Palästina
- Journal
- Palästina
- Volume
- 6 (1909)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Nachricht]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 243 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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In der am 12. September stattgehabten Generalversammlung des Vereins „Lemaan Zion" . tgab der Vorsitzende des Vereins, Herr Rabbiner Dr. M. Horowitz einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des Vereins im Verlauf der jüngsten drei Jahre. Aus dem Bericht entnehmen wir, dass in den Sprechstunden der Klinik insgesamt 97018 Konsultationen stattfanden. In der Apotheke wurden 48959 Rezepte aus.- gefertigt. In der im Mai 1908 eröffneten Augenklinik wurden bis Ende des genannten Jahres 33 674 Behandlungen, 85 kleine und 39 grosse Operationen vorgenommen. Auch waren daselbst ständig 20 Betten belegt. Alljährlich fanden vor Pesach Verteilungen von grösseren Quantitäten Mazzos statt, wozu auch der für andere Tätigkeiten des Vereins eifrig wirkende Herr Rabbiner Dr. Salvendi jeweils die Mittel zur Verfügung stellte. Die Unterstützring russischer Emigranten erstreckte sich auf 129 Personen der verschiedensten Berufe. Lehrgelder erhielten 97 Lehrlinge. An 958 Personen wurden Brillen, Gürtel etc. zur Verfügung gestellt. 1066 Personen erhielten leihweise Krankenutensilien und 88 Handwerker Darlehen und Werkzeuge. Ueber die Tätigkeit des Vereins Lemaan Zion im III. Quartal 1909 wird uns berichtet: In der Poliklinik wurden 3844 diverse Kranke, 12320 Augenkranke und in der Spezialaugenklinik 17090 Patienten behandelt. In letzterer wurden 34 grössere und 32 kleinere Operationen vorgenommen. Die Apotheke verfertigte 4339 Rezepte und 354 Personen wurden mit. Krankenutensielien versehen. An 8 Personen wurde er durch Darreichung entsprechender 'MitteL ermöglicht, sich wieder Arbeit zu verschaffen und für fünf Lehrlinge wurde das Lehrgeld bewilligt. Schliesslich sei noch erwähnt, dass ausserdem 24 russische Emigranten durch Unterstützung zur Arbeit befähigt wurden. Die vorstehenden Zeilen ergeben ein Bild der Leistungen des Vereins; soll dieser aber sein gewiss segensreiches Wirken auch in Zukunft vollbringen können, so muss man die Bitte wiederholen, dass in den weitesten Kreisen das Interesse hierfür geweckt werde. Vom Hilfsverein der deutschen Juden. Einem lebhaft empfundenen Bedürfnis ist durch die Bewilligung von Mitteln für Kindergärtnerinnenkurse in Jerusalem abgeholfen worden. Infolge der grossen Ausdehnung, die das vom Hilfsverein der Deutschen Juden inaugurierte Kindergartenwesen im Orient gewonnen hat und im Hinblick auf die Erweiterung, ,die demselben noch bevorsteht, hat sich die Notwendigkeit herausgestellt, Kindergärtnerinnen aus dem Orient selbst für den Orient heranzubilden. Die immer weitere Herarir ziehung einheimischer Elemente zu der schönen und fruchtbaren Aufgabe,, die Vorerziehung der jungen Generation für die Schule und die Ent~ 243