nachricht] / Tannenwald
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2379786-2379838-2379843--03634-2383106- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
welche auch von den Behörden zu amtlichen Bekanntmachungen benutzt zu werden scheint, in etwa 15000 Exemplaren an die Interessenten in den in Betracht kommenden Ländern verschickt wird, so wird sie schon allein wegen ihrer großen Verbreitung, abgesehen von dem gediegenen Inhalt,, einen erheblichen Einfluß auf den Levantehandel erringen. Unseren Freunden sei die Zeitschrift ernsthafter Beachtung empfohlen. Dr. Tannenwald, Hamburg. Nr. 3 enthält u. a. einige bemerkenswerte Erwähnungen Palästinas. In erster Linie behandelt der leitende Artikel: „Der hohe Steg" im Anschlüsse an ein Werk Theob. Fischers die geographisch bedeutsame Lage Syriens. Die alten großen Völkerwogen mußten alle ihren Weg über Syrien nehmen, während Palästina selbst von den Völkerstraßen etwas abseits lag und doch ihnen so nahe, daß seine isoliert entwickelte Kultur zu allen Völkern hinausströmen konnte. Ein weiterer Artikel behandelt die „wirtschaftliche Bedeutung Syriens und Palästinas". Insbesondere die Import- und Exportverhältnisse werden darin besprochen. Es wird das ganze Gebiet an Ausdehnung mit Italien (samt Sizilien und Sardinien) verglichen, hat aber gegen die 35 Millionen Italiens nur 372 Millionen Einwohner. „Der Zionismus und seine Bedeutung für Palästina" betitelt sich ein informativer Artikel über die Entwicklungsmotive und die Ziele der zionistischen Bewegung. Instruktiv ist auch der Aufsatz über die deutschen Kolonisten Palästinas. Es gibt darnach etwa 1760 deutsche Ansiedler im Lande, welche sich auf sieben Kolonien (die einen Gesamtwert von 12 Millionen Mark repräsentieren) verteilen. „Der Tropenpflanzer" (Organ des kolonial-wirtschaftlichen Komitees, Berlin, Unter den Linden 43.) Das Märzheft bringt an erster Stelle einen Artikel von Dr. Eduard Marckwald und Dr. Fritz Frank, Berlin: „Der Kautschuk-Plantagenbau in seiner Bedeutung und seinen Gefahren für die deutsche Kolonialwirtschaft." In einem weiteren Artikel macht Dr. W. F. Bruck, Gießen, über den Hanfbau in Italien interessante Mitteilungen. Der Verfasser behandelt in dieser Nummer zunächst die Bedeutung des italienischen Hanfes auf dem Weltmarkt, die Geschichte, Verbreitung und die Kultur der Hanfpflanze in Italien. Dr. L. Reh, Hamburg, tritt in einem Aufsatz „Phytopathologische Zoologie für unsere Kolonien" für eine vermehrte Stationierung von zoologischen Sachverständigen in den deutschen Kolonien ein. Durch die Gründung des Hamburgischen Kolonialinstituts, in welchem sich alle kolonialwissenschaltlichen Bestrebungen vereinigen, sei in Deutschland auch für die phytopathologische Zoologie eine Zentralstelle geschaffen. Der Reisebericht von Dr. A. H. B e r khout, Wageningen, „Nach den Kautschuklanden" wird fortgeführt. Als Beiheft ist dieser Nummer eine ausführliche Arbeit von Dr. J e n t s c h, Professor der Forstwirtschaft in Hann.-Münden, beigegeben: „Der Urwald Kameruns". In dem mit anschaulichen Bildern hübsch ausgestatteten Heft sind die forstwirtschaftlichen Ergebnisse der vom Verfasser gemeinsam mit Professor Dr. Büsgen im Jahre 1908/09 ausgeführten Holzexpedition nach Kamerun niedergelegt. Das Aprilheft bringt einen Aufsatz von Professor Dr. Dingler, Aschaffenburg: „Europäische Obstbäume im Gebirgsklima von Ceylon". Der Verfasser macht hier einige interessante Angaben über das Verhalten europäischer Bäume in den Tropen, ein Gebiet, auf welchem unsere Kenntnisse noch sehr lückenhaft sind. Die „Studien über den Hanfbau in Italien" von Dr. W. F. Bruck, Gießen, werden fortgeführt, ebenso der Reisebericht Dr. A. H. Berkhout. Ferner enthalten beide Nummern eine Reihe kleinerer Abhandlungen, z. B. über Ceylon-Plantagenprodukte, über Hanfgewinnung auf den Philippinen, über Gambohanf oder Javajute, sowie eine Menge kleinerer Mitteilungen über tropische Kulturpflanzen u. a. über Baumwolle und Kautschuk. 150