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Palästina · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 143

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Palästina
Volume
8 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Deutsche Palästinabank [Nachricht]
Date
1911-01-01
Page
Seite 143 (sequence 2)
Language
German
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Die Abrechnung zeigt auf allen Posten eine Steigerung der Gewinne,, so daß der Bruttogewinn um 373268 Mark über den vorjährigen hinausgeht. Die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit hat auch eine Vermehrung der Unkosten und zwar um 154648 Mark veranlaßt. Der Reingewinn stellt sich infolgedessen um 218620 Mark höher als im Jahre 1909,und soll wie folgt verteilt werden: 7% Dividende, gleich 350000 Mark (i. V. 6%, gleich 300000 Mark), Rückstellung zum Reservefonds 400000 Mark (374999), für die Talonsteuer 95000 Mark (5000), Tantiemen 100484 Mark (63123> und Vortrag 98889 Mark (i. V. 44877). 3* Die Pflanzung von Rizinusbäumen in Palästina. Der Kolonist Elimelech Israelit in Kastinie veröffentlicht im „Haor" einen Artikel, in dem er den jüdischen Kolonisten Palästinas die Pflanzung von Rizinusbäumen in größerem Umfange empfiehlt. Er selbst hat Versuche mit der Pflanzung einer Abart angestellt, die im zweiten Jahre Früchte trägt, und zwar im Gegensatz zu andern Arten nur einmal jährlich, so daß die Kosten des Pflückens usw. sich sehr billig stellen. Auch gedeiht diese Baumart sowohl auf sandigem wie auf feuchtem Boden und reift Kapseln, deren Samen nach sachverständigem Urteil weit besseres Oel liefert, als aus dem Samen der Rizinusstaude in Ostindien gewonnen wird. Man hat Herrn Israelit für 100 kg Rizinussamen 28 Frcs. bezahlt und in jüngster Zeit haben ihm einige Großhändler sogar 30 Frcs. geboten. Nach seinen Berechnungen beläuft sich das Erträgnis eines Dunams von dieser Pflanzung auf ungefähr 800 kg, was einem Verkaufswert von 200—240 Frcs. entspricht, während die Betriebskosten minimal sind und kaum mehr als 5 Frcs. pro Dunam betragen. Späterhin, wenn größere Flächen des Landes mit Rizinusbäumen bepflanzt sein werden, würde die Errichtung einer Fabrik zur Gewinnung von Rizinusöl und Seife ein sehr lohnendes Unternehmen sein, das überdies Hunderten von jüdischen Arbeitern Erwerb bieten könnte. (Die Welt.) Projekt eines Wasserkraft-Elektrizitätswerkes am Toten Meere. Eine interessante Besprechung des Projektes von P. Simon über die Ausnützung des Gefälles zwischen dem Mittelmeer und dem Toten Meere ist in der „Schweizerischen Elektrotechnischen Zeitschrift", 1911, Heft 11, S. 127, von Ing. Br. Böhm-Raffay veröffentlicht, wovon Nachstehendes wiedergegeben sei: Das wohl einzig in seiner Art dastehende, wenn auch heute noch etwas phantastisch erscheinende Riesenprojekt, welches Ingenieur P. Simon nach eingehenden Studien ausgearbeitet hat, befaßt sich mit nichts Geringerem als mit der Ausnützung des beträchtlichen Höhenunterschiedes zwischen dem Mittelmeere und dem Toten Meere, der sich bekanntlich 143

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