Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 8 (1911)
- Issue
- Heft 5
- Article
- The Anglo Palestine Company
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 142 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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- Beirut 1× ep/1047833
- Haifa 1× ep/1047930
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Die Bilanzsumme hat sich gegen das Vorjähr wesentlich erhöht, 373.901 Pfund gegen 307.002 Pfund. Bemerkenswert ist der relativ hohe Besitz von diversen Staatspapieren: 10.071 Pfund gegen bloß 210 im Vorjahre. Im Gewinn- und Verlustkonto zeigen sowohl die Londoner Ausgaben als die Spesen in Palästina eine beträchliche Vermehrung. Sie sind zusammen von 9.412 auf 11.586 Pfund gestiegen. Die Bruttogewinne sind nur unbeträchtlich höher: 14.770 Pfund gegen 13.900. Infolgedessen ist der Nettogewinn von 4913 auf 3970 Pfund gefallen, das Erträgnis kann daher nicht als besonders günstig angesehen werden. Tatsächlich konnte die Auszahlung der Vorjahrsdividende und die Dotierung des Reservefonds mit 1000 Pfund, wie im Jahre 1909, nur durch Heranziehung des Ueberschusses vom Vorjahr (rund 1000 Pfund) bewerkstelligt werden. Angesichts des vermehrten Kapitals und der relativ geringen Höhe des Reservefonds wird die Direktion der Bank sehr tüchtig zu arbeiten haben, um auch in diesem Jahr die übliche Dividende und eine ausreichende Dotierung des Reservefonds zu erwirtschaften. Über die Deutsche Palästinabank erfahren wir aus der Deutschen Levantezeitung (Nr. 3) Folgendes: Ihr Grundkapital betrug ursprünglich nur 450.000 Mark, es wurde 1906 auf 1 Million Mark erhöht und im Jahre 1908 ließ die Ausdehnung des Geschäftskreises die Ausgabe weiterer 4 Millionen Mark Aktien angebracht erscheinen. Gleichzeitig wurde eine Erweiterung des Wirkungskreises über Palästina hinaus auf die Levante- und Balkanländer, die transkaukasischen Gebiete und auf die Länder am Schwarzen Meer und Persischen Golf beschlossen. Die Bank besitzt seitdem neben den Stellen Berlin und Hamburg Niederlassungen in Beirut, Damaskus, Haifa, Jaffa, Jerusalem, Nazareth, Tripoli (Syrien). Ihr Wirkungskreis hat sich durch diese Ausdehnung und den Hinzutritt neuer wertvoller Verbindungen so erweitert, daß im Jahre 1910 eine Stärkung der Betriebsmittel sich als notwendig erwies und entsprechend der außergewöhnlichen Entwicklung auch eine Kapitalserhöhung um 15 Millionen Mark, also von 5 Millionen Mark auf 20 Millionen Mark, für angemessen erachtet wurde. Über den Geschäftsgang im Jahre 1910 berichtet die Verwaltung, daß das Jahr hinsichtlich der Gestaltung der wirtschaftlichen Lage im Interessengebiet der östlichen Filialen im allgemeinen wenig vom Vorjahre sich unterscheidet. Die Ernte einiger der hauptsächlichsten Landesprodukte, wie Gerste, Weizen, Sesam und Oliven, war schlecht, wodurch an Stelle des sonst belangreichen Exportes in einzelnen dieser Artikel ein umfangreicher Import trat. Andere Produkte, wie Seide und Orangen, erbrachten eine Mittelernte. Wenn demnach die Vorbedingungen für die Betätigung der östlichen Filialen wenig günstig waren, so haben dennoch die vier alten östlichen Niederlassungen ein dem Vorjahre ähnliches Resultat aufzuweisen. Im März wurde eine neue Filiale in Damaskus und im November eine solche in Tripoli (Syrien) errichtet. 142